Kategorie: Archiv

Petra Amerell · Werner Mally

DAS LEICHTE WIEGT SCHWER

Petra Amerell · Malerei   |   Werner Mally · Skulptur

11. JUNI – 3. JULI 2022   ·   FR – SO 15 – 18 Uhr  |  DO 18 – 20 Uhr

(c) Fotografien: Siegfried Wameser


Petra Amerell

Petra Amerells mit Acryl gebundene Pigmentbilder wirken wie kraftvolle Farb-Entladungen. Im Zusammentreffen von Farben und Formen ereignen sich Reaktionsprozesse, ja geradezu visuelle Kettenreaktionen, die je wieder zu neuen formalen Hervorbringungen, Kollisionen und Vermengungen führen. Der Bildschöpfungsprozess lässt immer wieder überraschende, oft nicht einmal selbstähnliche Abläufe und Entscheidungen erkennen und offenbart dabei ein immenses bildnerisches Vokabular, dessen Einsatz häufig die Erwartungen des Betrachters unterläuft und auf stupende Weise überwältigt: Jedes Bild ist ein eigener Kosmos.


Werner Mally

Werner Mally, Autopoiesis (Kallmann-Museum, Ismaning)

Werner Mallys filigrane Skulpturen aus HoIz und Bronzeguss entfalten eine außergewöhnliche Poesie. Kaum vorstellbar, dass die scheinbar schwerelosen, filigranen Gebilde ursprünglich Stühle waren, nämlich Designklassiker von Arne Jacobsen, die als Ausgangsmaterial von Mallys Holzskulpturen dienen. Deren gebogenen Korpus sägt Mally in filigrane Bahnen, in denen alle Bögen und Kurven erhalten bleiben, ebenso die Farbigkeit. Diese fügt er dann zusammen zu Knäueln und scheinbaren Endlosschleifen.
Ähnlich, aber noch deutlich freier arbeitet er in seinen Metallskulpturen. Es entstehen Linien, die sich verflechten, im Raum kreuzen und sich zu neuen Formen zusammensetzen. Zusammen mit ihren Schattenwürfen, die den Raum miteinbeziehen, entstehen feinmaschige, feinnervige Gespinste voller Poesie.

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Im Grunde nichts… – in Hildesheim

Auf Einladung der Neuen Galerie Landshut:
24.04.2022 – 22.05.2022, Galerie im Stammelbachspeicher Hildesheim
Sabine Straub, David John Flynn, Ulrike von der Osten
„Im Grunde nichts …“

 

Sabine Straub – Morphing XXVII (Edelstahl-Pulverbeschichtung, 140 x 170 x 160, 2020), Ulrike von der Osten – traffic (Acryl auf Leinwand, 80 x 100, 2021)

Ein wichtiges gemeinsames Moment in der Arbeit von David John Flynn, Sabine Straub und Ulrike von der Osten ist der Prozess der Werk- und Bildfindung. David John Flynn entwickelt aus einer Mischung von additivem und substraktivem Bildaufbau schwebende Bildräume, in deren Tiefe der Betrachter gezogen wird. Ulrike von der Osten lässt durch das Durchdringen von Farbe und Form abstrakte Farbgefüge entstehen. Ihre Flächen reagieren miteinander, überlagern sich, verschwinden. Die Bildhauerin Sabine Straub dagegen faltet aus filigranen, scheinbar unendlichen Linien großformatige Skulpturen, die wie Zeichnungen im Raum pulsierende Körper bilden.

David John Flynn, geboren 1952 in Manchester, USA lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in München; Sabine Straub, geboren 1963 in Köln, lebt und arbeitet als Bildhauerin in München; Ulrike von der Osten, geboren 1962 in Hildesheim, lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Offenbach.

Die Ausstellung kam auf Vermittlung durch die Neue Galerie Landshut zustande.

 

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Marijke Hooghwinkel · Anneke Hendrikx

13. Mai – 5. Juni 2022

artists exchange w/ Stichting IDFX, Breda, NL


MARIJKE HOOGHWINKEL
Klanginstallation mit Videoprojektion & Zeichnungen

Marijke Hooghwinkel lebt und arbeitet In Breda, Niederlande.

Bildende Künstlerin, Dichterin & Organisatorin „1m2 Podium“.
In ihrer visuellen Arbeit verwendet sie Konzepte wie R o u t e , M.O.N.I.T.O.R.I.N.G. und ‚Vloer werkt‘. Themen Unterwegs und ‚Ruimte‘. Je nachdem, was sie untersucht, entstehen Zeichnungen , bewegte Bilder und Sound/Klang.
Sie ist inspiriert von Gedanken, Bäumen, dem Weltraum [‚Ruimte], Regen und dem Leben selbst, von persönlichen Erinnerungen und Beobachtungen.

Neu seit 2020 bis heute“ : #aspectsvanonderweg. #vaartderlijn, die sie im Rahmen eines Projekts mit Ton und Videobildern präsentiert.


ANNEKE HENDRIKX
Malerei

A. H.: Für mich ist die Malerei ein Prozess, bei dem der Akt im Mittelpunkt steht. Das Forschen und Experimentieren mit selbst hergestellter Tinte und Farbe, mit Farbstoffen aus gesammelten oder selbst angebauten Pflanzen, ist für mich unerlässlich. Das Zusammenbringen von Tusche und Farbe auf Papier und Leinen ist ein überraschendes Spiel aus Fließen und Erstarren, Vermischen und Abstoßen, Dominanz und Unterwerfung, Verschmelzung und Auflösung. All dies wird durch mein Handeln beeinflusst. Die Entdeckung, dass Dinge passieren, entstehen, weil ich Materialien zusammenbringe, fasziniert und inspiriert mich. Meine Werke sind keine Bilder, sondern das Ergebnis der Begegnung zwischen meiner körperlichen Aktion und den von mir verwendeten Materialien. Meine Arbeitsmethode ist einheitlich, das Endergebnis bleibt jedoch immer ungewiss. Form und Inhalt sind frei, aber die Farbe und die Stärke des Materials bestimmen das Bild.

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VERORTUNG – Antje Blumenstein · Anton Quiring

9. April – 1. Mai


ANTJE BLUMENSTEIN

Die Linie als Mittel der räumlichen Darstellung bildet die Grundlage der künstlerischen Arbeit von Antje Blumenstein. Gefalzte Papierarbeiten entstehen gleichermaßen wie lineare Objekte aus Neon, Kunststoff und Alurundstäben. Der gefaltete Raum und architektonische Formen bilden die Grundlage. Dabei spielen die Aspekte Licht und Schatten eine immer größere Rolle. In Landshut werden orangerote Plexiplatten auf dem Boden platziert und diese mit der Säge angeritzt – dabei entstehen Formen/Linien wie bei den Papierarbeiten mit geraden Linien. Diese Linien werden leuchten, da das Plexi ein floureszierendes Plexi ist und somit Kanten und Sägespuren leuchten.


ANTON QUIRING

Das Werk von Anton Quiring ist geprägt durch die Verwendung von Industriematerialien. Er arbeitet mit diesen in den Raum hinein. Die Ausstellung ist eine künstlerische Komposition mit Objekten für diese Zeit an diesem Ort. Der Raum besitzt die gleiche Wertigkeit wie die darin installierten Arbeiten. Der Künstler nutzt verfügbares Material und seziert es – nutzt die Materialität in ihrem reinen Charakter. Der Raum samt Betrachter wird damit analytisch ergründet.

Besprechung der Ausstellung auf Schabel KulturBlog

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JiYoun Lee – Noiseless Floating

artist exchange w/ IDFX, Breda (NL)

IDFX-Exchange
Lee Jiyoun
Fr 18 Mär ’22 bis Sa 09 Apr ’22
Veilingkade 8

Von Freitag, 18. März, bis Samstag, 9. April 2022, findet eine weitere Ausstellung im Rahmen des langjährigen Künstler-Austauschs in der Galerie von Stichting IDFX, Breda (NL) statt.

Die Künstlerin JiYoun Lee, war nach einer Einzelausstellung 2018 zuletzt mit einigen Arbeiten 2020 in der Gruppenausstellung „Unternehmerinnen II“ von (BELLEPARAIS, Julia Lachenmann, München) in der Neuen Galerie Landshut zu sehen.

JiYoun Lee sagt  über ihr Werk:

Im Prinzip arbeite ich mit Dingen, die keinen Wert haben, die lächerlich, unbedeutend sind, im Raum, in der Gegenwart. Sie evozieren das, was vergeht, sich bewegt, geschieht…, auf eine flüchtige, prekäre Weise. Durch das Absurde versuche ich, sie feiner, subtiler zu machen.

Auf diese Weise wird das Werk bedeutsam und lesbar. Manchmal wird es auch ironisch. In manchen Stücken gleitet die Zeit geräuschlos dahin. Es gibt keine großen Dinge, die auftauchen. Nur ein aufmerksamer Blick erlaubt es, Zustandsveränderungen durch einfache Hinweise zu entdecken. Ein aufmerksamer Blick kann Zeichen entdecken, die auf etwas hinweisen, das nicht zu ignorieren ist, auch wenn es banal erscheinen mag, und das schließlich nicht unbedingt lächerlich ist. Es ist paradox. Diese Arbeit beharrt auf dem Wesentlichen.

Bilder der Vernissage am 18. März in Breda

 

Alle Fotos der Vernissage: (c) Martijn Stadhouders

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Anton Kirchmair

ZEICHNEN NACH GEHÖR UND ANDERE LEICHTIGKEITEN

Verlängert bis 3. April!

Sonntag, 3. April, 16 Uhr:

Abschiedskonzert der Extraklasse:
es spielen
DEBASISH GANGOPADHYAY und PAUL ZAUNER



(Eintritt frei – wir bitten um Hutgeld)

Debasish Gangopadhyay. Foto: A. Kirchmair, privat
Paul Zauner. Foto: TJ Krebs

Anton Kirchmair
ZEICHNEN NACH GEHÖR
UND ANDERE LEICHTIGKEITEN
Soft Opening:
am Freitag, 4. März 2022, 18 – 21 Uhr
Einführung und Künstlergespräch:
19 und 20 Uhr
Hierzu sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen!
Ausstellungsdauer: 5. März – 27. März 2022
Fr – So 14 – 17 Uhr, Do 18 – 20 Uhr

Anton Kirchmair

Anton Kirchmair ist dem Landshuter Kunstpublikum seit langem gut bekannt. Nicht nur hatte er in den 80er und 90er Jahren sein Atelier in Untergangkofen, er machte sich zu der Zeit auch rasch einen Namen mit innovativen, häufig performativen Kunstaktionen in serieller Malerei, sowie dem spektakulären „Projekt Kurbelwelle“. Bereits hier sah man eine Kunst, die mit möglichst einfachen Mitteln ein ephemeres Erscheinen erzeugte, welches zugleich auf den wesentlichen, unsichtbaren Kern der Dinge verwies. Dem Leichten, Flüchtigen, Verborgenen nähert er sich bis heute in unendlich vielen künstlerischen Bewegungen an, umkreist es mit Sorgfalt, befragt es mit Demut, bis es eine Ahnung seines inneren Wesens preisgibt; dieses wird jedoch nie direkt sichtbar – es vermittelt sich in seinen fragilen Umhüllungen, seinen changierenden Schattenlinien, seinen zurückgenommenen Farbspuren. Im Leichten verbirgt sich das Gewicht der Welt und offenbart sich dem behutsamen Blick. Es überrascht nicht, dass die Arbeiten Anton Kirchmairs in Ausstellungen in Tokyo und Sapporo, sowie gemeinsam mit japanischen Künstlern in der Neuen Galerie Landshut zu sehen waren. Diese künstlerische Zusammenarbeit begann bereits 1986, und erreicht nun, nach einer Reihe von Ausstellungsbeteiligungen und 25 Jahre nach der letzten Einzelausstellung im Gotischen Stadel auf der Mühleninsel, einen ganz besonderen Glanzpunkt mit „Zeichnungen nach Gehör und anderen Leichtigkeiten“, darunter eine weitläufige skulpturale Rauminstallation.

Die Ausstellung von Anton Kirchmair dauert bis zum 27. März und ist geöffnet freitags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 18 bis 20 Uhr.

Roland H.H. Biswurm im Gespräch mit Anton Kirchmair (c) BR 2 kulturLeben

Anton Kirchmair ist dem Landshuter Kunstpublikum seit langem gut bekannt. Nicht nur hatte er in den 80er und 90er Jahren sein Atelier in Untergangkofen, er machte sich zu der Zeit auch rasch einen Namen mit innovativen, häufig performativen Kunstaktionen in serieller Malerei, sowie dem spektakulären „Projekt Kurbelwelle“. Bereits hier sah man eine Kunst, die mit möglichst einfachen Mitteln ein ephemeres Erscheinen erzeugte, welches zugleich auf den wesentlichen, unsichtbaren Kern der Dinge verwies.

Vor 25 Jahren zeigte Anton Kirchmair in einer rinnerungswürdigen Ausstellung in der Neuen Galerie Landshut eine serielle Reihung hölzerner Behältnisse, menschengroße Schoten aus Pappelsperrholz, jede in ihrer Form etwas unterschiedlich. Bergende Umhüllungen, in Futteralen nochmals geschützt, boten sich dar, formten eine Wellenbewegung, die wie ein einziger atmender, pulsierender Körper wirkte.

Dem Leichten, Flüchtigen, Verborgenen nähert sich Anton Kirchmair bis heute in unendlich vielen künstlerischen Bewegungen an, umkreist es mit Sorgfalt, befragt es mit Demut, bis es eine Ahnung seines inneren Wesens preisgibt; dieses wird jedoch nie direkt sichtbar – es vermittelt sich in seinen fragilen Umhüllungen, seinen changierenden Schattenlinien, seinen zurückgenommenen Farbspuren. Im Leichten verbirgt sich das Gewicht der Welt und offenbart sich dem behutsamen Blick.

Dabei geht es immer auch um eine Befragung dessen, was da ist: was macht es, was kann ich damit machen.

Von Marshall MacLuhan stammt die Aussage: „The medium ist the message – das Medium ist die Botschaft“.

Nun ist das Medium immer zuerst, wie sein Name schon sagt, ein Medium, ein Mittel zur Erweiterung des eigenen Körpers – und nirgends wurde dies deutlicher als in seinem Projekt Kurbelwelle, wo er in körperlich und geistig extrem anstrengender Weise sich entgrenzte und mit seinen Armen, ja mit seinem ganzen Körper eine mechanische Bewegung ausführte und eine ganze umlaufende Hallenwand mit schwarzer Farbe in eine umlaufende Kurbelwelle verwandelte.

Die Befragung des Mediums, des Werkzeugs nach seiner Anwendbarkeit, nach seinen Möglichkeiten, die über die ihm zugeschriebene hinausgeht, ist ein wesentlicher Impuls und Antrieb – sei es die riesige Radiernadel, die bei offensiven und impulsiven Behandlung der Radierung Fetzen herauslöst, die wiederum eine eigene visuelle Inspiration für eine neue Serie ergibt, sei es das spröde, nach Vasari eigentlich ungeeignete Kohlestück (denn nach Vasari muss sie weich und geschmeidig sein), welches dann gerade in einer scheinbar ruppigen, in Wirklichkeit extrem konzentrierten Behandlung zu feinsten, zartesten Bildergebnissen führt – oder seien es die neuen, für die Ausstellung titelgebenden „Zeichnungen nach Gehör“, die aus einer einzigen Linie bestehen, und die wie seismographische Linienführungen wirken – und es tatsächlich sind, nämlich die augenblickliche Niederschrift eines impulsiven Ausbruchs – immer ist es das Material und das Werkzeug, welches so lange befragt wird, bis es eine überraschende Möglichkeit der Verwendung und des Ausdrucks preisgibt.

Dass sich dies in langen, manchmal mühsamen, oft abenteuerlichen, spannungsgeladenen Versuchsreihen geschieht, wo es auch viele Fehlversuche gibt, macht die Ergebnisse umso packender, bewegender und unausweichlicher.

Dass hier ein aleatorisches Element, der Zufall in der Versuchsreihe, eine Rolle spielt, macht die Arbeiten und Serien nicht beliebig – im Gegenteil – es wird spürbar, dass in Ihnen die Kontingenz der Welt enthalten ist, das nicht Steuerbare, das, was wir nicht in den Griff bekommen, das Uneindeutige, das Geheimnis – oder, wie in manchen Arbeiten –das Verborgene, die Rückseite der Dinge, die Anton Kirchmair nicht verachtet, sondern ihr einen ganz besonderen Rang verleiht, – wie einem Vogel, der aus dem Nest gefallen ist – und auch in ihr die bildnerischen Entfaltungsmöglichkeiten befragt, entwickelt und zu einer neuen Serie weiterentwickelt.

Diese Behutsamkeit, dieser Wert, den er den Dingen verleiht, wird auch in diesen seltsamen Gebilden spürbar, die aus feinst bearbeiteten Einfachheiten bestehen, die sich vorwitzig hervorschwingen, sich verketten, vernetzen, den ihnen als Bühne zugewiesenen Raum überziehen und sich mäandernd daraus über den Boden der Galerie fortziehen. Diese einfachen Materialien, das Gefundene, manchmal auch das Wiedergefundene, bis in die Kindheit zurückreichende Materialarsenal ist mit so viel Zuwendung und Behutsamkeit verbunden, auch mit soviel Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit, dass selbst diese bühnenartigen Konstellationen wiederum wie bergende Gehäuse wirken, die diese Kostbarkeit sammeln und bewahren sollen.

Das Leichte, das so ein G.ewicht haben kann, das ist es, was so sehr berührt und einnimmt für Anton Kirchmairs Werk, und wir sind sehr glücklich, unsere künstlerische Zusammenarbeit 25 Jahre nach seiner letzten Einzelausstellung im Gotischen Stadel auf der Mühleninsel, mit diesem ganz besonderen Glanzpunkt wieder zum Leuchten zu bringen. (F.S.)

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MALSO13

Die Idee des Künstler-Kollektivs, die sich durch das gesamte 20. Jahrhundert zieht, entwickelt im Augenblick wieder große Aktualität als Möglichkeit, künstlerische und gesellschaftliche Prozesse zu hinterfragen und offfen zu halten. Die große Ausstellung “Gruppendynamik: Kollektive der Moderne“ im Münchner Lenbachhaus wirft den Blick zurück auf diverse Künstlergruppen des vergangenen Jahrhunderts, die Dokumenta 2022 blickt nach vorn und lädt ein Künstler-Kollektiv ein, die kommende „documenta fifteen“ zu kuratieren.
Selbstorganisierte Künstlergruppen haben auch in der Neuen Galerie Landshut eine lange Geschichte: Von „Kollektiv Herzogstraße“ und „Ex-Neue-Heimat“ über „Warum Vögel fliegen“, „gangART“ und „Mobiliar Linz“  bis „melting borderline“ zieht sich die Präsentation von Künstlergruppen als roter Faden durch die Ausstellungsgeschichte. Im Februar 2022 zeigt die Neue Galerie Landshut in einer zweiteiligen Schau nun Künstler des Münchner Kollektivs MALSO 13.
MALSO13 sind ein Kollektiv von Künstler*innen (2020 gegr. in München) das in wechselnden Besetzungen gemeinsam Ausstellungen verwirklicht.
Es geht vorrangig um den Austausch zwischen unterschiedlichen künstlerischen Positionen, die Verbindung von Ausstellungen mit Konzerten, Lesungen etc. und die Erschließung von neuen Räumen für junge Kunst. Die Erarbeitung und Umsetzung von Projekten in der Gruppe ist dabei ein wichtiges Mittel um Neues und Unerwartetes entstehen zu lassen. Die meisten Künstler befinden sich in der ersten Dekade ihrer Professionalität und können dennoch auf eine beeindruckende Liste von Anerkennungen und Preisen zurückblicken. Viele von ihnen haben bereits ihr Akademiestudium mit Auszeichnung abgeschlossen.

MALSO13 – I

 

4.2. – 13.2.2022 (Soft Opening: Freitag, 4. Februar, 18 – 21 Uhr)

Melanie Chacko, Valentina Eppich, Judith Grassl, Marile Holzner, Heeyoung Jo, Marco Stanke, Pio Ziltz,   | Malerei und Skulptur

2022-02-07_Landshuter_Zeitung_Kollektives_Schaffen

Schabel Kultur-Blog


MALSO13 – II

18.2. – 27.2.2022 (Soft Opening: Freitag, 18. Februar, 18 – 21 Uhr)

Julian Arayapong, Benedikt Gahl, Maximilian Helk, Josef Köstlbacher, Andreas Lech, Young Jun Lee, Jan Rybnicek, Lola Sprenger, Elina Uschbalis

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Bescherungsauflagen 2021

Druckgraphik, Editionen und Auflagenobjekte

Adidal Abou-Chamat | Garance Arcadias | Chris Bierl | Heiner Blumenthal | Burkard Blümlein | Britta Bogers | Claudia Desgranges | Rupert Eder | Judith Egger | Wolfgang Ellenrieder | Janos Fischer | David John Flynn | Doris Hahlweg | Angelika Hoegerl | Sabrina Hohmann | Mary Kim | Christoph Lammers | JiYoun Lee | Erwin Legl | mittelnett | Jürgen Paas | Dagmar Pachtner | Bärbel Praun | Gesa Puell | Ivo Ringe | Esther Rutenfranz | Heather Sheehan | Rose Stach | Sophie Strasser | Veronika Veit | Maria Wallenstål-Schönberg | Stefan Wischnewski | Doris Maximiliane Würgert | Uli Zwerenz

verlängert bis 9. Januar 2022, geöffnet am 1. und 2. Januar, am 6. Januar sowie am 8. und 9. Januar 2022, jeweils 14 – 17 Uhr, (sowie nach tel. Vereinbarung- 0871-6877046 / oder Email-Vereinbarung – ng.la@t-online.de). Es gilt 2Gplus.

Die angegebenen (Sonder-)Preise gelten noch bis zum 9. Januar 2022. Bei Interesse können Arbeiten reserviert werden unter ng.la@t-online.de oder 0871-6877046. Abgabe in der Reihenfolge der Anfragen/Bestellungen.


Adidal Abou-Chamat


Garance Arcadias


Chris Bierl


Heiner Blumenthal


Burkard Bluemlein


Britta Bogers


Claudia Desgranges


Rupert Eder


Judith Egger


Wolfgang Ellenrieder


Janos Fischer



David John Flynn



Doris Hahlweg


Angelika Hoegerl


Sabrina Hohmann


Mary Kim


Christoph Lammers


JiYoun Lee


Erwin Legl


mittelnett


Jürgen Paas


Dagmar Pachtner


Bärbel Praun


Gesa Puell


Ivo Ringe


Esther Rutenfranz


Heather Sheehan


Rose Stach


Sophie Strasser


Veronika Veit


Maria Wallenstal-Schönberg


Stefan Wischnewski


Doris M. Würgert


Uli Zwerenz

 

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„ungesehen“ – Venske & Spänle

Ganz viel Bewegung, geformt aus Marmor: Die Neue Galerie Landshut zeigt die faszinierend seltsamen Skulpturen des Künstlerpaars Venske & Spänle.

Eröffnung: Freitag, 22. Oktober 2021, 18:30 – 21:30
Einführungen zur vollen Stunde

23. Oktober – 14. November 2021, Fr – So 15 – 18 Uhr, Do 18 – 20 Uhr

Die Smörfs bilden ein aus Stein gehauenes Kollektiv, das über den Kunstmarkt auf der ganzen Welt verteilt ist. Laaser Marmor, poliert, Größen variable, 2021

„Das Künstlerpaar Julia Venske und Gregor Spänle bearbeitet weißen Marmor zu amorphen Gebilden, die eine erstaunliche Lebendigkeit entwickeln. Die Kühle und Härte des Materials überführen sie in organische Veränderlichkeit und Weichheit. Ihre inzwischen über 200 Marmorkreaturen haben Venske & Spänle in Gattungen mit unterschiedlicher Formgebung eingeteilt, denen sie jeweils bestimmte Wesenseigenschaften zuschreiben. Diesen humorvollen Umgang belegt auch die scheinbar naturwissenschaftliche Nomenklatur: Die verschiedenen Arten tragen Namen wie Smörfs, Sauger, Orophyten, Helotrophen oder Gumpfoten. Die belebt erscheinenden Marmorwesen widersprechen dem klassischen Repräsentationscharakter steinerner Skulpturen.“
(Blickachsen, Bad Homburg)

Landshut – „ungesehen“ Arbeiten in Marmor von Venske & Spänle in der Neuen Galerie 

Smörf Mantovano, Tutto la rosa della vita, 2017, Laser Marmor, Zeitung

Bevorzugt arbeiten Venske & Spänle mit Laaser Marmor ein klassisches bildhauerisches Material, aus dem sie dann jedoch einen fantastischen Figurenkosmos schöpfen. Begleitende 3D-Animationen tragen zu dieser Vielschichtigkeit bei. Die Kühle und Härte des Steins wird in eine Anmutung von organischer Weichheit und Wärme transformiert. Durch das haptische Material entfalten sich nahezu lebendig wirkende Gebilde, cartoonhafte Wesen, die einem prähistorischen Ursprung oder einem genetischen Experiment zu entstammen scheinen und als Begleiter des Menschen kollektiv in Erscheinung treten . Die den Objekten innewohnende Vitalität ist in besonderem Maße für eine raumbezogene, installative Präsentation geeignet. Durch die Gegenüberstellung von Animationen und der bildhauerischen Arbeiten durchdringt der durch Venske & Spänle geschaffene Dingkosmos unterschiedliche Realitäts- und Anschauungsebenen. (Christof Kievelitz)

MUC-DKR, Laaser Marmor auf der Biennale in Dakar, DAK’Art OFF, Senegal 2018

Das Künstlerduo Julia Venske (*1971 in Berlin) und Gregor Spänle (*1969 in München) sind seit 1997 nach ihrem Bildhauerdiplom 1995 in Laas Italien und der darauffolgenden Residency am RMIT in Melbourne, Australien bei Professor Robert Owen, von Marcia Wood Gallery, Atlanta, Galerie Robert Drees, Hannover, Conny Dietzschold Gallery, Sydney und Ana Serratosa Arte, Valencia vertreten.
Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen Museen international gezeigt, u.a. Museo San Pio, Valencia, Kolbemuseum Berlin, Kunsthalle Wilhelmshaven, Museum for contemporary Art, Atlanta, Museum for contemporary Art, Las Vegas, Museum Bad Arolsen.

Myzot, Nachtwächter vor der Zuger Kantonalbank, Schweiz

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IM GRUNDE NICHTS

Nachtöffnung am Freitag, 8. Oktober, von 19 bis 23 Uhr (Late-Night-Shopping und Galerien-Nacht)

DAVID JOHN FLYNN | SABINE STRAUB | ULRIKE VON DER OSTEN

Malerei und Skulptur


10. September – 3. Oktober 2021

am Kunstwochenende (FR , 10. 9. – SO, 12.9.) jeweils von 14 – 19 Uhr geöffnet.

weitere Öffnungszeiten: FR – SO 15 – 18 Uhr, DO 18 – 20 Uhr


David John Flynn Flynns Bilder sind von dem besonderen Farbauftrag der Enkaustik bestimmt, in welchem die Formen sich an den Rändern auflösen, versinken oder auftauchen, mal pointiert, mal getupft, oft in einer lasierenden, changierenden Flächigkeit. Seine Bilder glänzen nicht an der Oberfläche – diese ist eher matt – sondern sie leuchten von innen, als würden sie dort von einer warmen Flamme langsam verzehrt und im Verglühen Schicht für Schicht nach außen gedrängt.


Ulrike von der Osten lässt durch das Durchdringen von Farbe und Form abstrakte Farbgefüge entstehen. Ihre Flächen reagieren miteinander, überlagern sich, verschwinden. Ihre Bilder sind erzählerisch, ohne Geschichten zu erzählen. „Ulrike von der Osten unternimmt mit ihren Gemälden eine faszinierende Reise in das nie vollständig zu entdeckende Universum der Malerei und nimmt die Betrachter mit.“ (Klaus Honnef)


Die Bildhauerin Sabine Straub schließlich faltet aus filigranen, scheinbar unendlichen Linien großformatige Skulpturen, die wie Zeichnungen im Raum pulsierende Körper bilden. Der Gegensatz ihrer vibrierenden Leichtigkeit zur geometrischen Strenge der einzelnen Module lädt die Skulpturen mit einer Energie auf, die sich auf den umgebenden Raum und auf den Betrachter überträgt. In diesen Morphing-Skulpturen erscheinen Bewegungsabläufe so verdichtet, als sei der Zeitfluss für einen Moment verlangsamt.

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