Sabine Berr, Helmut Geier und Heribert Heindl stellen ab Samstag, 25. Juli 2026 im Künstlerhaus Ganslberg aus
Mit der Ausstellung „nah bei“ eröffnet am Samstag, 25. Juli 2026, um 11 Uhr im Künstlerhaus Ganslberg (Ganslberg 24, 84032 Altdorf) ein neues Kapitel künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Erbe des berühmten Bildhauers Fritz Koenig. Drei etablierte MalerInnen aus München – Sabine Berr, Helmut Geier und Heribert Heindl – haben sich zusammengefunden, um in einem gemeinsamen Arbeits- und Ausstellungsprojekt eigene, eigenständige Positionen zu entwickeln, die sich der Spur Koenigs annähern, ohne sie zu kopieren.
Nah bei der Spur, nicht in den Fußstapfen
Keiner der drei Künstler kannte Fritz Koenig persönlich, auch inhaltliche Berührungspunkte mit dessen bildhauerischem Werk gab es zunächst nicht. Und doch begegnen sie sich in dessen Aura: in der klaren, auf das Wesentliche reduzierten Architektur der Wohn- und Arbeitsräume am Ganslberg, in der schnörkellosen Ästhetik von Bildern, Keramik, Möbeln und Gerätschaften, die dort noch heute spürbar ist. Die Künstlergruppe betont ausdrücklich, dass sie nicht „in den Fußstapfen“ Koenig’schen Schaffens wandeln, sondern „nah bei“ seiner Spur etwas Neues, Eigenständiges schaffen will.
Der Ausstellungstitel greift dabei eine Landshuter Legende auf: den Araberhengst „Nahbay“, einst als „schönstes Pferd der Welt“ gefeierter Weltmeister aus der Zucht Fritz Koenigs vom Ganslberg. Zwischen dem Pferdenamen und dem titelgebenden „nah bei“ entsteht ein doppelbödiges Wortspiel, das Nähe und eigenständige Distanz zugleich markiert.
Drei künstlerische Handschriften
Heribert Heindl setzt auf Geste und Direktheit der Malerei. Sein lapidarer Pinselstrich wird mit Bedeutung aufgeladen – oder erhält sie, ungewollt, durch die Interpretation der Betrachtenden. Einfachheit entsteht bei ihm nicht durch Strenge und Reduktion, sondern durch Freiheit, Transparenz und Lockerheit.
Helmut Geier untersucht Bild- als Weltzusammenhänge. Architektonische Gitterstrukturen schweben über Farbwolken und Pigmentausblühungen und schaffen einen malerischen Raum, den er zugleich ordnet und hinterfragt. Wechselnde Blickwinkel und kippende Perspektiven fordern das Auge der Betrachtenden heraus.
Sabine Berr transformiert Natur zu Geste und Pinselstrich. In Anlehnung an den Begriff „Biotop“ entstehen kleine „Chromotope“ – Orte der Farbe, die wie in ständigem Austausch mit Sonne und Wind wirken: luftige, offene Malereien im steten Wandel.
Rahmenprogramm zur Eröffnung
Die Vernissage am 25. Juli wird musikalisch begleitet: Die Jubilation Singers aus Landshut unter der Leitung von Dr. Joel Schmidt geben einen Gastauftritt, ab 16 Uhr sorgt Baba Chera & friends für Live-Musik.
Mit „nah bei” eröffnen drei etablierte Münchner Malerinnen und Maler – Sabine Berr, Helmut Geier und Heribert Heindl – ein neues Kapitel der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Erbe Fritz Koenigs. Ihre Arbeiten nähern sich seiner Spur an, ohne sie zu kopieren – ganz im Sinne des doppeldeutigen Ausstellungstitels, der auch an den berühmten Araberhengst „Nahbay” aus Koenigs Zucht erinnert.
Ausstellungsdauer: Sonntag, 26. Juli bis Sonntag, 13. September 2026
Öffnungszeiten: bis 16. August Sa./So. 11 bis 16 Uhr, danach nach Vereinbarung
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Neuen Galerie Landshut.
Die Künstlerinnen und Künstlern
Sabine Berr
1987–1994 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München, 1992–1994 Meisterschülerin, 1994 Diplom. 1995 Stipendium des Hochschulsonderprogramms II. Sabine Berr wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2013 mit dem Dr.-Ulrich-Lechner-Preis und 2014 mit dem Kulturpreis Starnberg. 2015 erhielt sie ein Stipendium des Tyrone Guthrie Centre in Irland, 2022 ein Stipendium im Rahmen von „Neustart Kultur“ des Kunstfonds. Sie nahm 2011 am Symposium Kunstdingertage in Pertolzhofen teil.
Helmut Geier
Geboren 1966 in Meran, Italien. 1985–1992 Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München, 1992 Diplom als Meisterschüler bei Prof. Reipka. Studienaufenthalte in Barcelona und Rom (1993/2000). Helmut Geier lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in München und unterrichtete von 2014 bis 2020 an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising. Seit 2014 ist er Dozent für Malerei und Zeichnung an der Akademie der Bildenden Künste an der Alten Spinnerei, Kolbermoor, seit 2017 zusätzlich an der Kunstakademie Kloster Neustift in Südtirol. Werke von ihm befinden sich in zahlreichen öffentlichen und institutionellen Sammlungen, darunter das Museum Morsbroich Leverkusen, die Städtische Galerie im Lenbachhaus München, die Artothek München, die Sammlung des Europäischen Patentamts sowie Unternehmenssammlungen wie Münchener Rück, Telekom und Osram. Zu seinen jüngeren Werkgruppen zählen die geometrisch-farbintensiven Bildserien zu Dodekaedern und verdrehten Doppelzylindern sowie feingliedrige Papierarbeiten mit netzartigen, biomorphen Strukturen.
Heribert Heindl
Heribert Heindl studierte von 1987 bis 1994 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Professor Helmut Sturm, von 1999 bis 2005 war er dort Assistent bei den Professoren Julião Sarmento und Günther Förg. Nach großformatigen, raumbezogenen Plakatübermalungen – gezeigt unter anderem im Kunstverein München, in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München und in den Ateliers d’Artistes in Marseille – sowie der Entwicklung architekturbezogener Farbkonzepte, etwa für den U-Bahnhof Messestadt West und das Berufsschulzentrum Riesstraße in München, widmet er sich seit 2001 verstärkt wieder der Malerei auf Leinwand. Seine Arbeiten verstehen sich als eigenständige Reflexion von Malerei selbst: Bilder, die frei von Abbildhaftigkeit ihre eigene Bildwerdung zugleich zeigen und befragen. Wie es der Kunstkritiker Peter T. Lenhart formulierte, verhandeln Heindls Arbeiten auf jedem einzelnen Bild aufs Neue, was ein Bild eigentlich ausmacht – zwischen rudimentärer Figuration, ikonischen Formen und lapidar gesetzten Farbflecken.
18. Juli (E) – 9. August 2026 Fr – So 14 – 17 Uhr · Do 18 Uhr
Eröffnungsmatinée am Samstag, 18. Juli, 11:00 Uhr Es spielen: Helmut Geier und Manoush Assefjah
Klang_Konstallation
„Was passiert eigentlich, wenn die Flüchtigkeit eines Tons auf die Unwiderruflichkeit einer Linie trifft? Wo berühren sich die unsichtbare Frequenz von Musik und die handfeste Geste auf einer Leinwand? Die Ausstellung Klang_Konstellation bringt die Arbeiten von Kyle Egret und Harriet Groß in einen direkten, fast schon intimen Dialog. Sie bricht die klassischen Grenzen zwischen dem, was wir hören, und dem, was wir sehen, einfach auf. Beide Positionen verbindet die Suche nach einer gemeinsamen Sprache: Sie machen Schwingung sichtbar und geben der Abstraktion einen Rhythmus.
Harriet Groß erkundet den Raum mit der puren Präzision der Linie. Ihre Arbeiten, die sich oft als fragile, raumgreifende Notationen in Form von feinen Zeichnungen oder ortsspezifischen Installationen zeigen, wirken wie visuelle Partituren. Sie fangen Momente von Stillstand und Bewegung ein,lauschen der Umgebung,den ihr eigenen Rhyhtmus ab. Dabei folgt sie der Dichotomie von Chaos und Ordnung, mal werfen zarte Schatten leise Akkorde an die Wand, dann wieder formen sich fast tösende Wellen, die beim Betrachter wie ein grafisches Echo nachwirken.
Kyle Egret dagegen übersetzt die Dynamik von Musik, Frequenzen und Harmonien analog ins Visuelle. Seine abstrakten und figürlichen Arbeiten entstehen aus einem sehr prozesshaften, fast rituellen Akt, bei dem die Linie selbst zum Resonanzkörper wird. Inspiriert von Musiktheorie, komplexen Akkordstrukturen und der rohen Energie der Improvisation baut er visuelle Schichtungen auf. Wo sich die Abstraktion verdichtet, schimmern immer wieder figürliche Elemente durch, die dem Fluss der Linien einen menschlichen, greifbaren Anker geben. Es ist ein lebendiges Zusammenspiel, das die Leinwand in eine fühlbare Tonspur verwandelt.
Der Titel Klang_Konstellation ist dabei Konzept und Anordnung zugleich. Wie Noten in einem Akkord reagieren die Arbeiten von Egret und Groß aufeinander. Der Klang liefert das unsichtbare Raster, den emotionalen und theoretischen Impuls, während die Konstellation das Ganze im Raum verankert, als präzises Zusammenspiel von Formen, Linien und den leeren Zwischenräumen. Die Ausstellung lädt dazu ein, Kunst nicht als starre Objekte zu konsumieren, sondern sich auf ein dynamisches System aus Resonanz und Nachhall einzulassen.“
Kyle Egret (links): Silent Witnesses, 2025, Acryl auf Leinwand, 120 x 90 cm. Foto: Kyle Egret. Harriet Groß (rechts): Notationen 006/CDMX, 2026, Tusche /Cutter Zeichnung auf Papier, 33 x 48 cm. Foto: Hans-Georg Gaul.
Eröffnungsmatinée am Samstag, 13. Juni 2026, 11:00 Uhr Es spricht: Franz Schneider Es spielt: Heinz Grobmeier, Multiinstrumentalist
14. Juni – 5. Juli 2026, fr – so 14 – 17 Uhr, do 18:00 Uhr Feierabendöffnung mit Führung und Prosecco
In Kooperation mit Galerie Fenna Wehlau, München
Ulrike Seyboth
Ulrike Seyboth im Atelier
INLIGHTMENTS ⁄ Lumiéres de Sète I, 2022-23. Öl auf Leinwand. 145,5 x 200 cm
Die Malerin Ulrike Seyboth und der Zeichner und Bildhauer Ingo Fröhlich erzählen über ihre Werke von der Kunst zwischen Berlin und Südfrankreich zu leben. Während sich in den Bildern von Ulrike Seyboth die Suche nach Licht und Farben widerspiegelt, ist es bei Ingo Fröhlich die Beobachtung von Formen und Linien, die sein weitverzweigtes Werk umzeichnet. Die Ausstellung ist eine Gegenüberstellung zweier künstlerischer Gegenpole, die seit vielen Jahren als „Atelier vagabond“ in fremden, ungewohnten Arbeitskontexten in ganz Europa auf den Spuren des unerschöpflichen Inspirationsfundus der Natur sind. Der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich bezeichnete das Unterwegssein der beiden „als Methode zur sukzessiven Steigerung künstlerischer Qualität “, weil die Künstler ihren Austausch von Ort zu Ort von neuem auf die Probe stellen und unter wechselnden Verhältnissen ihre Werke immer neu ausloten. „Die häufigen Ortswechsel sind daher als einzige, große Konzentrationsübung, als ein Prozess fortwährender Läuterung zu verstehen.“ (c) Galerie Fenna Wehlau
Ingo Fröhlich
Ingo Fröhlich: Palmengarten I & II (Diptychon), 2016. Bleistift auf Papier. 125 x 100 cm
Heinz Grobmeier
“Heinz Grobmeier erfährt viele Auszeichnungen und Würdigungen für sein Können und künstlerisches Schaffen. Seinen „Instrumenten“ sind keine Grenzen gesetzt: Glas, Metall, Holz, Plastik – Grobmeier entlockt ihnen das, was viele Menschen inzwischen in zahlreichen Konzerten und Aufführungen erfreut.” (Mittelbayerische Zeitung, 15.03.2026)
Heinz Grobmeier ist Multiinstrumentalist, Komponist und Theatermusiker. Bei seinen vielen Engagements, u.a. „Theater Regensburg“, „Residenztheater München“, „Burgtheater Wien“ kultivierte er die Fähigkeit Szenen atmosphärisch zu verstärken. Seine Konzertreisen führten ihn von Schottland bis Burkina Faso und von Chile bis China. Sein Spektrum reicht von der Gregorianik bis zur Moderne. 2004 erhielt er den „E.ON Kulturpreis Ostbayern“ und 2016 den Kulturpreis des Landkreises Regensburg.
Eröffnung am Freitag, 8. Mai 2026, 18:30 Uhr Einführung: Dorien Eggink, Stichting IDFX, Breda (NL) 9. Mai – 31. Mai 2026, Fr – So 14 – 17 Uhr · DO 18 Uhr „Hör mir auf mit Kunst“ – Kunst und Prosecco nach Feierabend.
Eine Ausstellung im Rahmen des langjährigen Künstler-Austauschprojektes mit Stichting IDFX, Breda(NL)
FEET IN THE SKY, HEAD ON THE GROUND
HILDE MAASSEN · CHANT VAN LIESHOUT
Diesmal präsentiert die Stichting IDFX zwei Künstlerinnen: Hilde Maasen und Chant van Lieshout. Ihre Werke unterscheiden sich stark voneinander, passen aber dennoch überraschend gut zusammen. Vor Ort haben die Künstlerinnen beschlossen, sie in einer Mischung zu präsentieren, verteilt auf beide Etagen.
Hilde Maasen ist eine in Rotterdam lebende und arbeitende Fotografin. Hilde ist von Wolken fasziniert – sie versucht, die schwer fassbare, sich ständig verändernde Natur der Wolken einzufangen und ihnen gewissermaßen Gewicht zu verleihen. Dazu verwandelt sie sie mithilfe digitaler Verfahren in 3D-gedruckte Vasen, bearbeitete Fotografien und sogar Musik. Sie versucht, die Wolken zu erfassen und ihrem Wesen auf den Grund zu gehen, doch sie bleiben für immer unerreichbar.
Während Hilde zu den Wolken und zum Himmel aufblickt, scheint Chant nach unten zu schauen – auf den Boden, auf die krabbelnden und zappelnden Lebewesen zu deinen Füßen.
Chant van Lieshout lebt und arbeitet in Arnheim. In all ihren Werken findet man eine Liebe und Faszination für die Natur. Mit großer Geduld und Präzision und mit einer Lupe in der Hand erwacht die Natur in kleinen Keramikstücken zum Leben – aber auch in den großen Sonnenblumen des aufblasbaren Bogens, den man oben sehen kann, und in der Mega-Mücke hier auf dem Boden. Die Werke sind vertraut und doch fremd, manchmal beunruhigend und immer ein wenig komisch. Wenn man die Treppe hinaufsteigt, scheint das Werk dieser Ausstellung einem zuzuzwinkern.
Was beide Künstler uns zeigen, sind Dinge, an denen wir normalerweise einfach vorbeigehen. Der eine blickt zum Himmel, der andere studiert den Boden – und irgendwo dazwischen befinden wir uns jetzt, bei dieser Ausstellung. Ich lade Sie ein, genau hinzuschauen. Viel Spaß!
This time Stichting IDFX is presenting 2 artists: Hilde Maasen and Chant van Lieshout. Their works are very different from each other, yet they go together surprisingly well. Here on the spot, the artists decided to present them in a mix, spread across both floors.
Hilde Maasen is a photographer living and working in Rotterdam. Hilde is obsessed with clouds — she tries to capture the elusive, ever-changing nature of clouds and, in a way, give them weight. She does this by transforming them through digital processes into 3D-printed vases, manipulated photographs, and even music. She tries to grasp the clouds and get to their essence, but they remain forever out of reach.
While Hilde looks upward at the clouds and the sky, Chant seems to look downward — to the ground, to the crawling and wriggling creatures at your feet.
Chant van Lieshout lives and works in Arnhem. In all their works you can find a love and fascination for nature. With great patience and precision, and with a magnifying glass in hand, nature comes to life in small ceramic pieces — but also in the large sunflowers of the inflatable arch you can see above, and the mega mosquito here on the floor. The works are familiar and yet strange, sometimes unsettling and always a little funny. As you come up the stairs, the work of this exhibition seems to wink at you.
What both artists show us are things we normally walk right past. One looks to the sky, the other studies the ground — and somewhere in between is where we find ourselves now, at this exhibition. I invite you to look carefully. Enjoy!
Dorien Eggink, Stichting IDFX, Breda (NL)
CHANT VAN LIESHOUT
Al sla je me dood 2023
Malaria Mugh 2023
CHANT VAN LIESHOUT Sunflower, mosquito, knot, coot, cloud
The small, everyday, misunderstood or incomprehensible things inspire Chant van Lieshout (they/them – 1994, Geldrop, NL) the most. Insects, as most common but least appreciated animals, therefore play a central role in the work of this artist. Zooming in on their small reality also offers an opportunity to escape from everyday life. Through personal and site-specific stories, interwoven with poetic humor, the artist builds worlds in which sculptures – often made of ceramics, textile, epoxy resin and collected (audiovisual) materials – invite wonder. The bright colors of the often figurative work transport the viewer to another, almost magical reality, in which childlike naivety, fun and absurdity blends. Playing with discomfort, the work exposes vulnerabilities and gives a voice to unheard or unwanted beings. The outcast is placed on a pedestal in a fantasy world where diversity is celebrated.
Sonnenblume, Mücke, Knoten, Blässhuhn, Wolke Die kleinen, alltäglichen, missverstandenen oder unverständlichen Dinge inspirieren Chant van Lieshout (1994, Geldrop, NL) am meisten. Insekten, als die häufigsten, aber am wenigsten geschätzten Tiere, spielen daher eine zentrale Rolle im Werk dieser Künstlerin. Der Blick auf ihre kleine Welt bietet zudem die Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. Durch persönliche und ortsspezifische Geschichten, verwoben mit poetischem Humor, erschafft die Künstlerin Welten, in denen Skulpturen – oft aus Keramik, Textil, Epoxidharz und gesammelten (audiovisuellen) Materialien – zum Staunen einladen. Die leuchtenden Farben der oft figurativen Arbeiten entführen den Betrachter in eine andere, fast magische Realität, in der sich kindliche Naivität, Spaß und Absurdität vermischen. Indem sie mit Unbehagen spielt, legt die Arbeit Verletzbarkeiten offen und gibt ungehörten oder unerwünschten Wesen eine Stimme. Der Ausgestoßene wird in einer Fantasiewelt, in der Vielfalt gefeiert wird, auf ein Podest gestellt.
Hilde Maassen (She/her – 1968 – Eindhoven, NL) looks to have interactive and playful dialogues with the photographic medium, allowing happy accidents and technical imperfections. She questions what photography is and what may be hidden within the image during its creation. Is unseen information captured and if so, how can it have been revealed? In the project “clouds revealed, in dialogue with the photographic medium”, she uses self-made cloud photos, 2-dimensional that she tries to reanimate. She is constantly experimenting with ideas and materials. Based on the pixels in the photo, she creates 3-dimensional objects in an attempt to reconstruct the clouds. These objects can be created in the computer, using an oven or 3D printed with clay. She also extracts sound; what does a photo of clouds sounds like? A new, often surrealistic world, is created from the non-existing reality, which is a photo. The project now consists of over 40 different experiments. Hilde explores tactility, texture, contrast, transitions, the concept of time, and the in-between. Clouds are fascinating. They have a romantic, dreamy appearance but can also be terrifying and threatening. Clouds are indeterminate, have no specific location, and are in constant motion. Hilde Maassen wants to encourage people to look at clouds differently and more consciously as part of climate change, because we often take them for granted in everyday life.
Hilde Maassen (Eindhoven, NL) strebt nach interaktiven und spielerischen Dialogen mit dem Medium Fotografie, wobei sie glückliche Zufälle und technische Unvollkommenheiten zulässt. Sie hinterfragt, was Fotografie ist und was sich während der Entstehung eines Bildes darin verbergen könnte. Werden unsichtbare Informationen festgehalten, und wenn ja, wie lassen sie sich offenbaren? In dem Projekt „clouds revealed, in dialogue with the photographic medium“ verwendet sie selbstgemachte, zweidimensionale Wolkenfotos, die sie wieder zum Leben zu erwecken versucht. Sie experimentiert ständig mit Ideen und Materialien. Ausgehend von den Pixeln im Foto schafft sie dreidimensionale Objekte, um die Wolken zu rekonstruieren. Diese Objekte können am Computer, mithilfe eines Ofens oder als 3D-Druck aus Ton entstehen. Sie extrahiert auch Klang; wie klingt ein Foto von Wolken? Aus der nicht existierenden Realität, die ein Foto darstellt, entsteht eine neue, oft surrealistische Welt. Das Projekt umfasst mittlerweile über 40 verschiedene Experimente. Hilde Maassen erforscht Taktilität, Textur, Kontrast, Übergänge, das Konzept der Zeit und das Dazwischen. Sie möchte die Menschen dazu anregen, Wolken im Zusammenhang mit dem Klimawandel mit anderen Augen und bewusster zu betrachten, da wir sie im Alltag oft als selbstverständlich ansehen.
Die Werkserie „schräg geschaut“ des konzeptionell/konkreten Künstlers Patrick Alexander Deventer basiert auf der Konstruktion von Farb-Licht-Räumen, die ausschließlich aus und mit dem natürlichen Licht entstehen. Auf differenziert komponierten Plexiglasplatten werden unterschiedliche Farbverläufe angeordnet, die sich durch den Lichteinfall als farbige Licht-Schatten auf die Alu-Dibond-Platte legen, diese in eine multiple Farbigkeit tauchen, die über den Bildrand hinaus diffundiert und sich mit dem wechselnden Tageslicht verändert.
Patrick Alexander Deventer – Mitglied der „Gruppe Konkret“ (Bonn) und seit 2019 Mitglied des „Salon des Réalités Nouvelles“ (Paris) – in eigenen Worten: „In meinen Werken und Rauminstallationen werden die haptisch fassbaren Grenzen der Objekte – im Gegensatz zur herkömmlichen Malerei, in der Farbe noch an ihrem Ort verharrt – überwunden und das Werk von seinen Grenzen befreit.“ (r8m, Robère Schulz, Köln)
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Hannah A. Hovermann
Licht ist ungreifbar, flüchtig und unbegrenzt. Wie wird Licht sichtbar? Hannah A. Hovermann hat einen Weg gefunden, dieses Ephemere als Phänomen auf Papier zu bannen. Ihre Arbeiten beschreiben einen „Inneren Raum der Stille“ und erscheinen zugleich voller Energie. In bis zu 250 Schichten hoch verdünnter Aquarellfarbe fließen in ihren Werken Farbverläufe über das Papier und lassen Farbe wie Lichterscheinungen vibrieren. Das Spannungsfeld der Relativität all unserer Wahrnehmungen wird erlebbar. In dieser immateriellen Wirksamkeit und in ihrer Leichtigkeit schaffen es die diffusen Werke aus flüssigem Licht, uns in ein spirituelles Momentum zu entführen und unsere Sinne zu schärfen. (Aachener Eins Eins 4)
O.T. – 2017-11, Aquarell auf Papier 2017, 104×104 cm
O.T. – 2017-30, Aquarell auf Papier, 2017 105x105cm
O.T. – 2018-02, Aquarell auf Papier 2018, 104×104 cm
O.T. – 2019-50, Aquarell auf Papier, 2019 105×105 cm
Hannah A. Hovermann O.T. – 2017-11, Aquarell auf Papier 2017, 104×104 cm
Patrick Alexander Deventer schraeg_geschaut_nr_64_I_detail
Finissage Sonntag, 8.2.2026 15:30 Uhr: „Joy of weaving world wide weaving of women“ Informationen zu o.g. Initiative, die textile Künstlerinnen und Handwerkerinnen weltweit unterstützt und vernetzt.
Im gesamten Schaffen der multidisziplinäre Künstlerin geht es um Nachhaltigkeit und Wiederverwertung von Materialien. Seror, die an der Kunstakademie in München Malerei studierte und heute vor allem als interaktive Textil-Künstlerin tätig ist, arbeitet ausschließlich mit Materialien, die bereits verarbeitet worden sind, einschließlich ihrer eigenen Werke. Sie ist im Januar/Februar 2026 Artist in Residence im Künstlerhaus Ganslberg. www.dorotheaseror.de
Flechten, Knüpfen, Weben Aus textilen Resten und Altkleidern zeigt die Künstlerin Doro Seror verschiedene Techniken, mit denen man ohne den Einsatz von technischen Geräten zwei- und drei-dimensionale Werkstücke herstellen kann. Bitte mitbringen: Gute Stoffschere, alte Kleidung und Textilien, einen Stock, Schnur, evt. einen Drahtbügel und eine Zange Kosten: 180 €, ermäßigt 160 € (50% des Erlöses kommen der Fritz-und-Maria-König-Stiftung zu) Anmeldung: doro@dorotheaseror.de
Interaktives Flechten So, 1. Feb. 2026, 15 – 17 Uhr Neue Galerie Landshut, in der Ausstellung „Living Textures“
Aus textilen Resten und Altkleidern flicht die Künstlerin Doro Seror mit den Besucherinnen überdimensionale Freundschaftsbänder. Bitte mitbringen: Gute Stoffschere, alte Kleidung und Textilien, einen Stock Kosten: auf Spendenbasis
Als multidisziplinäre Künstlerin arbeitet Doro Seror auf internationaler Ebene im Bereich interaktive Objekte, Inszenierungen und Installationen, Performance, Regie, Tanz, Kuration, Vorträge, Workshops und u.v.a. Sie studierte bildende Kunst an der Akademie der bildenden Künste in München und wurde in Tanz und Körpertherapie ausgebildet. Ihre Arbeiten finden international Anklang und werden weltweit gezeigt. Unter anderem stellte sie ihre Werke im Ulster Museum in Belfast, im Smack Mellon in Brooklyn/USA, auf der Afiriperforma Biennale in Nigeria und in der Pinakothek der Moderne in München aus. Die Themen ihres künstlerischen Schaffens sind Nachhaltigkeit und Wiederverwertung von Materialien einschließlich ihrer eigenen Kunst, so dass diese einem ständigen Prozess der Erneuerung unterworfen ist. Im Rahmen des Projektes Joy of Weaving transformiert sie gebrauchte Kleidung zu Kunstwerken und vernetzt weltweit Künstlerinnen und Künstler sowie Handwerkerinnen und Handwerker, die sich mit Weben, Flechten und Knüpfen beschäftigen.
Bescherungsauflagen von augsburg contemporary Nur am zweiten Adventwochenende: 5., 6. und 7. Dezember, Fr – So jeweils 14 – 17 Uhr Eröffnung und Preview am Donnerstag, 4. Dezember um 19:30 Uhr
Druckgrafik, Editionen, Multiples und Kleinstauflagen von
Detel Aurand / Isabelle Dyckerhoff · Inge Gutbrod · Zita Habarta · Mark Harrington · Thomas Hellinger · Thomas Wunsch
Eröffnungsmatinée am SAMSTAG, 22. November 2025. 11:00 Uhr Es sprechen: Andreas Stucken · Franz Schneider Es spielen: Michael Außerbauer (sax) · Stefan Weiland (git)
BIRGIT BUCHNER
Birgit Buchners Farbschichtungen auf Glas beruhen auf einer intensiven Wahrnehmung von kompositorischen Farbkonstellationen in unserer Umgebung. Diese Phänomene werden von der Künstlerin festgehalten und in farbige Kompositionen auf Glas transformiert. Auf hintereinanderliegenden Glasflächen entstehen im Zusammenspiel von lasierenden und pastosen, matten und glänzenden sowie fluoreszierenden Farbfeldern stets neue, vielschichtige Farbwirkungen. Diese ermöglichen Einblicke, verwehren Durchblicke und variieren je nach Lichteinfall und Betrachterstandpunkt.
KIRK SORA
Die Arbeiten von Kirk Sora behandeln die Schönheit des Lichtes in all ihren Facetten. Durch sie werden sowohl flüchtige als auch mit bloßem Auge unsichtbare Bestandteile des weiten Lichtspektrums eingefangen, konserviert und aufbereitet. Und dauerhaft erfahrbar, auch im übertragenen Sinn sind es Lichter im Dunkeln, denen eigene Geheimnisse immanent sind. Sich auf die individuelle Suche zu begeben und diese zu ergründen lohnt sich!
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