Alle Beiträge von Franz Schneider

Ingrid Floss – „ich nenne es malerisch“

Eröffnung am Freitag, 23. Februar 2018, 20:00 Uhr
Einführung: Stephanie Gilles, M.A.
Do – So 14 – 17 Uhr

 

Ingrid Floss’ Bilder bestehen aus dicht gesetzten Farbflächen, deren Aufbau schwer zu durchdringen ist. Sie bieten keine Geschichte, keine Perspektive, nur Farbe in immer neuen, reizvollen Zusammenstellungen.
„Farbe berührt den Betrachter direkt und unmittelbar. Sie holt ihn in das Hier und Jetzt zurück. Aber ohne Ordnung wird Farbe schnell dekorativ, kitschig oder sentimental. Wenn ich Farbe ausschliesse habe ich keine Probleme, aber wenn ich schon eine Farbe neben eine andere setze entsteht ein Konflikt oder auch ein Dialog, oder vielleicht Harmonie. Farbmalerei ist eine universale Sprache, die auf der ganzen Welt gelesen werden kann und visuell erfahrbar ist, wie ich bei meinen Aufenthalten in USA, China und Australien festgestellt habe. In meiner Arbeit bin ich mit jedem neuen Bild auf der Suche nach neuen Wegen um diese Tradition weiter zu entwickeln. Trotz der Flut an digitalen Bildern, Reklame, Fernsehen und Video ist diese Form der Malerei für mich immer die grundlegende Ausdrucksform, die die menschlichen Sinne direkt und umfassend anspricht.“ (Ingrid Floss)

Facebook

Lee JiYoun – „beim Anhören des Flusses“

12. Januar  (Eröffnung) – 4. Februar  2018

Im Zentrum der Arbeit Lee Jiyouns steht die aufmerksame und absichtslose Betrachtung der Dinge.

Auf ihren ausgedehnten Spaziergängen durch die Stadt und entlang der Isar hat sie allerlei Dinge aufgelesen: Überflüssig- und Unbrauchbargewordenes, Kaputtgegangenes, Nutz- und Wertloses, Unbeachtetes. Sie schaut die Dinge an, wählt sie aus, hebt sie auf, und isoliert sie aus dem Kontext, in dem sie bloß Abfall waren, und überführt sie in einen anderen Kontext.

Hier gibt die Künstlerin diesen Dingen nun durch behutsame und aufmerksame plastische Gesten eine neue Identität. Es sind einfache Gesten: Aufrollen, Nebeneinanderlegen, Aufeinanderstellen, Verknüpfen… Durch die Gesten finden sich die Gegenstände nicht transformiert oder transzendiert. Sie sind wie sie sind. Und sind doch andere geworden.

Im Raum platziert treten die Objekte dann über formale Analogien miteinander in einen Dialog. Sie weisen aufeinander hin, antworten einander, öffnen Assoziationsräume zwischen sich.

Unscheinbar, zurückhaltend, ja zufällig mag diese Anordnung armseliger Dinge erscheinen. Und doch zeugt sie von einer sehr klaren und starken Positionierung in einer Waren- und Konsumwelt, in der die Dinge nur danach beurteilt werden, welchen Nutzen sie für uns haben, und in der neue Gegenstände in kürzester Zeit schon wieder obsolet werden und sich in Müll verwandeln.

Die koreanische Künstlerin Lee Jiyoun hat in Frankreich studiert und lebt nun seit einem halben Jahr in Deutschland.

Der Titel der Ausstellung beim Anhören des Flusses ist ein Zitat aus Hermann Hesses Siddharta.

Facebook

Ein Kunstwerk – individuell, exklusiv und von bleibendem Wert

Sie suchen nach einem besonderen Geschenk, das möglichst einmalig sein soll?

Ihr Geschenk soll den Vorlieben, dem Geschmack und den Vorstellungen der/des Beschenkten entsprechen?

Sie möchten, dass die/der Beschenkte möglichst lange Freude an Ihrem Geschenk hat?

Mit einem Gutschein für den Kauf von Kunst in der Neuen Galerie Landshut e.V. stärken Sie die lokale Kunstvermittlung und setzen auf renommierte Künstler und aktuelle Kunst mit hohem Wertsteigerungspotential. Dabei ist aktuelle Kunst (noch) erschwinglicher, als man denkt.
Sie machen ein garantiert persönliches Geschenk, das sich die/der Beschenkte aus einem großen Angebot aktueller Kunst nach seinen eigenen Vorlieben wählen kann. (Und er/sie bekommt bei einer Arbeit aus der aktuellen Ausstellung „Domestic Space – Christmas Edition II“ auch noch 5 % Ermäßigung auf den Listenpreis.)

Es ist ganz einfach:

1. >>>>>>> Gutschein downloaden

2. Ausdrucken.

3. Ausfüllen (selbst gewählte Summe eintragen; Name des Beschenkten und eigenen Namen sowie Post- oder Email-Adresse vermerken).

4. Überweisen!

5. Schenken.

 

 

 

 

Facebook

Domestic Space | Christmas Edition

Auflagenkunst und Multiples von

Stephan Balkenhol | Albert Coers | Gregor Cürten | Hanne Darboven | Isabelle Dyckerhoff | Florian Ecker |  Günther Förg | Zita Habarta | Mark Harrington | Reiner Heidorn | Karin Kneffel | Elvira Lantenhammer | Florian Lechner | Bruce McLean | Robert Morris | Jürgen Paas | Reiner Ruthenbeck | Gabriele Schade-Hasenberg | Paul Schwer | Angela Stauber | Wolfgang Tillmans | Liliane Tomasko | Venske & Spänle | Maria Wallenstål-Schoenberg | Tobias Zaft

präsentiert mit „Domestic Space | Christmas Edition“ Auflagenkunst und Multiples von 25 Künstlern aus seinem Portfolio in den Räumen der Neuen Galerie Landshut. Im Rahmen der Ausstellung werden die Grenzen dieses Genres spielerisch ausgelotet und unterschiedliche Auffassungen von Zeichnung, Malerei, Skulptur und Fotografie zusammengeführt. Die Besucher erwartet eine spannungsreiche Sammlung zeitgenössischer, limitierter Editionen in einer exklusiven Atmosphäre im Gotischen Stadel auf der Mühleninsel, die mit den Möglichkeiten künstlerischer Techniken spielt und die abstrakten als auch figurativen Ebenen des Mediums aufspürt. Die Zweigstelle Berlin freut sich, arrivierte und junge Positionen in Landshut zu zeigen und gleichzeitig einen Einblick in die Variationsbreite künstlerischer Gattungen zu geben.

Abb.: Jürgen Paas „Cope“, 2016, Aquarellfarben auf Büttenpapier im verzinkten Stahlrahmen, 41 x 41 cm, Auflage 10

 

 

Abbildungen:

Reiner Heidorn „Pokegirl“, 2017, Multiple, 31 cm, Auflage 100, mit Zertifikat (signiert/nummeriert)

Karin Kneffel „Kirschen vor Landschaft“ 1998, Offsetdruck, 96 x 96 cm, Auflage 50, signiert, gerahmt 

Isabelle Dyckerhoff „Stars & Stripes“, 2014, Collage, Fine Art Print, Auflage 4, 40 x 30 cm, gerahmt 

Elvira Lantenhammer „Lageplan 3“, 2014, Pigment/Acryl/Papier, 19 x 19 cm, Auflage 3, gerahmt

Elvira Lantenhammer „Lageplan 2“, 2014, Pigment/Acryl/Papier, 19 x 19 cm, Auflage 3, gerahmt

Elvira Lantenhammer „Lageplan 1“, 2014, Pigment/Acryl/Papier, 19 x 19 cm, Auflage 3, gerahmt

Gregor Cürten „Rote Nase“, Enkaustik auf Inkjet, 2011, Auflage 6, 26 x 20 cm

Angela Stauber „Limbo“ 2016, Linoldruck auf Papier, Bildmaß 20 x 30 cm, Blattmaß 59 x 42 cm , Auflage 6 (plus 1 AP) 

Günther Förg „6 Rechtecke“, 1991, Holzschnitt, 60 x 84 cm, auf strukturiertem, festen Velin, signiert und datiert. Edition der Griffelkunst, Hamburg

Facebook

CASPARS SPUREN

Dozenten und Studierende des Caspar-David-Friedrich-Instituts der Universität Greifswald

Jürgen Auerswald | Sylvia Dallmann | Nils Dicaz | Rabea Dransfeld | Natascha Ehrenheim | Lilly Eikermann | Ulrich Fischer | Christian Frosch | Charlet Gehrmann | Yang He | Claudia Heinicke | M. Kardinal | Jan Krause | Florian Mehlis | Regina Nagel | Katharina Nowak | Giacomo Orth | Linda Perthen | Oliver Petschauer | Marcus Pfab | Elisabeth Pohl | Daniela Risch | Sascha Schestow | Cindy Schmiedichen | Ulrich Schneider | Anett Simon | Michael Soltau | Lin Wang | Anne Wende

6. Oktober – 29. Oktober

Mit freundlicher Unterstützung durch Rechtsanwälte Sigl, Seiler, Gleixner, Strasser & Kollegen

Dozenten und Studierende des Caspar-David-Friedrich-Instituts Greifswald geben einen Einblick in die aktuelle Auseinandersetzung mit dem Namensgeber.

Dabei malt keiner der beteiligten Künstler wie Caspar David Friedrich. Die künstlerischen Spuren zeigen sich vielmehr im Prozess der je individuellen Anschauung und Aneignung von Welt. Die Poetisierung der Welt im Sinne Caspar David Friedrichs forderte auch der Dichter Novalis: „Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, romantisiere ich es.“

Der Frage nach der Zeitgemäßheit dieses Ansatzes geht diese Ausstellung nach.

Ein Schwerpunkt dieser Ausstellung ist zudem die Auseinandersetzung mit dem Material, das immer wieder neue, unerwartete Anmutungen annimmt.
So wirkt etwa ein gegossener farbiger Gipsquader als „dreidimensionales Aquarell“ in der künstlerischen Arbeit von Cindy Schmiedichen.
Die Bandbreite des verwendeten Materials ist groß: Sie reicht von Malerei und Zeichnung über Fotografie und Film bis hin zu plastischen Objekte aus verschiedenen Materialien.
Ganz im Sinne Caspar David Friedrichs suchen die Ausstellenden nach einem subjektiven Ausdruck. Dabei sind Handwerk, Ratio und Poesie immer auf das engste miteinander verbunden.

Facebook

SLIGHT SHIFT – Videoarbeiten. Installationen. Loops.

Videoarbeiten, Installationen und Loops von Künstler/innen
der Neuen Galerie Landshut, des Landshuter Kunstvereins sowie der Galerie in Bewegung
in der Großen Rathausgalerie Landshut ab Freitag, 8. September
(Landshuter Kunstnacht) bis Sonntag, 17. September 2017
 
Noortje Haegens  |  Herbert Nauderer  |  Dagmar Pachtner | Veronika Veit  |  Doris M. Wuergert
(Neue Galerie Landshut)
Birthe Blauth  |  Almut Determeyer  |  Peter Gregorio | Renato Rill  |  Stefanie Unruh
(Kunstverein Landshut)

Kunst an der Isar
(Galerie in Bewegung/Filmclub Landshut)

Große Rathausgalerie
Altstadt 315 (Eingang Grasgasse)
Öffnungszeiten: Di bis Fr 14−18 Uhr, Sa 11-18 Uhr, So 14-18 Uhr
www.landshut.de − Museen und Ausstellungen − Rathausgalerien

 

Facebook

Hinrich Gross – Licht und Nicht Licht

HINRICH GROSS
Licht und Nicht Licht
Eröffnung in der Kunstnacht, am Freitag, 8. September 2017 um 20:30 Uhr
Einführung: Stephanie Gilles, M.A.
 
9. September – 1. Oktober 2017
Do – So 15 – 18 Uhr
 
In seinem künstlerischen Werk widmet sich der Hamburger Hinrich Gross der Erkundung des Lichts.
Seine Installationen sind technische Versuchsanordnungen ebenso wie ästhetische Konstrukte. Sie zeigen Licht als physikalisches, technisches und grafisches Material ebenso wie als verdecktes Medium, das die Informationen, die es transportiert, mit den ihm immanenten mischt.
Hinrich Gross übersetzt physikalische Erkenntnisse in ästhetische Botschaften. Seine Poesie gilt der Art und Weise wie sich Sehen und Betrachten verweben lassen. Zur Kunstnacht erweitert sich die Ausstellung bis hinaus ins Freie. 
Der Widerschein des Lichts, moduliert durch das Material, auf das es trifft oder den Raum, den es durchwandert, ist eine Art der Reflexion, die einen Keil in die Gewohnheit der Wahrnehmung treibt. Sie fragt danach, ob sich das, was wir sehen, auch anders lesen lässt. (Bettina Catler-Pelz)
 Mit freundlicher Unterstützung von
 
sowie Sabine Schürhoff-Dobler und Rainer Dobler
Facebook

Ingrid Flohry | Mary Kim – Structures & Systems

Virtuellen Welten gleich dehnen und strecken sich die skulpturalen Gebilde von Mary Kim und die komplexen aquarellierten Formen von Ingrid Flohry in den zwei- und dreidimensionalen Raum. Aus einem wandelbaren System einfacher Module heraus entwickeln sich bei beiden Künstlerinnen vielschichtige, verwirrend erscheinende und in steter Unabgeschlossenheit mäandernde Strukturen, die Raum als Volumen und Modell definieren und in einem Zwischenbereich von Physik, Architektur und Technik verortet zu sein scheinen.

Zu den eher stillen und konzentrierten Positionen der zeitgenössischen Kunst gehört die Düsseldorfer Malerin Ingrid Flohry, deren teils groß dimensionierten Aquarelle sich mit der zeichnerischen Konstruktion von Raum auseinandersetzen. Die von ihr erschaffenen Räume, Trichter, Kurven oder röhrenförmige Anordnungen, erhalten ihre Dynamik und Tiefe aus einer virtuos angelegten Kolorierung. Detailreichtum und Arbeitsintensität kennzeichnen den Entstehungszyklus solcher Bilder, der im starken Gegensatz zur Schnelligkeit unseres Zeitalters steht.

Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich die in München lebende koreanische Künstlerin Mary Kim mit modular aufgebauten, architektonischen Strukturen, die aus vielen gleichartigen schiefwinklige Grundelementen aus Holz oder Metall bestehen.

Jede dieser schiefwinkligen Strukturen wirkt wie ein wachsendes Wesen mit Anklängen an Gebautes und Gewachsenes, mit technoidem ebenso wie organischem Charakter – und Humor. Parallel dazu arbeitet die Künstlerin auch an digitalen Zeichnungen als virtuelle Designvorlagen der Strukturen. Auf vielfältige Weise erkundet so diese Ausstellung die Beziehung zwischen zwei und drei Dimensionen, Illusion und Realität, Form und Funktion, sowie traditionellen und digitalen Methoden der Schaffung von Kunst.

Facebook

Stefan Wischnewski – Rebound

Stefan Wischnewski

Rebound

Skulpturale Arbeiten

24. Juni – 16. Juli 2017

Do – So 15 – 18 Uhr

Stefan Wischnewski ist Bildhauer – allerdings mit Nadel und Faden, oder besser – mit der Nähmaschine. Sein Material findet er bevorzugt in den industriell gefertigten Erzeugnissen der Freizeit- und Sportkultur. Diese interpretiert er neu, indem er sie zerlegt, auftrennt, umwendet, und aus den Versatzstücken bekannter Produkte neue Objekte entstehen lässt.

Rebound könnte man dieses Verfahren nennen, ein Begriff, der auch aus dem Sport bekannt ist, und REBOUND nennt Stefan Wischnewski auch seine Ausstellung in der Neuen Galerie Landshut, die am kommenden Freitag, den 23. Juni 2017 um 20:00 Uhr eröffnet wird.

Stefan Wischnewski war bereits im vergangenen Jahr mit einigen ausgewählten Arbeiten in der furiosen Ausstellung „TISSUE“ in der Großen Rathausgalerie zu sehen. Nun bezieht er den gesamten Gotischen Stadel in seine REBOUND-Strategie mit ein und zeigt raumbezogene, skulpturale Arbeiten, die immer aus vorhandenen Materialien und textilen Produkten bestehen, die er komplett verändert und zu neuen, andersartigen Objekten umformt. Manchmal wirken diese dann wie glänzende Designstücke, manchmal auch wie Dinge, deren Funktion nur ein paar Augenblicke von unserem Verständnis entfernt scheint – und sich doch nicht erschließt. In einem Nützlichkeits-Sinne sind sie völlig zweckfrei – und gerade dadurch ermöglichen sie eine ironisch-distanzierte Rückwendung auf die Gegenstände des Alltags, deren Zweckgebundenheit von uns meist unhinterfragt hingenommen wird.

Stefan Wischnewskis unkonventioneller Zugriff entzieht ihnen ihre vertrauten Sinnzusammenhänge und überführt sie in das Erfahrungsfeld der Kunst. Dort aber eröffnen sich nicht nur neue Assoziations-Spielräume; in ihren irritierenden Wirklichkeitsverschiebungen ermöglichen die Objekte eine neue, unverstellte Wahrnehmung ihrer selbst und zugleich oft auch des sie umgebenden Raumes.
So entsteht immer wieder ein Möglichkeits-Raum, eine Utopie von gesellschaftlicher Relevanz.

Die Ausstellung dauert bis zum 16. Juli und ist geöffnet Donnerstag bis Sonntag von 15:00 bis 18:00 Uhr.

 

Facebook

Noortje Haegens – Loop

Zum 15. Mal ist in der Neuen Galerie Landshut eine Präsentation niederländischer Kunst zu erleben. Im Rahmen des Künstleraustausches mit der Stichting IDFX zeigt die Künstlerin Noortje Haegens Fotografie und Videokunst. Dabei ist überraschend, dass nicht nur den Fotografien, sondern auch den sorgsam gerahmten Video-Objekten eine eigentümliche Mischung aus Ruhe und tänzerischer Bewegung zu eigen ist. Dies hat sehr viel mit der Entstehung dieser Arbeiten zu tun. Immer wieder sondert sich die Künstlerin für Wochen oder Monate von der Außenwelt ab, durchwandert abgelegene Landschaften und verbindet dort eine sehr existentielle Wahrnehmungsweise mit einem Spiel der Realitätsbehandlung, die sie in ihren Fotografien und Videoarbeiten den Betrachter nachempfinden lässt. Es sind Momentaufnahmen des künstlerischen Prozesses, welche die Landschaft so konkret und vollständig wie möglich erleben lassen. Während die Fotografien und Video-Objekte allerdings zunächst eine entspannte, verlangsamte, manchmal beinahe choreographische Bewegung vermitteln, enthalten sie jeweils ein irritierendes Moment, welches den Betrachter berührt und herausfordert. Ihm wird nicht die Erhabenheit der Landschaft vor Augen gestellt, sondern er wird selbst zum Betrachtenden, zum Subjekt der Wahrnehmung.
Noortje Haegens absolvierte 2011 die St.-Joost-Akademie in Breda und arbeitet seither als freischaffende Künstlerin. Ihre künstlerischen Exkursionen führen sie immer wieder für Monate in isolierte Orte und abgelegene Gegenden, wie etwa ein Kloster in Holland, eine Wanderreise über lappländische Hüttenwege oder in die trockenen Hügellandschaften Portugals. Noortje Haegens selbst sagt: „Es sind Konfrontationsperioden. Durch eine radikale Trennung von Gesellschaft und ohne Leistungsdruck bin ich künstlerisch sehr produktiv. Bei meinen Wanderungen bemerke ich, dass sich meine Sinne verlangsamen, dass mir dies durch die Bewegung und die Kraft der Stille zunehmend leichter fällt. Wie eine Landschaft durch diese langsamere Weise des Seins wahrgenommen wird, ist für meine Arbeit von großer Bedeutung.“
Die Ausstellung dauert bis zum 27. Mai und ist geöffnet Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr.

 

 

 

Facebook