Thomas Wunsch | Peter Litvai

Die Verbindung zur Musik verbindet die Fotografien der beiden ganz besonderen Fotografen, die die Neue Galerie Landshut ab dem Ende des Lockdowns, also voraussichtlich ab Mitte März 2021 zeigt:
Peter Litvai, namhafter Landshuter Fotokünstler, dessen Aufnahmen den Prozessen unaufhaltsam Vergehens ebenso wie den Augenblicken des Unwiederbringlichen eine selten morbide, ja verzehrende Eleganz verleihen, sowie
Thomas Wunsch, fotografischer Mystiker, der den Jazz-Fans von zahlreichen ECM-Covers bekannt ist.

Die genauen Ausstellungsdaten geben wir rechtzeitig bekannt.

Wegen der mehrmaligen Verschiebung  des Lockdown-Endes werden wir die Arbeiten von Martin Waldbauer zu einem späteren Zeitpunkt präsentieren.


Peter Litvai zeigt in seinen Ablichtungen scheinbar unaufhaltsam verfallender Architektur Prozesse des Vergehens und Verlustes; ebenso aber auch intensive und gegenwartserfüllte Augenblicke intensivster Existenz, welche gerade deshalb das Wissen um ihre Unwiederbringlichkeit in sich tragen.

In der Ausstellung wird von ihm eine besondere Fotoserie von Ballettinszenierungen des spanischen Choreographen Nacho Duato zu sehen sein.

 


“Looking at Thomas Wunsch’s photographs is an intimate experience in which the images become a part of the viewer. Thomas Wunsch is not a romantic, but his photographs have a magical and mysterious quality. They are also very rhythmic, so it is not surprizing that the German record label ECM publishes his photographs. Several CDs featuring his pictures were nominated for Grammy Awards in recent years.” (New York Arts Magazine)

“Die künstlerische Position von Thomas Wunsch ist eher singulär. Seine Fotos, die abstrakt-expressionistische Strukturen zeigen, sind ein Vorstoß in das Reich der Gestik, das zuvor dem Medium der Malerei vorbehalten war. Sie sind ein Geflecht aus Farbflüssen, Passagen, Übergängen und Verzahnungen wider den klassischen fotografischen Themenkanon und formulieren eine Neudefinition des Mediums der Fotografie. Ebenso tragen sie zur Diskussion darüber bei, was Fotografie darf und soll… In den Arbeiten finden wir Strukturen, die viel Interpretationsspielraum lassen und eine eigene Welt formen. Lässt man sich auf diese Bilder ein, gelangt man in einen Bereich des Vagen, alles verschwimmt und verliert seine Identität, ein Ort nahe dem Nichts, des Unbestimmbaren und des Dunklen… Für Thomas Wunsch sind abstrakt-expressionistische Kunstwerke eine Radikalisierung, geknüpft an Findungen, die zugleich Seismograph subjektiver Innerlichkeit und Modellfall fluktuierender Strukturen sein können. Der Bildträger wird in seinen Fotografien zur Arena eines Ausdrucksgeschehens, das nicht mehr illustrierend darstellt, sondern als Ablauf und Energie wahrgenommen wird.
 ” (Susanne Kiessling)

 

 

 

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