Kategorie: Archiv

Sabrina Hohmann

Ansichten vom blauen Bock

Für die temporäre Installation „vorübergehende Besetzung“ (Magdeburg 1996) stellten Bürger Stühle zur Verfügung. An der Fassade des leergezogenen Gebäudes zeichnen sie als Stellvertreter das einst hier seßhafte Leben nach. Das Ausgesetztsein im Leben und die Erinnerung sind in dieser „sozialen Skulptur“ visualisiert.
Die 600 leeren Einraumwohnungen im Inneren des Gebäudes unterscheiden sich nurmehr durch ein immobiles Überbleibsel – die unterschiedliche Tapezierung der Wände.
Ein Teil dieser Tapeten (120 Stück) ist als „Musterbuch“ archiviert.
Verschiedene Geschmäcker in Form von Tapetenmustern repräsentieren also die Menschen, die dieses Haus einst bewohnten.
Das Musterbuch wird erstmals gezeigt in der Ausstellung „Stadtlage“, Neue Galerie Landshut.

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Angelika Högerl

 


side-board ist weder Fisch noch Fleisch, ist Architekturmodell oder doch ein Möbel?
Es wächst aus der Fassade wie ein Fremdkörper, beschneidet den Balkon, bringt eine Störung in das Bild der Fassade.
Das Innen und Aussen durchdringen sich und vereinen sich zu einem neuen, zweckfreien Konstrukt.

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Chinesisches Porträt

Das „Chinesische Porträt“ ist Methode der Anamnese, der Autoreflexion und der Zukunftsforschung. Es findet Verwendung als psychotherapeutische Assoziationsübung, als Einweihungsweg im Kristallkugel-Reiki oder als Methode im Prozessmanagement.

Seine Fragen fordern auf zu assoziativen Zuschreibungen an ein sonst wenig greifbares Gebilde: die Stadt, welche zugleich so viel Bedeutungsmacht für das jeweils innewohnende Subjekt besitzt.
Im medialen Dialog über Tafelanschlag, Laternenmast-Affiche und Internet- Sign-In, im Grenzbereich also zwischen privatem und öffentlichem Raum entsteht ein nicht repräsentatives, dennoch plurales und vielschichtiges Porträt der Stadt Landshut.
„Chinesisches Porträt“ ist  interaktives Projekt und  poetisch-ethnologischer Forschungsbericht; und zugleich – ein Partyspiel für unbegrenzt viele Teilnehmer zur 800-Jahr-Feier.

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Wolfgang Ellenrieder

Hier entsteht…

Bautafel in der Altstadt

Mit freundlicher Unterstützung durch Lederwaren Dörfler
Am 1. Juli wurden durch den Fremdenverkehrsverein Landshut an Stelle der Arbeit von Wolfgang Ellenrieder Fotomontagen von Raimund Hackl angebracht, die die Fassaden von Altstadthäusern zeigen.
Der Inhaber der Baustelle, Herr Jeschke, brachte daraufhin die Arbeit Wolfgang Ellenrieders an noch exponierterer Stelle wieder an.

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Irene Drexl

Nitrofrottage

Irene Drexl setzt mit ihren Arbeiten kleine Denkmale der urbanen Ödnis. Bruchstücke, als seien es Teile von abgebrochenen Gesimsen, zeigen in hingewischten Fotoausschnitten, Raster und Muster. Was die Kunst als seriell genießt, was den Mathematiker freut, was industrieller Fertigung nützt, das bedeutet fürs Stadtbild Eintönigkeit. Irene Drexl bringt das klug auf den Punkt. ­ (Simone Dattenberger)
Irene Drexl isoliert architektonische Strukturen aus dem städtischen Umfeld. Mittels Fotografie von Fassadenausschnitten oder Architekturdetails löst sie bauliche Strukturen aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang. Diese Fotos werden durch Nitrofrottage auf Gipskuben übertragen.
Aus Balkonen eines Wohnblocks, um 90°Grad gekippt, wird eine räumliche Struktur, die gänzlich neue Assoziationen zulässt. Durch den schnellen, nicht vollkommen kontrollierbaren Arbeitsprozess der Nitrofrottage und die spezielle Oberflächenbeschaffenheit der Gipskuben entsteht eine an Fresken erinnernde Bildqualität.
Eine Widererkennbarkeit dieser Orte bleibt dem Betrachter meist verwehrt -der Betrachter ist aufgefordert, der ihm gewohnten und vertrauten Stadtlandschaft mit „neuen Augen“ zu begegnen.

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Daniel Bräg

Nur heute

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Ein jeder von uns kennt die beschriebene Marktsituation – jedoch es fehlt der Inhalt – im wahrsten Sinne des Wortes – komplett. Obstlos zeigen sich die Tische, sie wirken steril, kalt und abstoßend. Nichts ist zu riechen, zu ertasten, zu schmecken und niemand preist irgendwelche Waren einem kaufinteressierten Publikum an. Auch die Dimension der aufgestellten Objekte, ihre schiere Größe, taugt zum realen Warenverkauf nicht. Die Tische sind zu klein und die Schirme zu niedrig, sie sind zwar ihren Vorbildern gleich, doch, wie sich unschwer feststellen läßt, nicht dieselben.
Trotzdem, oder gerade deswegen verändert diese Installation den Platz. Sie verändert ihn auf Zeit, kommentiert und nimmt Stellung.

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Angelika Boeck

„1.5 Minuten Landshut“, eye-drawings, 2004

DCF 1.0
DCF 1.0

5 teiliges Postkartenset „1.5 Minuten Landshut“, 2004
„1.5 Minuten Landshut“ sind die mit einem eye-tracker aufgezeichneten Blickspuren Landshuter Stadtansichten. Der eye tracker besteht aus einer Videobrille, die den Augenbewegungen folgt, und einem an die Brille angeschlossenen PC, der die Sehdaten auswertet und in Linien und Punkte umsetzt.

Die eye-tracks von 5 verschiedenen „Stadtansichten“ werden während der Ausstellungszeit als Ansichtskarten an 5 verschiedenen Verkaufsstellen in Landshut angeboten.

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Thomas Barnstein

Schichtung


Wo ist diese Stadt ein Ort?
Wo ist sie typisch?
Was verortet sich hier?
Woran kann ich mich orientieren?

Seinsverortung, Bedürfnisverortung,
Konsumverortung, Identitätsverortung,
Kulturverortung

Wozu gibt es heute Städte?

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Tele-Polis – Soziologie des Raumes

Telepolis-Raumkonzepte
Soziologie des Raumes

Ausführliches Literaturverzeichnis in der Seminarbeschreibung „Soziologie des Raumes“ von Prof. Dr. Armin Nassehi und Dr. Markus Schroer im WS 02/03 Univ. München –
www.lrz-muenchen.de/vls_nassehi/programme/semester-programme/
nasseh_schroer_ws0203_raum.pdf

Markus Schroer, Urbanität im Netz (15.1.2001) – www.telepolis.de/deutsch/tp – „Der Raum der Gesellschaft“ www.lrz-muenchen.de/~/s_nassehi/schroer/index/htm

Dangschat, Jens S. mit Alexander Hamedinger (in Vorbereitung), Die soziale Konstruktion des Raumes. Für ein erweitertes Raumverständnis in den raumbezogenen Wissenschaften.
www.tuwien.ac.at

Telepolis-Raumkonzepte

Beispiele von Telepolis-Konzepten in www.heise.de/bib/tp/dl-artikel.cgi? Wo eine Artikelreihe der „Deutschen Bauzeitung“„Als Tourist in digitalen Städten“ aus den Jahren 2000 – 2001 über einige Versuche dokumentiert ist: die digitale Stadt Amsterdam, ein Projekt am sozialwissenschaftlichen Institut der Universität Warschau, eine digitale „Autostadt“ aus Wolfsburg (www.autostadt.de) , eine „Container City“ des Schweizer Architekten Markus A. Schulthess (www.mesch.ch/container-city) , ein digitales Kyoto (www.digitalcity.gr.jp), ein digitales Sherwood-Forest-Spiel und eine digitale „Dreistadt“ (http://cmc.uib.no/dreistadt)

www.cybertown.com – Michaela Schweiger, virtuelle und analoge Orte

Netztheorie

Nachfolgende Foren bieten einen Überblick über aktuelle Diskussionsansätze zur Netztheorie:

www.rhizome.com – Webforum (New York) mit den Rubriken “netart” und „nettext” (Teorie)

www.heise.de/tp – dort: Telepolis, ein Magazin und Forum mit Nachrichten, Kommentaren und Beiträgen zu allen netzrelevanten Themen

www.ljudmila.org
Übersicht und Links des Ljubljana digital media lab zu zahlreichen Aktivitäten weltweit. Z.T. jedoch sehr alte Verweise

www.obsolete.com
Diverse links zu Kunstprojekten im Netz.

www.t0.or.at
Wiener Net-Initiative (politisch)

www.thing.net/thingnyc www.thing.at
New Yorker Bulletin Board System (gegr. 1991) und Wiener Ableger (seit 1993) mit Nachrichten, Kommentaren, Rezensionen, Links und theoretischen Beiträgen zu medien- und netzrelevanten Themen > netart

www.nettime.org

www.netzspannung.org – Fraunhofer-Stiftung, Forschungsinstitut – Fleischmann/strauß: vernetzte Wissensräume

www.duplox.wx-berlin.de/texte/tb (von Tilman Baumgärtel)

www.db.swr.de Medienkunstarchiv SWR und ZKM

www.debates.nl/journal

www.ctheory.net

www.dx.org/digifest

www.heise.de/tp/deutsch/kunst/lit/12789 – urban diary Berlin 2001

Kollektive Intelligenz / Globales Bewußtsein

www.collectiveintelligence.info Roy Ascott – mitpress.mit.edu

www.flab.mag.keio.ac.jp – Masaki Fujihata (globales Bewußtsein)

www.refuge.net

Literatur:

Roy Ascott, Telematic Embrace. Visionary Theories of Art, Technology and Consciousness. Univ. of Calif. Press London 2003

Geert Lovink, Uncanny networks. Dialogue with the virtual intelligentsia. MIT Press 2002
William C. Mitchell, The Cyborg Self and the Networked City. MIT Press 2003
www.mitpress2.mit.edu/e-books/city

Goedert Palm, CyberMedienWirklichkeit. Virtuelle Welterschließung. Verlag Heiz Heise 2003
www.heise.de/tp/deutsch/kunst/nk/default.html
Florian Rötzer, Offentlichkeit und Aufmerksamkeit (30.12.1996)– Öfftl. = Gewebe aus Öffentlichkeiten
www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/2094/1.html
Herbert W. Franke, Datei/Neu (15.3.1996) –
www.heise.de/tp/deutsch/kunst/lit/3004/1html

Cyber Reader, ed. by Neil Spiller. Phaidon 1995 – Critcal writings for the digital era

Telepolis. Die Zeitschrift für Netzkultur. Nullnummer, Bollmann, München und Mannheim 1969
Telepolis 1: Soft Life. Neues vom künstlichen Leben. 1997

Stefan Iglhaut, Armin Medosch, Florian Rötzer (Hsg.), Stadt am Netz. Ansichten von Telepolis. Mannheim 1996

Florian Rötzer u.a. (Hsg.), Digitale Weltentwürfe. Streifzüge durch die Netzkultur. München Wien 1998

Gianni Vattimo und Wolfgang Welsch (Hsg.), Medien-Welten Wirklichkeiten. München 1997

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