Kategorie: Archiv

NGLA bei augsburg contemporary – Angelika Hoegerl trifft Claudia Desgranges

Claudia Desgranges · Angelika Hoegerl

Schnittstellen

Art X Augsburg zeigt vom 16. Juni bis 20. Juli 2024 im Projektraum augsburg contemporary Arbeiten von Claudia Desgranges und Angelika Hoegerl
Mit „Schnittstellen“ geht das Netzwerkprojekt „Art X Augsburg“ in die nächste Runde.
Vom 16. Juni bis 20. Juli 2024 ist die Ausstellung im Projektraum augsburg contemporary in der Bergstraße 11 in Augsburg-Göggingen zu sehen.
Kooperationspartner ist dieses Mal die Neue Galerie Landshut, die Arbeiten von Angelika Hoegerl zeigt. Die gastgebende Galerie Zweigstelle Berlin präsentiert Werke von Claudia Desgranges.
Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 16. Juni um 11.00 Uhr sind Angelika Hoegerl und die beiden Kuratoren Franz Schneider (NGLA) und Andreas Stucken (ZB) anwesend. Es besteht die Gelegenheit zu einem Künstlerin- / Kuratorengespräch.



Claudia Desgranges
Claudia Desgranges (*1953, lebt und arbeitet in Köln) ist in Ihrer Malerei beeinflusst vom abstrakten Expressionismus, der Farbfeldmalerei und dem amerikanischen Minimalismus. Der Bildträger der Arbeiten ist Aluminium, das unsichtbar mit Abstand gehalten auf den Ausstellungswänden flach zu schweben scheint. Der Untergrund schimmert mit metallenen Reflexen durch zarte Farbschichten und entfaltet ein eigenes Vexierspiel des Lichtes und der Farben.

Zeitstreifen und Composite Paintings gehören zu den markantesten Werkgruppen von Claudia Desgranges. In ihren Zeitsreifen komponiert die Künstlerin oszillierende Farbsequenzen und Leerräume, die je nach tagesform eher flächig oder im Stakkati erscheinen. In den Composite Paintings bringt die Künstlerinzwei oder mehr bemalte Aluminiumplatten zu einer Bildkomposition zusammen. Der meist unterschiedliche Abstand der Platten zur Wand unterstreicht die Tiefenwirkungder Arbeiten und ihre Objekthaftigkeit. Die Serie der Rough Cuts, die bei augsburg contemporary gezeigt wird, besteht aus einzelnen „Farbschnitten“, die zu einer Komposition zusammengefügt werden. Allein durch die lasierende Überlagerung einiger sehr breiter, durchgezogener Pinselstriche generiert das Material Farbe von selbst einen Reichtum feinster Farbmodulationen und Kontraste wie hell – dunkel, leuchtend – stumpf, warm – kalt. Die fast monochromen Flächen erscheinen schwebend, unendlich, und immateriell. Sie wirken als farbige Gesamtkomposition, aber auch als Einzelbilder und erzeugen gegensätzliche Assoziationen wie Nähe und Weite, Flüchtigkeit und Bewegung, Gegenwart und Unendlichkeit.


Angelika Hoegerl
Die Arbeiten von Angelika Hoegerl (*1962, lebt und arbeitet in Utting am Ammersee) zeichnen sich durch eine geometrische Formensprache aus, die auf der intensiven Auseinandersetzung mit historischen Architekturplänen, insbesondere Grundrissen gotischer Kathedralen, beruht. Sie erforscht die grundlegenden Prinzipien der Gewölbebaukunst, indem sie die Systeme der Kreuzrippengewölbe analysiert und so die architektonischen „Essenzen“ unserer Baugeschichte freilegt.
Verschiedene Kreuzrippenstrukturen und Gewölbekreuzungen, die aus Grundrissen extrahiert werden, modifiziert und kombiniert sie zu Wandreliefs. In ihren neueren Arbeiten verbindet sie die wesentlichen Elemente der mittelalterlichen Gewölbearchitektur mit den modernen Tragwerkskonstruktionen des italienischen Baumeisters Pier Luigi Nervi. Die Leichtigkeit dieser raumgestaltenden Elemente setzt sie vorwiegend mit textilen Materialien um, die sie zur Verkleidung und Ummantelung ihrer architektonischen Strukturen verwendet. Dabei treffen Materialien wie z.B. Kunstleder-Autohimmelstoff auf hellblauen Samt oder auch Dachpappe wird mit glänzenden Futterstoffen kombiniert.
Ein weiteres textiles Material ist transparente Organza-Seide in zarten Farbtönen, die sie wie das Transparentpapier der Architekten nutzt und darauf in mehreren Schichten übereinander liegende Grundrisszeichnungen anfertigt, die ein zusätzliches Genre in ihrem Werk darstellen. Die sichtbaren Überlagerungen der Zeichnung und der Stofffasern ergeben einen Moiré-Effekt, der zudem aus bestimmten Perspektiven eine plastische Wirkung erzeugt.

Geöffnet ist die Ausstellung im Projektraum augsburg contemporary, Bergstraße 11, 86199 Augsburg, während der Eröffnung am Sonntag den 16. Juni von 11 bis 16 Uhr und anschließend bis 20. Juli jeweils freitags und samstags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Kontakt: Zweigstelle Berlin | Fon: +49(0)8251/871630 | Mail: info@zweigstelle-berlin.de
Infos zum Projekt und Terminvereinbarung: www.augsburg-contemporary.de
„Art X Augsburg“ ist ein loses Netzwerkprojekt für Bildende Kunst im Projektraum augsburg contemporary in Augsburg-Göggingen. Die gastgebende Galerie Zweigstelle Berlin sowie kulturelle Institutionen und Galerien aus Augsburg und Umgebung zeigen jeweils paarweise neue Positionen.

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Isabelle Dyckerhoff · Florian Ecker

7. Juni (Eröffnung) bis 30. Juni 2024

 


ISABELLE DYCKERHOFF

Isabelle Dyckerhoff, O. T.,  2023, 80 x 70 cm (unframed)
Isabelle Dyckerhoff, O. T., 2022, Oil on Cotton, 130 X 120 (unframed). Fotos: Florian Huth; VG Bildkunst 2024

Isabelle Dyckerhoff

Wie kann man Farbe malen? Um diese zentrale Frage kreisen die Werke der Malerin Isabelle Dyckerhoff. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten steht dabei die materielle Präsenz von Farbe, ihre Ausdruckskraft und räumliche Wirkung. Durch experimentelle Vorgänge des Aneinandersetzens, Überlagerns und Wegnehmens von Farbe bzw. Farbflächen gelangt Dyckerhoff zu einer Positionierung, und somit zu der von ihr gewünschten Bildaussage. Jede Farbe steht dabei mit der daneben, der dahinter und der darüber liegenden in Zusammenhang, und natürlich in Zusammenhang mit dem Ganzen. Dyckerhoffs Farben können die Leinwand in relativ regelmäßigen rechteckigen Formen, einem Raster oder Muster ähnlich, bespielen, oder ganz sparsam gesetzt die Frage stellen: Wie viel wenig ist genug, damit ein Bild als Bild funktioniert?

Weiter zeigt die Künstlerin ein Konvolut an Arbeiten auf Papier, die sich mit dem Seriellen, Repetitiven beschäftigen, sowie Übermalungen auf Zeitschriften-Ausrissen, die zum größten Teil eigens für die Ausstellung in Landshut erarbeitet worden sind.


FLORIAN ECKER

Florian Ecker, „Portionierung“ Schwarzer Granit auf Eisenstab, gebraucht, angeschnitten über 2 Achsen, Schnittwinkel 70° zum Original, 80 x 80 x 12 cm, ungebrochen in allen Ebenen.
Florian Ecker, „unbetitelter Barren 6“ 2023, Skulptur aus der Serie Portionierungen, Carrara Marmor gebraucht, angeschnitten über 3 Achsen, Schnittwinkel 70° zum Original 14 x 79 x 38 cm

Florian Ecker

„Was ist Skulptur? Wie entsteht ihre Präsenz, was ist ihr Inneres, wo ihr Ursprung und ihre Aura? In der Betrachtung der Skulptur von innen heraus erfasst man ihre Materialität, empfindet ihr Volumen und sieht ihre Ausstrahlung in den Raum.“ So formuliert Florian Ecker die Grundüberlegungen zu seiner Arbeit.

In einem experimentellen Werkprozeß entstehen auf diese Weise Spuren, die sich aus einem komplexen Geflecht aus persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen einerseits und materialtechnischen und wahrnehmungspsychologischen Erkenntnissen andererseits zusammensetzen. Oft entziehen sie sich der visuellen Eindeutigkeit. Dabei spielen Eckers Arbeiten auf sensible Weise mit Erwartungen, Sinnfälligkeiten und subjektiven Bildwelten des Betrachters. Stets positionieren sich seine Skulpturen im Raum, indem sie unterschiedlichste feinsinnige, soziale, politische und architektonische Bezüge eröffnen. Im Spannungsfeld zwischen Masse und sublimem Empfinden erfasst der Betrachter so auf intuitive Weise die Relation zwischen Skulptur und der sie umgebenden Raum.

Skulpturales Bild 2023, Skulpturen, Unikate aus der Werkreihe ‚Skulptural‘, Carrara Marmor, angefärbt zum weiter Färben, Dimension ca. 36 +/- cm, variabel, rückseitig signiert. Fotos: Künstler. VG Bildkunst
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IDFX in LA: Mike Anna & Benjamin Schoones

3. Mai (Eröffnung) – 26. Mai 2024
Do 18 – 20, Fr – So 15 – 18 Uhr

Finissage mit Sekt und Selters inkl. Künstlergespräch am Sonntag, 26. Mai ab 16:00 Uhr.

Mike Anna (Breda, NL) wird anwwesend sein.


Stichting IDFX präsentiert zwei junge Künstler aus Breda, die sich zwischen Objektkunst, Video und Installation bewegen. „Elastic Saliva“ (etwa mit „elastischer Speichel“ zu übersetzen,) bildet das fluide Medium zwischen analogen, digitalen und virtuellen Welten, wo sich Traditionelles mit Aktuellem ebenso vermischt wie Fakten und Fiktion.


MIKE ANNA

Mike Anna nimmt Elemente aus allen möglichen Wissenstraditionen auf: Kunst, artificial intelligence, volkstümliche Weisheit, Videospiele und Formen von Spiritualität. Indem er diese unterschiedlichen Arten des „Wissens“ zusammenführt, entfalten sich ihre Grenzen und Überschneidungen in poetischen Gesten. 

In „MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game)“, der Installation, die Mike Anna für die Neue Galerie Landshut geschaffen hat, erkundet er den utopischen Traum vom Leben in einer abgelegenen, sich selbst versorgenden Hütte im Wald. MMORPG“ befasst sich mit den Vorzügen und Grenzen von analogen und digitalen Oasen und damit, wie sie einen sicheren Hafen für das private Ausleben unserer Träume, Ängste und Sehnsüchte bieten. Dabei verweist er immer wieder auf die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Welt- und Seinszuständen und auf deren Schnittstellen: Auge, Hand und Mund. Metaphorisches Medium hierfür ist der „elastische Speichel“, der Körper und Maschine, Analoges und Digitales, Organisches und Anorganisches miteinander verbindet. 


BENJAMIN SCHOONES

Dies ist auch bei Benjamin Schoones zu beobachten. In seinen Objekten und installativen Arbeiten werden alltägliche, industrielle Massenartikel durch thermische und mechanische Einwirkungen verformt, verflüssigt und in neue Bedeutungsweisen transformiert. In einem ständigen Spiel von Neuanordnung, Überarbeitung und Wiederholung von Materialien und Aktionen wirft er Fragen von Entfremdung, Produktion und Verteilung auf. Im Gotischen Stadel verbinden sich die einzelnen Elemente an manchen Stellen so sehr mit dem Raum, dass dort der Eindruck von zustandsüberschreitenden Synapsen entsteht. 

Die farbkräftigen Elemente wiederum, bei denen Vorgefundenes durch Erwärmung und Verformung zu skulpturalen Objekten weiterentwickelt wurde, werden in unterschiedlichen und wechselnden Formationen zusammengebracht und in Konstruktionen platziert, die im Zusammenhang mit dem Raum ganz unterschiedliche Assoziationen zulassen und sich deshalb nur zu temporären Strukturen und Installationen verfestigen. 

Dies gilt für die gesamte Ausstellung: Alle Elemente fügen sich zu einer vielstimmigen Erzählung, die sich immer wieder neu konkretisiert und doch stets in Frage gestellt werden kann.

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NGLA in Breda: MALSO13 – APPROXIMATELY A3

im Rahmen von NGLA – IDFX exchange

Malso 13 Zeigt APPROXIMATELY A3

VR 12 APR ’24 TOT ZO 05 MEI ’24

Veilingkade 8, BREDA, NL

MALSO 13 shows approximately A3

Vanaf vrijdag 12 april tot en met zondag 5 mei vindt er weer een uitwisseling plaats van IDFX met Die Neue Galerie Landshut uit Landshut, Duitsland. Curator Franz Schneider. 

Opening op vrijdag 12 april bij Bazar bizAR. om 20.00 u. 

Collectief MALSO13, opgericht in 2020. In München. De kunstenaars werken samen om projecten en realiseren ze in verschillende composities in de groep. MalSO13 toont onder andere landschappen, stillevens, abstracte, figuratieve en religieuze schilderijen, maar ook genre-, geschiedenis- en marineschilderijen, historische en maritieme schilderijen, waarvan de werken een visuele structuur van spanning creëren en van nieuwe manieren om kunst te begrijpen. Traditionele kijkgewoonten worden op de proef gesteld en nieuwe nieuwe impulsen wachten op de bezoekers. Het gaat vooral om de uitwisseling tussen verschillende posities. De ontwikkeling en realisatie van projecten in de groep is een belangrijk middel om iets nieuws en onverwachts te creëren. 

MALSO 13 zeigt ca. A3

Von Freitag, 12. April, bis Sonntag, 5. Mai, findet ein weiterer Austausch der IDFX mit Die Neue Galerie Landshut aus Landshut statt. Kurator Franz Schneider.

Eröffnung am Freitag, 12. April, um 20 Uhr im Bazar bizAR.

Kollektiv MALSO13, gegründet im Jahr 2020. Sitz in München. Die Künstlerinnen und Künstler arbeiten gemeinsam an Projekten und realisieren diese in unterschiedlichen Zusammensetzungen in der Gruppe. MalSO13 zeigt Landschaften, Stillleben, abstrakte, figurative und religiöse Malerei sowie Genre-, Historien-, Geschichts- und maritime Malerei, deren Werke ein visuelles Spannungsgefüge und neue Wege des Kunstverständnisses schaffen. Traditionelle Sehgewohnheiten werden in Frage gestellt und neue Impulse erwarten den Besucher. Es geht vor allem um den Austausch zwischen verschiedenen Positionen. Die Entwicklung und Realisierung von Projekten in der Gruppe ist ein wichtiges Mittel, um etwas Neues und Unerwartetes zu schaffen.

En/D

Collective MALSO13, founded in 2020. In Munich. The artists work together to develop projects and realize them in different compositions in the group. MalSO13 shows, among other things, landscapes, still lifes, abstract, figurative and religious paintings as well as genre, history and marine paintings, historical and marine paintings, whose works create a visual structure of tension and open up new ways of understanding art. Traditional viewing habits are put to the test and new new impulses await the visitors. It is primarily about the exchange between different positions. The development and realization of projects in the group is an an important means of creating something new and unexpected.

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Das Ungefähre im Genauen bestimmt keine Regel im Konformen. Falls das Genaue also ungefähr bleibt, was der Regel entspricht, kommt es ungefähr dem Genauen so nah, dass das so ungefähr genau ist das es der Regel entsprechen mag welche genau ungefähr genau zu sein vermag. Exakt. Somit ist das Entsprochene der Ungenauigkeit genauso wie das Ungefähre genau. Was wiederum dem genauem Ungefähren so nah kommt das es nun fast nahezu Regelkonform zur Wirkung kommt. Im Sinne des genauen Ungefähren. Gemalt, gestaltet, entspricht dies wiederum genau dem was ungefähr gemeint gewesen ist. Um dem aber nicht genau, geschweige denn ungefähr nah kommen zu wollen kann es, der Regel entsprechend, genauso gut umgekehrt werden. Somit ist die Umkehrschlussfolgerung der schlussfolgernden Umkehr, genau genommen ungefähr. Was der Regel enstprechend ganz genau ungefähr sein mag. Dies wiederum entspricht ganz genau der ungefähren Genauigkeit welche, der Regel entsprechend, unveränderbar ungefähr genau sein muss, fast. Genaugenommen ist das so ungefähr, das es genau genau wird und bleibt. Also gleich. Das führt dann dazu das wir alle im gleichen Boot zu sitzen vermögen, welches ungefähr genau das Gleiche meint wie vorhin schon beschrieben. Ja. Im Enddefekt ist das kein Defekt des nicht verstanden werden Sollens, sondern ein Ergebnis welches sich im Ausdruck der Arbeiten als ungefähr genau sich stetig erkennen lassen wollen kann. Genau. Ungefähr. A3.

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Jörg Bachhofer · Joseph Stephan Wurmer

Vom Lasten und vom Schweben

5. April – 28. April 2024
Fr – So 15 – 18 Uhr, Do 18 – 20 Uhr

Eröffnung am Freitag, 5. April, 19:30 Uhr


Jörg Bachhofer

Aufgezeichnet mittels Kohle und Graphit schweben Linien, Striche, Strukturen und Zeichen in Bildräumen, oszillieren teils fragile, teils kräftige Gebilde zwischen zweiter und dritter Dimension, zwischen Fläche und Raum. Ein Vorrat von einfachen, ja minimalistischen Zeichen, eingepasst in oft leere Bildräume bildet das Grundgerüst eines steten Wechsels von Festigkeit und Auflösung, Stillstand und Bewegung… So entstehen lediglich Anmutungen von Landschaftsräumen, von Meer, von instabilen Flugkörpern oder Booten. Dabei steht das Spiel mit den Möglichkeiten der Zeichnung, der Linie und der Fläche im Zentrum von Bachhofers künstlerischer Arbeit, die sich zwischen äußerster Reduktion und dicht gewebten, komplexen Kompositionen bewegt.
(H. Göller)


Joseph Stephan Wurmer

Im weiten Spannungsfeld zwischen Transparenz und Geschlossenheit, Außen und Innen, offenbaren die Holzskulpturen von Joseph Stephan Wurmer eine stille kontemplative Kraft gepaart mit differenziert gesetzten Bewegungsimpulsen. Idee und Werkstoff als so wesenhafte wie genau kalkulierte Einheit bilden die Basis für Raumachsen, Strukturen und damit verbundene Perspektiven, die den Arbeiten innewohnen.
Im Dialog mit geometrisch archaischen Ordnungsprinzipien öffnet das Werk Blickachsen und Denkräume, die sich auf universelle Weise mit dem Kreislauf der Natur verbinden. Konstruktives und organisches Wachstum, Bewegung und Licht fügen sich zur umfassenden Einheit.
(Birgit Möckel)

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Inge Gutbrod – take a bath in my light-soaked bodies Vol. 2

  1. März (Eröffnung um 19:30 Uhr) bis 24. März 2024

Alle Fotos: (c) Annette Kradisch, Nürnberg


Für ihre künstlerische Arbeit hat Inge Gutbrod mit dem Werkstoff Wachs ein in der bildenden Kunst selten bearbeitetes Material gewählt. Im Umgang mit diesem Werkstoff hat es die Künstlerin zu einer einzigartigen Meisterschaft gebracht; sie kennt die verschiedenen Nuancen seines Grundstoffes Paraffin und dessen Eigenschaften ganz genau und weiß, diese für ihre jeweiligen Anliegen einzusetzen. In immer neuen Werkreihen experimentiert und spürt sie dem Werkstoff nach.
Ihre Ausstellung „take a bath in my light-soaked bodies Vol. 1″ war im Januar 2024 in der Kunsthalle Schweinfurt zu sehen. In Fortführung dazu bespielt sie nun den Gotischen Stadel auf der Mühleninsel mit matt leuchtenden Wachsobjekten, weich fließenden, sich schlängelnden, sanft wogenden Gebilden, die sich im Raum verteilen, auf Podesten, an Stellagen deponiert sind, von der Decke hängen, aus der Wand greifen. Daneben zeigt sie poetische Material-Assemblagen und mit fließendem Wachs bearbeitetes Papier, das schwebend den Raum einnimmt. Höhepunkt der Ausstellung „Take a bath in my light-soaked bodies, Vol. 2“ ist im Obergeschoß die gleichnamige raumgreifende Installation aus lichtdurchfluteten Wachskörpern, die eine derartige Energie in sich sammeln und verströmen, dass sie die Essenz des Schaffens von Inge Gutbrod beinahe körperlich vermitteln: Farbe  und Licht.
Inge Gutbrod (*1963 in Nürnberg) studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und war Meisterschülerin bei Prof. Werner Knaupp. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet sie in Fürth.

Die Kunst von Inge Gutbrod – ARD Mediathek / BR Frankenschau. (bis 07.05.24)
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Programmvorschau 2024

Judith Grassl, „nude with a mirror“, acrylic on canvas, 360cm x 220cm, 2022


19. Januar – 11. Februar
Verwandlung und Stille
Verena Freyschmidt · Tilmann Zahn

01. März – 24. März
take a bath in my light-soaked bodies pt. 2
Inge Gutbrod

05. April – 28. April
Vom Lasten und vom Schweben
Jörg Bachhofer · Stefan Wurmer

12. April – 5. Mai
NGLA in Breda (NL)
MALSO13 zeigt APPROXIMATELY A3 bei IDFX, Breda

03. Mai – 26. Mai
Aktuelle Kunst aus Breda (NL)
 Benjamin Schoones · Mike Anna 

07. Juni – 30. Juni
Die Farbe haben wir schon!
Isabelle Dyckerhoff · Florian Ecker

16. Juni – 20. Juli
ART X NGLA zu Gast bei augsburg contemporary
Angelika Hoegerl trifft Claudia Desgranges

12. Juli – 04. August
SEE ME
Martin Spitzweck · Wanying Xie

01. August, 19:00 Uhr
Modern String Quartet: „Bilder einer Ausstellung“

06. September (Kunstnacht) – 29. September
Judith Grassl · Viola Relle

18. Oktober – 11. November
Martin Wöhrl

29. November – 22. Dezember
Bescherungsauflagen

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Verena Freyschmidt · Tilmann Zahn – Verwandlung und Stille

20. Januar – 11. Februar 2024

Eröffnung: Freitag, 19. Januar, 19:30 Uhr

in Zusammenarbeit mit Galerie Nanna Preußners, Hamburg


VERENA FREYSCHMIDT

Die künstlerische Arbeit von Verena Freyschmidt (*1975) bewegt sich im Bereich von Zeichnung, Malerei und Wandinstallation. Sie verwendet vorwiegend Papier, Schere und Farbe. Ihre mit Tusche und Farbstiften gezeichneten Linien, Strukturen und Formationen sind Gesehenem und Erinnertem entnommen, das sie in neue Zusammenhänge setzt. Es entstehen teilweise großformatige Papierschnitte, die gleichermaßen freie künstlerische Schöpfungen sind wie Anmutungen an die Natur. Gleich organischen Prozessen erobern fraktale Zufallsstrukturen, die durch Schütten und Abdrücken von Farbe entstehen, wachsend den Raum, Schicht für Schicht werden die Strukturen bearbeitet und am Schluss beschnitten. Bei ihr entsteht Raum durch Schnitte und Überlagerungen des Papiers.
Nach dem Studium der Geschichte und Kunstpädagogik in Gießen hat sie Kunst studiert, erst in Mainz, im Anschluss an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Helmut Federle.

Polychrome Rhizome, 2019, Tusche und Farbsift auf beschnittenem Papier, montiert auf Papier, 50 x 40 cm
Red Rhizome VII, 2022, Tusche und Farbsift auf beschnittenem Papier, montiert auf Papier, 50 x 40 cm

Filmporträt Verena Freyschmidt


TILMANN ZAHN

„Für Tilmann Zahn ist die Farbe ein starker Bedeutungsträger und zentraler Aspekt der künstlerischen Komposition. Gleichzeitig ist die Farbigkeit seiner Arbeiten nicht das Ergebnis eines klassischen Malaktes, sondern das Resultat eines Vorgangs, der sich vom Künstler nicht in allen Einzelheiten steuern lässt: Büttenpapier wird in Ölfarbe getränkt, bis es vollständig von ihr durchdrungen ist. Die Eigendynamik dieses Prozesses hinterlässt eine Färbung, in der die Tiefe des Farbtons variiert und fleckige Spritzer zurückbleiben.
Tilmann Zahn zeichnet feine Linien auf das Papier, und es bildet sich ein Lineament aus Bleistift und Graphit als Spur eines Aktes, der als Geste des Einschreibens betrachtet werden kann. Zeichnung und Linie sind somit Ausdruck gedanklicher wie emotionaler Eingebungen und künstlerischer Visionen. Sie sind Äusserungen zwischen Andeutung und Konkretem. Manchmal sind Buchstaben und Textfragmente lesbar, oft jedoch nur rekonstruierbar – und meistens nicht einmal das … Er überlässt uns der Abfolge von gedanklichen Verknüpfungen, die sich aus hoffnungsvollen Utopien und glanzvollen Träumen ebenso speisen wie aus der verhängnisvollen Absurdität der Hybris – es bleiben Erkenntnis und Wehmut…“

Paula von Sydow, 2014

Trümmerstück 27, 2022, Bleistift, Graphit und Öl auf gerissenenem Papier, 60 x 50 cm
Trümmerstück 26, 2022, Bleistift, Graphit und Öl auf gerissenenem Papier, 60 x 50 cm
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Bescherungsauflagen 23

planparallel zeigt neue druckgrafische Projekte und Multiples ihrer Künstler*innen
Yvon NGASSAM, ststs, Annu Vertanen, Jerry Zeniuk, Bernd Zimmer.

sowie: Women at Work/Women at Thought“
Elisabeth Daxer, Olga Golos, Ingrid Ledent, Gesa Puell, Laia Marti Puig.

Eröffnung am Freitag, 24. November 2023, um 19:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 25. November – 17. Dezember 2023
Fr – So 14:00 – 17:00 Uhr, Do 18 – 20 Uhr

(Ein)führung in das Projekt „Women at Work/Women at Thought“
Gesa Puell mit Franz Schneider am Freitag, 15.12.2023 um 18 Uhr

Ingrid Ledent, Mindstream of Consciousness

Künstler*innen, die sich intensiv mit der künstlerischen Druckgrafik beschäftigen, haben schon immer die technischen Grenzen ausgelotet und neben den Vorzügen der Reproduktion die Druckgrafik mit ihrer eigenen künstlerischen Sprache weiter entwickelt. Seit in den letzten Jahrzehnten die Möglichkeiten der Vervielfältigung einfacher und kostengünstiger geworden sind, konzentrieren sich Künstler*innen zunehmend auf die Besonderheiten des Holzschnittes, der Radierung und der Lithografie. Unikate, installative Arbeiten, Collagetechniken, große Formate rücken ins Rampenlicht und behaupten ihren Platz neben Editionen, Künstlerbüchern und klassischen Mappenwerken.
Zum vierten Mal zu Gast in der Neuen Galerie Landshut, zeigen Joe Holzer und Gesa Puell vom Verlag planparallel neue druckgrafische Projekte und Multiples ihrer Künstler*innen Yvon NGASSAM, ststs, Annu Vertanen, Jerry Zeniuk und Bernd Zimmer. Darüber hinaus wird das Projekt „Women at Work/Women at Thought“ vorgestellt, in dem die Künstlerinnen IElisabeth Daxer, Olga Golos, Ingrid Ledent, Gesa Puell und Laia Marti Puig der Frage nachgehen, woher ihr spezieller Blick auf die druckgrafischen Techniken und die Entwicklung ihrer druckgrafischen Werke herrührt. Einige installative Arbeiten werden stellvertretend für das Projekt und die Positionen hier in Landshut gezeigt.


Annu Vertanen, Druckgrafik installativ 2
Olga Golos, Blüten, Lithographie
Laia Marti Puig, Slides
Jerry Zeniuk, Dots
ststs, o.T., Lithographie
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