Kategorie: Aktuelle Ausstellung

Hannah A. Hovermann · Patrick Alexander Deventer

ERKUNDUNGEN DES LICHTS

27. März – 19. April 2026 · Fr – So 14 – 17 Uhr


Patrick Alexander Deventer

Die Werkserie „schräg geschaut“ des konzeptionell/konkreten Künstlers Patrick Alexander Deventer basiert auf der Konstruktion von Farb-Licht-Räumen, die ausschließlich aus und mit dem natürlichen Licht entstehen. Auf differenziert komponierten Plexiglasplatten werden unterschiedliche Farbverläufe angeordnet, die sich durch den Lichteinfall als farbige Licht-Schatten auf die Alu-Dibond-Platte legen, diese in eine multiple Farbigkeit tauchen, die über den Bildrand hinaus diffundiert und sich mit dem wechselnden Tageslicht verändert.

Patrick Alexander Deventer – Mitglied der „Gruppe Konkret“ (Bonn) und seit 2019 Mitglied des „Salon des Réalités Nouvelles“ (Paris) – in eigenen Worten: „In meinen Werken und Rauminstallationen werden die haptisch fassbaren Grenzen der Objekte – im Gegensatz zur herkömmlichen Malerei, in der Farbe noch an ihrem Ort verharrt – überwunden und das Werk von seinen Grenzen befreit.“
(r8m, Robère Schulz, Köln)

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Hannah A. Hovermann

Licht ist ungreifbar, flüchtig und unbegrenzt. Wie wird Licht sichtbar?
Hannah A. Hovermann hat einen Weg gefunden, dieses Ephemere als Phänomen auf Papier zu bannen. Ihre Arbeiten beschreiben einen „Inneren Raum der Stille“ und erscheinen zugleich voller Energie. In bis zu 250 Schichten hoch verdünnter Aquarellfarbe fließen in ihren Werken Farbverläufe über das Papier und lassen Farbe wie Lichterscheinungen vibrieren.
Das Spannungsfeld der Relativität all unserer Wahrnehmungen wird erlebbar. In dieser immateriellen Wirksamkeit und in ihrer Leichtigkeit schaffen es die diffusen Werke aus flüssigem Licht, uns in ein spirituelles Momentum zu entführen und unsere Sinne zu schärfen.
(Aachener Eins Eins 4)

O.T. – 2017-11, Aquarell auf Papier 2017, 104×104 cm
O.T. – 2017-30, Aquarell auf Papier, 2017 105x105cm
O.T. – 2018-02, Aquarell auf Papier 2018, 104×104 cm
O.T. – 2019-50, Aquarell auf Papier, 2019 105×105 cm

Hannah A. Hovermann O.T. – 2017-11,
Aquarell auf Papier 2017, 104×104 cm
Patrick Alexander Deventer
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DORO SEROR · LIVING TEXTURES

IN ZUSAMMENARBEIT MIT KÜNSTLERHAUS GANSLBERG

Vernissage Freitag, 16.1.2016, 18:30
Ausstellungsdauer 17.1. – 8.2.2026, Fr – So 14 – 17 Uhr

>> Workshops siehe unten!

Finissage Sonntag, 8.2.2026
15:30 Uhr: „Joy of weaving world wide weaving of women
Informationen zu o.g. Initiative, die textile Künstlerinnen und Handwerkerinnen weltweit unterstützt und vernetzt.


Im gesamten Schaffen der multidisziplinäre Künstlerin geht es um Nachhaltigkeit und Wiederverwertung von Materialien. Seror, die an der Kunstakademie in München Malerei studierte und heute vor allem als interaktive Textil-Künstlerin tätig ist, arbeitet ausschließlich mit Materialien, die bereits verarbeitet worden sind, einschließlich ihrer eigenen Werke. Sie ist im Januar/Februar 2026 Artist in Residence im Künstlerhaus Ganslberg. www.dorotheaseror.de


INTERAKTIVE WORKSHOPS

Workshop Textile Upcyceln

Workshop Textiles Upcyclen
Sa/So, 24./25. Jan. 2026, 10-16 Uhr
Künstlerhaus Ganslberg 24, 84032 Altdorf

Flechten, Knüpfen, Weben
Aus textilen Resten und Altkleidern zeigt die Künstlerin Doro Seror verschiedene Techniken, mit denen man ohne den Einsatz von technischen Geräten zwei- und drei-dimensionale Werkstücke herstellen kann.
Bitte mitbringen: Gute Stoffschere, alte Kleidung und Textilien, einen Stock, Schnur, evt. einen Drahtbügel und eine Zange
Kosten: 180 €, ermäßigt 160 €
(50% des Erlöses kommen der Fritz-und-Maria-König-Stiftung zu)
Anmeldung: doro@dorotheaseror.de

Interaktives Flechten
So, 1. Feb. 2026, 15 – 17 Uhr
Neue Galerie Landshut,
in der Ausstellung „Living Textures“

Aus textilen Resten und Altkleidern flicht die Künstlerin Doro Seror mit den Besucherinnen überdimensionale Freundschaftsbänder.
Bitte mitbringen: Gute Stoffschere, alte Kleidung und Textilien, einen Stock
Kosten: auf Spendenbasis

Als multidisziplinäre Künstlerin arbeitet Doro Seror auf internationaler Ebene im Bereich interaktive Objekte, Inszenierungen und Installationen, Performance, Regie, Tanz, Kuration, Vorträge, Workshops und u.v.a. Sie studierte bildende Kunst an der Akademie der bildenden Künste in München und wurde in Tanz und Körpertherapie ausgebildet.
Ihre Arbeiten finden international Anklang und werden weltweit gezeigt. Unter anderem stellte sie ihre Werke im Ulster Museum in Belfast, im Smack Mellon in Brooklyn/USA, auf der Afiriperforma Biennale in Nigeria und in der Pinakothek der Moderne in München aus.
Die Themen ihres künstlerischen Schaffens sind Nachhaltigkeit und Wiederverwertung von Materialien einschließlich ihrer eigenen Kunst, so dass diese einem ständigen Prozess der Erneuerung unterworfen ist.
Im Rahmen des Projektes Joy of Weaving transformiert sie gebrauchte Kleidung zu Kunstwerken und vernetzt weltweit Künstlerinnen und Künstler sowie Handwerkerinnen und Handwerker, die sich mit Weben, Flechten und Knüpfen beschäftigen. 

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Domestic Space – Christmas Edition IV

Bescherungsauflagen von augsburg contemporary
Nur am zweiten Adventwochenende: 5., 6. und 7. Dezember, Fr – So jeweils 14 – 17 Uhr
Eröffnung und Preview am Donnerstag, 4. Dezember um 19:30 Uhr

Druckgrafik, Editionen, Multiples und Kleinstauflagen von

Detel Aurand / Isabelle Dyckerhoff · Inge Gutbrod · Zita Habarta · Mark Harrington · Thomas Hellinger · Thomas Wunsch


Detel Aurand / Isabelle Dyckerhoff
Zita Habarta
Thomas Hellinger
Inge Gutbrod
Mark Harrington
Thomas Wunsch
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Programm 2026

Ingo Froehlich -Wiesenschaften II, 2016, 125 x 220 cm, Bleistift auf Papier / pencil on paper

Erstes Datum ist Eröffnungstag; Eröffnungen in der Regel freitags, 18:30

16. Januar – 08. Februar 2026
DORO SEROR · LIVING TEXTURES
Textile Objekte, Installation und Workshop
in Kooperation mit dem Künstlerhaus Ganslberg

20. Februar – 22. März 2026
CHRISTIAN FROSCH, ANDREAS HILDEBRANDT, SEBASTIAN RUG, CINDY SCHMIEDICHEN
„Ausfällungen“

27. März – 19. April 2026
HANNAH A. HOVERMANN, PATRICK ALEXANDER DEVENTER
Erkundungen des Lichts

24. April – 17. Mai 2026
NGLA goes Breda: Artist exchange w/ Stichting IDFX
MAXIMILIANE LENI ARMANN: Video-Installation

08. Mai – 31. Mai 2026
Stichting IDFX presents YOUNG DUTCH ARTISTS

12. Juni – 05. Juli 2026
ULRIKE SEYBOTH · INGO FRÖHLICH
Malerei und Zeichnung

17. Juli – 09. August 2026
HARRIET GROSS · KYLE EGRET

11. September (Kunstnacht) – 11. Oktober 2026
JULIA POWLES · PETER WESTWOOD
Two great artists from Australia

23. Oktober – 15. November 2026
ULI ZWERENZ · ACHIM PAHLE
Malerei und Skulptur

27. November – 13. Dezember
BESCHERUNGSAUFLAGEN. Special Guests: ANJA BEHRENS · N.N.




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ENTHÜLLUNGEN – Birgit Buchner · Kirk Sora

Eröffnungsmatinée am SAMSTAG, 22. November 2025. 11:00 Uhr
Es sprechen: Andreas Stucken · Franz Schneider
Es spielen: Michael Außerbauer (sax) · Stefan Weiland (git)


BIRGIT BUCHNER

Birgit Buchners Farbschichtungen auf Glas beruhen auf einer intensiven Wahrnehmung von kompositorischen Farbkonstellationen in unserer Umgebung. Diese Phänomene werden von der Künstlerin festgehalten und in farbige Kompositionen auf Glas transformiert. Auf hintereinanderliegenden Glasflächen entstehen im Zusammenspiel von lasierenden und pastosen, matten und glänzenden sowie fluoreszierenden Farbfeldern stets neue, vielschichtige Farbwirkungen. Diese ermöglichen Einblicke, verwehren Durchblicke und variieren je nach Lichteinfall und Betrachterstandpunkt.


KIRK SORA

Die Arbeiten von Kirk Sora behandeln die Schönheit des Lichtes in all ihren Facetten. Durch sie werden sowohl flüchtige als auch mit bloßem Auge unsichtbare Bestandteile des weiten Lichtspektrums eingefangen, konserviert und aufbereitet. Und dauerhaft erfahrbar, auch im übertragenen Sinn sind es Lichter im Dunkeln, denen eigene Geheimnisse immanent sind. Sich auf die individuelle Suche zu begeben und diese zu ergründen lohnt sich!

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Monika Huber · Hannah Kansy: SPUREN DER DEMOKRATIE

ein gemeinsames Ausstellungsprojekt zu Freiheits- und Demokratiebewegungen in Bayern

Eröffnung am Freitag, 17.10. um 19:30 Uhr
18.10. – 16.11.2025, Fr – So 14 – 17 Uhr

Monika Huber · Hannah Kansy

Spuren der Demokratie
Das künstlerische Kooperationsprojekt „Spuren der Demokratie“ von Monika Huber und Hannah Kansy erkundet die Entwicklung der Demokratie in Bayern – von den Bauernkriegen des 16. Jahrhunderts über die Entstehung der Bayerischen Verfassung bis zu den Protestbewegungen seit den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart.
Ausgangspunkt ist Donna Haraways Begriff des „situierten Wissens“ (1988), das Wissen stets im umfassenden Kontext seiner Entstehung begreift. An symbolträchtigen Orten der Demokratiegeschichte sammelten die Künstlerinnen Erde und gewannen daraus Farbpigmente— Farben, die die Geschichte eines Ortes in sich tragen und als lebendige Grundlage für Siebdrucke aktueller Protestmotive dienen.
In einer raumgreifenden, schwebenden Installation mit rund fünfzig Protestmotiven wird die Fragilität der Demokratie erfahrbar – als lebendiger Prozess, der Vergangenheit und Gegenwart untrennbar miteinander verbindet.
Das Kooperationsprojekt „Spuren der Demokratie“ wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen von BBK – Verbindungslinien 2025 gefördert.

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Monika Huber – ARCHIVING PROTESTS

10-teilige Videoinstallation
Eröffnung am Freitag,17.10.2025, 19:30 Uhr
18.10. – 16.11.2025, Fr – So 14 – 17 Uhr

Monika Huber

ARCHIVING PROTESTS
10-teilige – Videoinstallation
„Archiv Einsdreissig“ – benannt nach der durchschnittlichen Länge eines Nachrichtenbeitrags von einer Minute und dreißig Sekunden – ist ein langjähriges künstlerisches Projekt von Monika Huber. Seit dem Arabischen Frühling 2011 dokumentiert sie täglich Nachrichtenbilder von weltweiten Protesten, Aufständen, Kriegen und deren Folgen.
Mittlerweile umfasst das Archiv rund 45.000 Fotografien. Es zeigt eine typische Bildsprache der Nachrichten, die gesellschaftliche und politische Veränderungen widerspiegelt. Huber wählt aus der großen Menge einzelne Bilder aus, die sie durch Übermalung, Überzeichnung und Schnitttechniken zu hybriden Fotografien umgestaltet und in Videoinstallationen verwandelt. Diese künstlerischen Eingriffe machen oft übersehene Details sichtbar und eröffnen neue Perspektiven.
In Anlehnung an Aby Warburgh sieht Huber ihr Archiv als „Atlas der Erinnerung“, der Geschichte nicht als linearen, sondern als einen diskursiven Prozess zeigt. In der Video-Installation „Archiving Protests“ verbindet sie Bilder zeitlich auseinander liegender Ereignisse zu neuen Themen, löst die chronologische Reihenfolge auf und macht Geschichte so neu erlebbar.
„Archiv Einsdreissig“ ist damit mehr als eine Langzeitdokumentation – es ist auch ein künstlerischer und politischer Spiegel der globalen Protestbewegungen der letzten zehn Jahre.
ARCHIVING PROTESTS wird von der STIFTUNG KUNSTFONDS und des „Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien“ gefördert.

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MODERN STRING QUARTET

Sonderkonzert in der Neuen Galerie Landshut:
„THE GREATEST – Bach Mozart Schubert Beethoven…..Framed in JAZZ“

Nach seinem fulminanten Konzert im vergangenen Jahr gibt uns das Modern String Quartet nochmal die Ehre und spielt in der Neuen Galerie Landshut

am Mittwoch, 8. Oktober um 19:30 Uhr sein neues Programm

„THE GREATEST – Bach Mozart Schubert Beethoven…..Framed in JAZZ“

Wegen der begrenzten Anzahl an Plätzen empfehlen wir eine Reservierung unter
ng.la@t-online.de
Die Plätze werden in der Reihenfolge des Bestellungseingangs vergeben.
Den Eintrittspreis von 25 € erheben wir bar an der Abendkasse.
Einlass ab 18:30.

Die Musiker:
Joerg Widmoser, Violine
Winfried Zrenner, Violine
Andreas Hoericht, Viola
Anna Rehker, Cello

DIE NEUE DIMENSION DES STREICHQUARTETTS

Einen Tanz auf dem Vulkan verspricht ein Abend mit dem Modern String Quartet, das sich in seiner inzwischen 32-jährigen Karriere eines zum Ziel gesetzt hat: In bester Jazzmanier den Saal zu erhitzen, den Funken von den Instrumenten auf das Publikum überspringen zu lassen. Von Anfang an hob es sich damit von den Konventionen der Musikszene in auffälliger und erfrischender Weise ab.

Dabei hat sich das Quartett von dem Gedanken leiten lassen, den Jazz in die Kunstmusik zurückfließen zu lassen und die nur scheinbar entfernten musikalischen Ausdrucksformen wieder zu versöhnen: mit den ungewöhnlichen Mitteln des klassischen Streichquartetts und vor allem durch Improvisation!

Dies ist aber nur eine Facette, die dem musikalischen Können und der Intention der vier Musiker nicht ganz gerecht wird. Spätestens seit ihrer hochgelobten Interpretation von Bachs „Kunst der Fuge“ (1994) beginnt sich dieses Image bei ihrer Zuhörerschaft nachhaltig zu ändern.

Tourneen u.a. in den USA, verschiedene Plattenveröffentlichungen und die Ernennung zu Kulturbotschaftern der Bundesrepublik Deutschland machten das MSQ schnell zu einem Begriff in der Welt der klassischen und zeitgenössischen Musik. Mit Spielfreude und Virtuosität entwickeln die vier Freunde aus Bestehendem Neues, indem sie persönliche Sichtweisen und Perspektiven künstlerischen Ausdrucks erarbeiten. Dabei hilft Ihnen ihre emotionale Verbindung: „Unsere Gedanken und Gefühle schwingen auf der gleichen Ebene“. In individueller, freier „Suche nach Brüchen“ werden durch Improvisation und Eigenkompositionen Strukturen aufgelöst, Schatten auf Lichtgestalten der Musikgeschichte geworfen und Unbekanntes erhellt.

Das Streichquartett bietet hierzu den Freiraum durch seine Unabhängigkeit von großen Konzertsälen und klassischem Musikbetrieb. Die Form der Kammermusik schafft einen intimen Dialog mit dem Publikum. Das Ensemble ist der Bogen, der alle Beteiligten wie die Saiten eines Instruments erfasst, zum Schwingen bringt und das Konzert als interaktive Einheit von Künstler und Publikum erleben lässt, denn „das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“.

Die Welt des Modern String Quartet ist ein interaktives Spannungsfeld der Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Zusammengehalten von Kräften, die unser Leben bestimmen: Liebe, Hass, Freude, Trauer – Gefühle die die Musik in ihrer universellen Sprache ausdrückt.

Der Konzertraum verwandelt sich in einen Bühnenraum. Instrumentale Stimmen werden zu Bildlinien, Spieltechniken zu sportiven Aktivitäten. Der Hörer lernt eine neue Dimension des Streichquartetts kennen. Mit dieser Art von Musik nimmt das Modern String Quartet eine Ausnahmestellung unter der Vielzahl von Ensembles ein.

Dabei ist die Musik des MSQ unterhaltsam, ohne U-Musik zu sein, und anspruchsvoll, ohne nur ernst zu sein: Avantgarde und Klassik swingen, der Jazz rückt auf die große Bühne.

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Bussi Buhs – Tripsdrillis

Eine Ausstellung in der Großen Rathausgalerie in Kooperation mit der Stadt Landshut
Konzipiert, kuratiert und eingerichtet vom Team der Neuen Galerie Landshut

Eröffnung am Freitag, 12. September, 19:00 Uhr im Rahmen der Kunstnacht Landshut
Einführung: Helena Ernst, Restauratorin M.A.
Am Sonntag, 14. September, 15:00 Uhr: Julia Lachenmann liest aus den Gedichten von Bussi Buhs

Ausstellungsdauer: 13.09. bis 12.10., Fr – So jeweils 12 – 17 Uhr

Extruderfigur I 1966/67 111 x 9,5 x 10 cm Polyester OEuvre Nr. 40
Gilgal I, II 1975 Abgüsse 1975–98 115 x 44 x 18 cm Polyester, Pelz und Bronze OEuvre Nr. 86
Nike 1966 80 x 91 x 25,5 cm Polyester OEuvre Nr. 31.1
Nahash 1984 17 x 25 x 98 cm Polyester OEuvre Nr. 122

Bussi Buhs’ Material ist Kunststoff, den sie als studierte Bildhauerin und Chemikerin tief analysierte und auf seine Tauglichkeit in der Kunst auslotete. Ihr fantastischer Formenschatz stammt aus den Quellen des Alltags, den sie mit Bezügen zu diversen Kulturen und Mythologien anreichert und verfremdet. Von 1971 bis 2005 leitete sie die von ihr aufgebaute Kunststoffwerkstätte an der Akademie der Bildenden Künste in München und teilte ihre Forschungsergebnisse mit Generationen von werdenden Künstlerinnen und Künstlern.

SUPERMATERIA
“Seit ihrem praktisch anwendbaren Erscheinen in den 60’er Jahren sinniert Bussi Buhs über die universale Supermaterie MELIBOG (=Kunststoff). Eine Werkstoffklasse, die alle naturhaften Materialien zu imitieren vermag, ohne an deren Grenzen zu stoßen – und bislang Unvorstellbares erschaffen kann, was unsere Phantasie übersteigt.
In der Bildhauerei erlaubt MELIBOG das direkte Einfangen von Lichtmetamorphosen neben halb und ganz durchsichtigen massiven Massen verschiedener Anmutung in belebender Farbenvielfalt, sowie in einzigartiger, nie dagewesener Sinnlichkeit.”
(Bussi Buhs über Bussi Buhs)

Tria 1969/70 35 x 88 x 48 cm Polyester OEuvre Nr. 57.1
Utnapischtim’s 1984–91 40 x 28 x 77 cm Polyester und Teddybäraugen OEuvre Nr. 123
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Judith Egger · Susanne Thiemann

hängen · stehen · liegen

Eröffnung am Freitag, 12. September (Kunstnacht), 20:30 Uhr
Einführung: Stephanie Gilles, M.A. im Rahmen einer Kurz-Performance von Judith Egger
Ausstellungsdauer bis 5. Oktober,
Fr – So 15 – 18 Uhr,
Do 18 – 19 Uhr (Kunst nach Feierabend)

Die Ausstellung erkundet organische Formen, Körperlichkeit und ihre Auflösung in vielfältigen Zuständen. Hängend, stehend, liegend – beziehen sich die Arbeiten aufeinander und stehen in einem dynamischen räumlichen Verhältnis.

SUSANNE THIEMANN

Susanne Thiemann: „Shadows“
Susanne Thiemann: „My Yellow“
Susanne Thiemann: „Daydream“
Susanne Thiemann: „Hang on“

Aus farbigen Kunststoffschläuchen für Stuhlbespannungen der 60er-Jahre entwickelt Susanne Thiemann ihre geflochtenen Skulpturen. Diesen haftet trotz ihrer künstlichen Farbigkeit stets etwas sehr Natürliches an. Sie strecken und winden sich, als würde Leben in ihnen stecken oder als seien sie dessen Hüllen oder Behausungen. Ihre Wandarbeiten hingegen gleiten immer wieder in die Abstraktion und formulieren doch Bewegungen, die an Landschaftsformationen oder Meeresdrift denken lassen, an durchpflügte Oberflächen, denen Verletzungen, Vernarbungen und Erfahrungsspuren eingeschrieben sind.


JUDITH EGGER

Judith Egger: aus der Serie „Druckstellen“
alle Fotos: Maximilian Geuter
Judith Egger: aus der Serie „Druckstellen“
Judith Egger: aus der Serie „Druckstellen“
Judith Egger: aus der Serie „Druckstellen“

Judith Egger erforscht in ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen, die von Zeichnung über Objekt und Installation bis hin zu Video und Performance reichen, naturwissenschaftliche Phänomene, die sie stets über die Grenzen des Faktischen hinaus in eine unwirkliche, doch plausible Parallelzone der Kunst erweitert. Dort steht das Wunderbare neben dem Bekannten, das Phantastische neben dem sachlich Nachvollziehbaren und bringt dabei Wahrnehmung und Vorstellung des Betrachters aus dem Gleichgewicht. Hier dehnt sich kraftvoll Lebendiges, wuchert und verfällt und stellt uns dabei stets wesentliche Fragen nach den Grundlagen unseres Lebens – und den Bedingungen unseres Zusammenlebens.


Im Zusammenspiel der Arbeiten der beiden Künstlerinnen entsteht eine spannungsvolle Gegenüberstellung: Formal und materiell in ihrer Herangehensweisen sehr unterschiedlich sind sie dennoch thematisch verwandt.
So beginnt ein vielschichtiger Diskurs über Körper, Form, Behausung und Verlust derselben.

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