GETÜME – Raphale Weilguni · Uli Zwerenz

24.10. – 15.11.2026
Eröffnung: Freitag, 23. Oktober 2026, 18:30 Uhr
Einführung durch Stephanie Gilles, M.A.


Uli Zwerenz

Malerei an sich ist nichts anderes als Farbe auf einer Fläche. Uli Zwerenz gehört zu den Künstlern, die sich diese Tatsache bei jedem neu entstehenden Bild wieder vor Augen führen. Bereits eine einzelne Farbe, beispielsweise Rot, hat unzählige Abstufungen von hell-leuchtend bis dunkel-matt. Noch komplexer wird es, wenn auf der Leinwand neben dem Rot eine andere Farbe, beispielsweise Grün erscheint. Die beiden Farben treten in eine Beziehung zueinander. Möglicherweise konkurrieren sie miteinander, oder sie ergänzen sich, steigern ihre Intensität. In dieses unerschöpfliche Reich führen die Bilder von Uli Zwerenz.

Bei jeder Leinwand beginnt das Spiel von Neuem. Deshalb wirken die Arbeiten auf den ersten Blick so unterschiedlich. Zwerenz sucht keinen wieder erkennbaren Stil in seiner Malerei, denn Stil bedeutet immer auch Starrheit, Einschränkung. Statt dessen führt ihn der Weg zu Bildern vo einem Stil, die ihre Kraft aus dem Ursprung der Malerei beziehen. Ursprung ist der Ort, wo kreative Kräfte freigesetzt werden. Die Malerei wird zum Schauplatz schöpferischen Tuns. Der Pinsel wird in Farbe getaucht und beschreibt ein Form. Jeder Malakt ist eine Setzung, eine willkürliche Entscheidung, die andere nach sich zieht. Die einzelnen Elemente werden zu Charakteren, die sich gemeinsam auf der Malfläche organisieren müssen und vom Künstler orchestriert werden. Jedes Bild hat seine Zufälle, schreibt seine eigenen Gesetze, nach denen es gestaltet wird. Uli Zwerenz gelingt es, diese Vielheiten zu einem Ganzen zusammenzufügen. Erst wenn dieser Punkt erreicht ist, ist das Bild vollendet. Eine unmittelbare Präsenz und Wirkung entsteht.
(C) Florian Sundheimer: „Uli Zwerenz – Am Ursprung der Malerei“)


Raphael Weilguni

Raphael Weilgunis Skulpturen charakterisieren sich durch ihre deutlich organische Qualität; trotz der Verwendung von Keramik wirken sie flexibel, als wären sie in ständiger Bewegung, als könnten wir sie immer noch modellieren. Seine abstrakten und wilden Skulpturen fordern den Betrachter mit ihrer fließenden Bewegung und markanten labyrinthischen Charakter dazu auf, ihre wechselnden Nuancen und Lichtkontraste zu beobachten, die Richtung ihrer Bewegungen zu erahnen, und ihre zahlreichen Blickwinkel zu entdecken. Mit ihren abstrahierten Formen ergeben sich endlose Assoziationsmöglichkeiten. Ritzungen, Fingerabdrücke und beliebige Pinselstriche betonen ihren dynamischen Charakter. Die Hand des Künstlers ist in jeder seiner Skulpturen spürbar.
(C) Galerie Rüdiger Schöttle)


RAPHAEL WEILGUNI

Raphael Weilguni (Cool guys walk away from explosions)
Raphael Welguni ©_Erwin_Rittenschober (Pinakothek der Moderne)
Raphael Weilguni: Sissy
Raphael Weilguni: Ankunft Köln

ULI ZWERENZ

Uli Zwerenz 2019, Color Codes, Galerie der Künstler, München
Uli Zwerenz 2021, Öl auf Baumwolle, 65 x 63 cm
Uli Zwerenz 2020, Öl auf Baumwolle, 50 x 60 cm
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