Kategorie: Archiv

Dagmar Pachtner

Hommage

Modelle sind eine Form der Aneignung von Wirklichkeit. Heute werden Sie zunehmend ersetzt durch virtuelle Raumdarstellungen im Computer. An dieser Übergangssituation setzt das Konzept an. Der öffentliche Raum in Landshut – die Altstadt – wird zum Fokus einer Realisation im Modell. Der platzartige Strassenzug zwischen Heilig-Geist Kirche und St. Martin, also der Zwischenraum der Gebäude wird materialisiert.

In Anlehnung an die erste plastische Darstellung der Stadt im Modell (Sandtner-Modell von 1570) entsteht ein Modell dieses „Raums“ der Stadt.

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Iska Jehl

innen und außen

INNEN UND AUSSEN ist ein interaktives Kunstwerk, welches durch die Zusammenarbeit von Betrachter und Künstlerin entsteht.
Der zugrunde liegende Gedanke dieser Arbeit ist, dass der Blick von innen immer anders ist als von außen. Aber auch die Außenansicht kann Erwartungen wecken, die, wenn der Standort nach innen wechselt, im positiven oder auch negativen Sinn, nicht erfüllt werden.

Zur Herstellung des Kunstwerks nehmen Sie eine analoge oder digitale Fotokamera. Wählen Sie das Fenster in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus, dessen Aussicht Sie am meisten mögen. Öffnen Sie das Fenster und fotografieren Sie diesen Ausblick. Gehen Sie anschließend nach draußen und fotografieren Sie das Haus mit dem entsprechenden Fenster. Benutzen Sie ein Querformat. Wählen Sie die Tageszeit und das Wetter, bei welchen Ihnen die Aussicht am besten gefällt.

Schicken Sie die Fotos oder die digitalen Daten an die Neue Galerie Landshut:
email: ng.la@t-online.de, Postanschrift: Gabelsbergerstr. 22, 84034 Landshut

Sie bekommen die Fotos von der Künstlerin signiert zurück. Die Künstlerin wird zur Dokumentation der Aktion eine Kopie der Fotos behalten und archivieren.

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Sabrina Hohmann

Ansichten vom blauen Bock

Für die temporäre Installation „vorübergehende Besetzung“ (Magdeburg 1996) stellten Bürger Stühle zur Verfügung. An der Fassade des leergezogenen Gebäudes zeichnen sie als Stellvertreter das einst hier seßhafte Leben nach. Das Ausgesetztsein im Leben und die Erinnerung sind in dieser „sozialen Skulptur“ visualisiert.
Die 600 leeren Einraumwohnungen im Inneren des Gebäudes unterscheiden sich nurmehr durch ein immobiles Überbleibsel – die unterschiedliche Tapezierung der Wände.
Ein Teil dieser Tapeten (120 Stück) ist als „Musterbuch“ archiviert.
Verschiedene Geschmäcker in Form von Tapetenmustern repräsentieren also die Menschen, die dieses Haus einst bewohnten.
Das Musterbuch wird erstmals gezeigt in der Ausstellung „Stadtlage“, Neue Galerie Landshut.

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Angelika Högerl

 


side-board ist weder Fisch noch Fleisch, ist Architekturmodell oder doch ein Möbel?
Es wächst aus der Fassade wie ein Fremdkörper, beschneidet den Balkon, bringt eine Störung in das Bild der Fassade.
Das Innen und Aussen durchdringen sich und vereinen sich zu einem neuen, zweckfreien Konstrukt.

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garage_t

Chinesisches Porträt

Das „Chinesische Porträt“ ist Methode der Anamnese, der Autoreflexion und der Zukunftsforschung. Es findet Verwendung als psychotherapeutische Assoziationsübung, als Einweihungsweg im Kristallkugel-Reiki oder als Methode im Prozessmanagement.

Seine Fragen fordern auf zu assoziativen Zuschreibungen an ein sonst wenig greifbares Gebilde: die Stadt, welche zugleich so viel Bedeutungsmacht für das jeweils innewohnende Subjekt besitzt.
Im medialen Dialog über Tafelanschlag, Laternenmast-Affiche und Internet- Sign-In, im Grenzbereich also zwischen privatem und öffentlichem Raum entsteht ein nicht repräsentatives, dennoch plurales und vielschichtiges Porträt der Stadt Landshut.
„Chinesisches Porträt“ ist  interaktives Projekt und  poetisch-ethnologischer Forschungsbericht; und zugleich – ein Partyspiel für unbegrenzt viele Teilnehmer zur 800-Jahr-Feier.

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Wolfgang Ellenrieder

Hier entsteht…

Bautafel in der Altstadt

Mit freundlicher Unterstützung durch Lederwaren Dörfler
Am 1. Juli wurden durch den Fremdenverkehrsverein Landshut an Stelle der Arbeit von Wolfgang Ellenrieder Fotomontagen von Raimund Hackl angebracht, die die Fassaden von Altstadthäusern zeigen.
Der Inhaber der Baustelle, Herr Jeschke, brachte daraufhin die Arbeit Wolfgang Ellenrieders an noch exponierterer Stelle wieder an.

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Irene Drexl

Nitrofrottage

Irene Drexl setzt mit ihren Arbeiten kleine Denkmale der urbanen Ödnis. Bruchstücke, als seien es Teile von abgebrochenen Gesimsen, zeigen in hingewischten Fotoausschnitten, Raster und Muster. Was die Kunst als seriell genießt, was den Mathematiker freut, was industrieller Fertigung nützt, das bedeutet fürs Stadtbild Eintönigkeit. Irene Drexl bringt das klug auf den Punkt. ­ (Simone Dattenberger)
Irene Drexl isoliert architektonische Strukturen aus dem städtischen Umfeld. Mittels Fotografie von Fassadenausschnitten oder Architekturdetails löst sie bauliche Strukturen aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang. Diese Fotos werden durch Nitrofrottage auf Gipskuben übertragen.
Aus Balkonen eines Wohnblocks, um 90°Grad gekippt, wird eine räumliche Struktur, die gänzlich neue Assoziationen zulässt. Durch den schnellen, nicht vollkommen kontrollierbaren Arbeitsprozess der Nitrofrottage und die spezielle Oberflächenbeschaffenheit der Gipskuben entsteht eine an Fresken erinnernde Bildqualität.
Eine Widererkennbarkeit dieser Orte bleibt dem Betrachter meist verwehrt -der Betrachter ist aufgefordert, der ihm gewohnten und vertrauten Stadtlandschaft mit „neuen Augen“ zu begegnen.

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Daniel Bräg

Nur heute

5.0.2P1


Ein jeder von uns kennt die beschriebene Marktsituation – jedoch es fehlt der Inhalt – im wahrsten Sinne des Wortes – komplett. Obstlos zeigen sich die Tische, sie wirken steril, kalt und abstoßend. Nichts ist zu riechen, zu ertasten, zu schmecken und niemand preist irgendwelche Waren einem kaufinteressierten Publikum an. Auch die Dimension der aufgestellten Objekte, ihre schiere Größe, taugt zum realen Warenverkauf nicht. Die Tische sind zu klein und die Schirme zu niedrig, sie sind zwar ihren Vorbildern gleich, doch, wie sich unschwer feststellen läßt, nicht dieselben.
Trotzdem, oder gerade deswegen verändert diese Installation den Platz. Sie verändert ihn auf Zeit, kommentiert und nimmt Stellung.

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Angelika Boeck

„1.5 Minuten Landshut“, eye-drawings, 2004

DCF 1.0
DCF 1.0

5 teiliges Postkartenset „1.5 Minuten Landshut“, 2004
„1.5 Minuten Landshut“ sind die mit einem eye-tracker aufgezeichneten Blickspuren Landshuter Stadtansichten. Der eye tracker besteht aus einer Videobrille, die den Augenbewegungen folgt, und einem an die Brille angeschlossenen PC, der die Sehdaten auswertet und in Linien und Punkte umsetzt.

Die eye-tracks von 5 verschiedenen „Stadtansichten“ werden während der Ausstellungszeit als Ansichtskarten an 5 verschiedenen Verkaufsstellen in Landshut angeboten.

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Thomas Barnstein

Schichtung


Wo ist diese Stadt ein Ort?
Wo ist sie typisch?
Was verortet sich hier?
Woran kann ich mich orientieren?

Seinsverortung, Bedürfnisverortung,
Konsumverortung, Identitätsverortung,
Kulturverortung

Wozu gibt es heute Städte?

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