Hauchun Kwong (geb. 1965 in Hongkong) arbeitet mit um im Kontext von Schrift und Raum. Es ist eine Eigenheit chinesischer Schriftzeichen, dass sie über Jahrtausende hinweg in ihrer Form keine Veränderung erfahren haben und dadurch überzeitlich erscheinen. Die Reichhaltigkeit und Bedeutungsvielfalt chinesischer Sprache ergibt sich erst durch Artikulation und Aussprache. Durch die Technik der Kalligraphie besteht die Möglichkeit im Tun über dieses Phänomen nachzusinnen und ihm durch die Pinselführung mit unterschiedlichen Tinten und Papieren in Bahnen uralter Traditionen eine letztlich konventionalisierte Ästhetik zu geben. Deren Reiz ergibt sich daraus, dass Tradition hier als Rahmen erlebt werden kann, der meditative Ruhe verheisst und spendet. In ihren raumbezogenen Arbeiten klingt dieses meditative Moment auf anderer Ebene an. Sorgsam bearbeitete, semi-opake Metallplatten installiert Hauchun Kwong entweder schwebend auf dem Boden oder lässt sei in die Wände von weissen Räumen ein. Durch den Minimalismus ihrer Vorgehensweise erreicht sie eine inhaltliche Konkretion, die die grossen Fragen im Kontext östliche und westlicher Kultur anklingen lässt: Was ist Raum? Wie entsteht er? Inwiefern wirft er den Menschen auf sich selbst oder verweist auf anderes, das sich nicht in Spiegeln abzuzeichnen vermag?
Kategorie: Ausstellung
Chen Qiulin
Video-Installation
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Chen Qiulin (geb. in Wanxian) arbeitet vornehmlich im Medium Video. Für die Arbeiten „Farewell Poem“ und „Farewell my Concubine“ hat sie sich an die Schauplätze umfassender urbanistischer Transformation in unmittelbarer Nähe ihres Heimat- und Wohnortes begeben. Sie heissen Yunyng, Fengjie, Wusham und Dachang. Alle diese Orte wurden ab Mitte der 1990er Jahre zerstört und werden in kürzester Zeit vollständig von der Landkarte verschwunden sein und dem Three Georges Dam Platz machen. In diesen Arealen wurde 1993 auch das Filmepos „Farewell my Concubine“ von Chen Kaige gedreht, das in acht Kapiteln einen Blick auf die chinesische Gesellschaft zwischen 1924 und 1977 wirft und bei den Filmfestspielen in Cannes 1993 die Goldene Palme gewann. Wenn Chen Chiulin diese Orte von jugendlichen Paaren in modischer Kleidung und traditionellen, leuchtend-farbigen Gewändern aus wehenden Stoffen durchstreifen lässt, spielt sie mit der mittlerweile doppelten Geschichte dieser Orte, denen schon ein Platz in der Filmgeschichte sicher ist. Ihr Video spielt sich in einer Atmosphäre schönen Verlustes ab. Statt anzuprangern nutzt sie die Szenerie, um Schönheit, Schönlinigkeit und Leichtigkeit hineinzukomponieren. Im Kontrast zu Modeaufnahmen, die diese Orte auch gerne aufsuchen, sind ihre Arbeiten nicht in den kommerziellen Kreislauf eingeschlossen, um in diesem aufzugehen. Sie entziehen sich auf Dauer.
Fu Rao
Malerei, Zeichnung, situative Rauminstallation
Fu Rao (geb. 1978 in Peking) arbeitet in den Medien Zeichnung, Performance und Installation. Motive seiner gegenständlich erscheinenden Zeichnungen sind Alltagsgegenstände, Köpfe und Situationen, die abgesehen von Farbakzenten in Schwarzbraun gehalten sind. Bei dem Malmittel handelt es sich nicht ausschließlich um Tusche, sondern auch um Sojaöl und Bitumen. Sein Experimentieren mit den Löslichkeitsgraden dieser Flüssigkeiten auf Papier korrespondiert mit der prozesshaften Arbeitsweise, der seinen Zeichnungen zugrunde liegt. Das Motiv entwickelt sich auf dem Papier, zusammengesetzt aus ausgewaschenen Flächen, großzügigen Schwüngen, kleinteiligen Aneinanderreihungen und Überlagerungen von rechteckigen Pinselspuren. Auf der Ebene der Schaffung von Sonderwesen vor bloßem Grund oder in der Natur scheint er ein Verwandter Paul Klees als Zeichner zu sein. Wo dieser jedoch bei der Arbeit an seinem Kosmos verharrt, wendet sich Fu Szenarien zu, die in der Lebenswelt einer Wohnung zwischen Badezimmer und Wohnzimmer ihre Bezugsgröße haben. Dadurch, dass die Konturen von Gegenständen und Dingen vor den Augen des Betrachters sinnlich verschwimmen entsteht der Eindruck von einer gewissen Märchenhaftigkeit. Der Text dieser Märchen mit ironisch-einsam morbiden Unterton kann jedoch nicht mehr von den Gebrüdern Grimm gesammelt werden, oder nachträglich in des „Knaben Wunderhorn“ Eingang finden.
Cheng Chang Wei
Shadow (Video-Projektion)
Cheng Changwei (geb. 1973 in Qujing) arbeitet in den Medien Skulptur und Video. Würde man von den Tätigkeiten, die er in seinem 2003 entstandenen Video mit dem Titel „Shadows“ ausübt, könnte man zu dem Schluss kommen, dass er vornehmlich konzentriert in einem chinesischen Buch liest und in einem Atelier an der Modellierung von Büsten aus Ton arbeitet. Wesentlich ist nicht die Tatsache, dass er diese geradezu archaischen Tätigkeiten kognitiver und manueller Bildung ausübt, sondern vor welchem zeit- und mediengeschichtlichen Hintergrund. Dessen forcierte Totaldurchdringung der privaten und öffentlichen Lebenswelten aus überwiegend kommerziellen Interessen bis hin zur Ununterscheidbarkeit zwischen gelebter Realität und inszenierter Medienwelt, dessen Lust an Konsum, Sexualität, Gewalt, Totalzerstörung, Mutation, Exzess und Selbstinszenierung zieht in einer durchlaufenden, übergangslosen Überblendung innerhalb der Videosequenz in grellen Farben, Schriftfetzen und lauten Geräuschen hinter Cheng Changwei vorbei. „Das Leben des infamen Menschen“ (Michel Foucault), das auf Videobändern, CDs und DVDs greifbar ist bildet die Folie vor der sich Cheng Changwei selbstbewusst als Künstler positioniert. Verarbeiten kann man alle diese Eindrücke nicht. Man kann sie zusammentragen, schneiden und in eine Ordnung bringen, in deren zeitlicher Folge sich die zugrunde liegenden, urmenschlichen Themen und Lüste in ihrer Stosskraft ausbalancieren. Es geht nicht um Revolte, Manifeste und Pamphlete, sondern um die konkrete Suche nach dem Umgang mit dieser Flut ohne Kraftverschwendung, auf dass sich die pragmatischerweise notwendige Ruhe wieder einstellen kann, die man zum individuellen Weiterarbeiten und zur Selbstbehauptung in einer gesellschaftlichen Umbruchszeit innerhalb Chinas braucht, deren Ende noch nicht absehbar ist.
Archiv 2005
Martin Paulus
DIE ALBEN
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Martin Paulus DIE ALBEN
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Erzählung mit Malerei
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Hardcover mit Schutzumschlag
24,90 €
33 Exemplare mit Original-Radierung
90.- €
triptychon literaturverlagBuchpremiere (Erscheinungsdatum: 09.12.2005)
Lesung: Samstag, 10. Dezember 2005, 19:00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung: 20:30 Uhr11. Dezember – 18. Dezember 2005
do – so 14:00 – 17:00 UhrErscheinungstermin: Herbst 2005Erzählung mit Malerei
144 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Fadenheftung, Hardcover mit Schutzumschlag
Stefan Schessl
Neue Bilder
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do – so 14:00 – 17:00 UhrAchtung! Führung durch die Ausstellung verschoben auf
Sonntag, 13. November, 15.00 Uhr
Junge chinesische Kunst
an der Schnittstelle zwischen Ost und West

JUNGE CHINESISCHE KUNST
Cheng Changwei, Fu Rao, Chen Qiulin, Hauchun Kwong, Jiang Jing, Jing Fang Li, Lei Yan, Shen Qin, Tao Yini, Xianwei Zhu, Xie Qi, Yi Sun, Zhang Qiong Fei, Zhangwei Ghuo, Zhao Bin
im Marstall Landshut, Ländgasse 127
Eröffnung: Freitag, 07. Oktober 2005, 19.00 Uhr
Einführung: Stefanie Manthey, München
08. Oktober – 30. Oktober 2005
do, fr u. so 15.00 – 18.00 Uhr, sa 11.00 – 13.00 u. 15.00 – 18.00 Uhr
Führung durch die Ausstellung: Sonntag, 16. Oktober 2005, 15.00 Uhr
Finissage: So, 30. Oktober 2005, ab 15.00 Uhr
Veranstalter:
Neue Galerie Landshut e. V.
Kunstverein Landshut e. V.
Galerie in Bewegung e. V.
im Rahmen der China-Wochen des KulturFensters Landshut
Dank an:
Peter Haarpaintner, Landshut,
Prof. Dr. Cornelia Güdemann, Stuttgart
Tao Yini, Dresden
aus München, Stuttgart, Dresden, Kumming/ Provinz Yunnan, Quingdao/ Provinz Shendong
Out of the Blue
Kollaboration mit stichting idee fixe – 16. September bis 09. Oktober 2005


Simon Kentgens and Håvard Øyen
Eröffnung: 16. September 2005, 20:00 Uhr
‘Out of the blue’ is an installation created by the Dutch and Norwegian artists Simon Kengens and Håvard Øyen. With their use of blue-screens, video and strange objects, the artists create an absurd version of reality. Private footage mixed with national symbols are abstracted into a new, strange world: a world were Dutch sheep can fly over Norwegian mountains, fjords flow pleasantly along the dikes and a German viewer might suddenly appear in the middle of Breda. Simon Kentgens (1978, Waalwijk, Netherlands) studied fine arts at the art-academy St.Joost in Breda (NL) and received his master degree at Post-St.Joost Breda (NL). Kentgens lives and works in Breda. Håvard Øyen (1972, Bærum, Norway) studied fine arts and graphic design at the art-academy St.Joost in Breda (NL) and received his master degree in fine-arts at Post-St.Joost Breda (NL). Øyen lives and works in Breda.
Sabrina Hohmann
Stapel und Herde


Eröffnung: Freitag, 10. Juni 2005, 20.00 Uhr
do – so 15.00 – 18.00 UhrFührung durch die Ausstellung:
Sonntag, 19. Juni, 15.00 Uhr
Peter Frisch und Alexandra Hendrikoff
Skulpturen


Eröffnung: Freitag, 29. April 2005, 20.00 Uhr![]()
Einführung: Stefanie Manthey
30. April – 21. Mai 2005
do – so 15.00 – 18.00 Uhr
Führung durch die Ausstellung:
Sonntag, 15. Mai, 15.00 Uhr
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„Das bildhauerische Tun, sich plastisch, sinnlich begreifbar, zu formulieren ist für mich eine >weltbedingte< Selbstverständlichkeit. Denn am Anfang war kein Wort, sondern es war nass, nass und pulsierend.“ (A. Hendrikoff)
Immer mehr verlagert sich die Intention vom klassischen bildhauerischen Ansatz, “die Materie zu formen“ hin zum Prozess des Zuhörens und Wahrnehmens des Wesenhaften und seinem Rhythmus, das der Materie, dem Anfassbaren, innewohnt.
Kunst trifft Medizin
FLOURISH
täglich 08:00 – 20:00 UhrDie beteiligten Künstler:
Ursula Bolck-Jopp
Aldo Canins
Wolfgang Ellenrieder
Alexandra hendrikoff
Angelika Högerl
Sabrina Hohmann
Kazuhiko Kakegawa
Stephan Quenkert
Heiner Riepl
Susi Rosenberg
Veronika Veit
Georg Wirsching
Uli ZwerenzIn Kooperation der orthopädischen Abteilung des Klinikums mit dem Kulturamt der Stadt Landshut
Kuratiert vom Kunstverein Landshut und der Neuen Galerie Landshut e. V.
Adidal Abou-Chamat
close encounters

Fotografie und Video-InstallationEröffnung: Freitag, 18. März 2005, 20:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 19. März – 10. April
(Do – So 14:00 – 17:00 Uhr)
Führung durch die Ausstellung: Sonntag, 03. April 2005, 15:00 Uhr
Martin Paulus
Lichtreise
Doris M. Würgert
Veronika Veit
Alan Sonfist
Map View
Alan Sonfist: History and the Landscape
Alan Sonfist was among the very first artists in the late 1960s to conceive of ecological and environmental functions as the subject matter of aesthetic creation. Unlike the earth artists of the 1960s and 1970s who saw the landscape as a field for formal modification, Sonfist has been concerned with preservation and renewal of the environment. His principal strategy has been to provide actual examples of the natural environment that existed prior to human intervention. To this end, Sonfist in the 1960s developed the „time park“ and the „narrative park,“ actual natural settings which use period vegetation and plantings that evoke in artful fashion the history of specific sites. Sonfist’s repertory of form and material is wide, ranging from rock and metal structures to earth cores, mud paintings, earth tiles, bronze castings of tree forms and, most recently, collage paintings of species of endangered trees.
Yukara Shimizu
salon11
Heimspiel
Diskussionsabend über Möglichkeiten von Heimat heute im Rahmen der Ausstellung „StadtLAge2004- Räume.Ränder.Zentren“ in der Neuen Galerie Landshut.
Die Welt wächst zusammen und im Zuge dieser Bewegung, erscheint Heimat als
ein facettenreiches Spiel: Heimweh, kollektive Erinnerung, das private
Selbstverständnis, sich mit Fremden verbunden fühlen… Und zugleich sind die eigenen Wurzeln in Sprache, Kultur und Tradition präsent und Teil des Bewußtseins. Diese Ambilvalenz möchten wir mit Blicken nach Hause beleuchten.
Es sollen zeitgenössischen Ideen über Identitäten in den Städten, eventuell
nicht ortsgebundenen Heimatvorstellungen, der Marke Heimat und neuen
Visionen zu Heimat in einer künstlerischen und popkulturell- philosophischen Sicht vorgestellt und entdeckt werden.
Die angehenden Kulturarbeiterinnen Clara Meister, Anna Schneider und Uli
Seifert aus Berlin und das Team der Neuen Galerie Landshut e. V. laden am 8. Juli in die Neue Galerie Landshut ein. Als Diskussionsgäste werden Spunk Seipel (Galerie 3630/ Berlin), Reinhold Böh (Marketingspezialist/ München), Adidal Abou-Chamat (Künstlerin/ München), Daniel Bräg (Künstler/München) und Simone Schirmer (Atomic Cafe/ München) erwartet.
Die Kulturarbeiterinnen veranstalten eine Salon-Reihe zu aktuellen Themen und möchten den Abend nicht als eine Form der Talkshow verstanden wissen, sondern als eine lockere Gesprächsrunde. Der salon soll Raum zu aktuellen Diskussionen geben, bei welchem die persönliche Involvierung der Gäste, sowie der Veranstalterinnen und Zuschauer ein wesentlicher Teil ist.
Der salon ist in Potsdam ein erfolgreiches Format und sucht sich nun eine neue Heimat in Landshut.
Hier wird ab 18.30 Uhr am Ufer der Isar ein Picknick veranstaltet (Essen bitte selbst mitbringen) und um 20.00 Uhr zum salon eingeladen.

















