Der Münchner Josip Pavlov alias Ippio Payo ist Musiker und Komponist. Seine Arbeit für Film und Theater unterstreicht sein multiinstrumentales Talent. Nach mehreren Alben erschienen zuletzt „Deus Ex Machina“ mit Trompeter Martin Lehmann und „Talking Birds“, für das der Ippio Payo-Nukleus um elf Musiker erweitert wurde. Kraut-, Postrock Jazz oder Psychedelic sind nur lose Koordinaten, um die Musik von Ippio Payo ansatzweise zu beschreiben. Im Zusammenspiel entsteht Musik, deren hypnotischer Wirkung man sich nur sehr schwer entziehen kann.
In der Neuen Galerie Landshut spielte Josip Pavlov mit Martin Lehmann eine hypnotisierende und das Publikum begeisternde Zwei-Mann-Show.
Anna Maria Kursawe „Cluster 2“, 2023, Acryl auf MDF, 12 x 18 cm, Preis € 600,-
Thomas Hellinger „o.T.“ 2023, Öl auf Papier, DIN A4, ungerahmt, Preis € 420,-
Karen Irmer „Dauerhaft flüchtig_Stilleswasser“, 2023, C-Print auf Alu Dibond, Diasec, 24 x 17 cm, Auflage 10 +1, € 500,-
Zita Habarta „TYX mx 1-li“, 2024, Fine Art Pigmentdruck, Blatt 1/4, 40 x 30 cm, € 400,-
Doris Titze „o.T.“, 2024, Kohle auf Papier, 29,7 x 21 cm, € 500,-
Zandra Harms „Bart an der Wand“, Auflage 70 Stück, Porzellan, Glasur, 15 x 4 x 3 cm, Aufhängung, Signatur hinten, Preis € 75,-
Carolin Leyck „o.T.“, 2023, Pigment/Acryl, Pastell, Tusche, Frottage, 30 x 30 cm, € 400,-
Christian Frosch „EW edition #5“, Aquarellfarbe, Papier, 18 x 12 cm, 2021, Auflage 7/10, Preis € 370,- m.R.
Christian Frosch „EW edition #2“, Aquarellfarbe, Papier, 18 x 12 cm, 2021, Auflage 10/12, Preis € 370,- m.R.
Thomas Wunsch „AAI1220“, Lambda-Print auf Aludibond, 20 x 20 cm, Auflage 6 + 1 AP, Preis € 240,-
Gabriele Schade-Hasenberg „o.T. 13“, 2019, Öl auf Baumwolle, 20 x 20 cm, serielles Unikat, Preis € 650,-
Isabelle Dyckerhoff „Edition Nr. 8“, 2024, Fine Art Print auf Hahnemühle Photo Rag, Oilpastell auf bedrucktem Zeitschriftenpapier, Motiv 29 x 21 cm, Blatt 59 x 33 cm, Auflage 3 plus 1 AP, Preis 500 Euro m.R., 400 Euro o.R.
Alles für die Kunst – Wie werde ich ein erfolgreicher Künstler / Wie werde ich eine erfolgreiche Künstlerin ist das neue Standardwerk für angehende und seiende Künstler*innen, geschrieben von Tizian Baldinger und Timon R. Böse mit N.N.
Magnus Resch ist der weltweit führende Kunstmarktökonom, Serienunternehmer und Bestsellerautor. Er lehrt Kunstmanagement an der Yale University und zuvor an der Columbia University. Er hat einen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften und hat mehrere Bestseller über den Kunstmarkt geschrieben. Seine Karriere wurde in einer Fallstudie der Harvard Business School und in verschiedenen Artikeln dargestellt.
1974 geboren in München, lebt und arbeitet in München 1996-2002 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München 2000 Edinburgh College of Art 2002 Glasgow School of Art
Titelbild: Martin Wöhrl: „ALTE EISEN“ 2024
ALTES EISEN
MARTIN WÖHRL IN DER NEUEN GALERIE LANDSHUT
Der Münchner Bildhauer Martin Wöhrl (geb. 1974) ist bekannt durch seine Objekte und Installationen aus billigem Pressspan und alten Türen. Aber auch Metall ist ein Material, das er seit vielen Jahren für seine Skulpturen verwendet. Unter dem Titel „Altes Eisen“ zeigt die Neue Galerie Landshut eine große Auswahl dieser Werkegruppe aus lackiertem Stahlblech, poliertem Messing, Aluminium, Bronze, Eisenrohr und Gusseisen.
Wöhrl studierte an der Kunstakademie München bei Prof. James Reineking und sein Werk ist stets geprägt von den Einflüssen der minimal art. So beziehen sich einige der Skulpturen auf kunstgeschichtliche Klassiker von Donald Judd bis Carl Andre. Darüber hinaus inspirieren die italienische Arte Povera, traditionelles Handwerk und Architektur den Künstler zu seinen oft humorvollen und spielerischen Arbeiten. So finden sich neben den strengen minimalistischen Formen auch Motive aus Heraldik, Flora und Fauna.
Im Rahmen der Ausstellung SEE ME von Martin Spitzweck und Wanying Xie
Konzertbeginn am Donnerstag, 1. August 2024 um 19:30 Uhr
Begrenzte Sitzplätze. Platzreservierungen unter ng.la@t-online.de Eintritt: € 20,00, ermäßigt € 15,00 Platzvergabe in der Reihenfolge der Reservierungen
Das Modern String Quartet ist bekannt dafür, neue Wege zu gehen. Mit über 40 Jahren Erfahrung schöpft das Quartett aus dem Vollen und scheut sich nicht, ausgetretene Pfade zu verlassen. Ein Remake der besonderen Art: Das Quartett, das immer wieder auslotet, welche Innovationen in dieser klassischsten aller Musikgattungen noch möglich sind, präsentiert eine außergewöhnliche und progressive Interpretation von Mussorgskys zeitlosem Meisterwerk. Die Kuratoren des Modern String Quartet zeigen Bilder, die abstrakt und modern in eine faszinierende zeitgemäße Tonsprache gerahmt sind. Gnomus huscht geduckt durch die disharmonischen Farbkleckse eines Jackson Pollack, Baba Jaga jagt durch wilde, expressionistische Pinselstriche eines Wassily Kandinsky. Neue Bilder werden gehängt, kompromisslos im Ausdruck und voller Fantasie. Framed in Jazz: Dieses Remake ist spannende Musik, wirft ein neues Licht auf bekannte Bilder und öffnet die Stücke für kreative Improvisationen – eine „Ausstellung“, die zu einer abwechslungsreichen Promenade durch verschiedenste Musikstile führt.
Modern String Quartet : Joerg Widmoser, Violine Winfried Zrenner, Violine Andreas Höricht, Viola Anna Rehker, Cello
Die poetischen Zeichnungen von Martin Spitzweck und Wanying Xie bilden Anlass und Rahmen für dieses Konzert.
Modern String Quartet
Das 1983 gegründete Modern String Quartet gehört zu den prägenden Ensembles der europäischen Crossover-Szene. Als Grenzgänger zwischen Klassik, Neuer Musik und Jazz haben die Musiker im Laufe ihrer gemeinsamen Karriere immer wieder höchst eindrucksvoll die ungeheure Vielfalt der Möglichkeiten zeitgenössischen Musizierens aufgezeigt und für den jeweiligen Moment scheinbar ausgeschöpft. Scheinbar – denn auch für Joerg Widmoser, Winfried Zrenner (Violinen), Andreas Höricht (Viola) und Thomas Wollenweber (Violoncello) gilt: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. In über 4.000 gemeinsamen Konzerten, auf mittlerweile 21 Alben und nicht zuletzt im Rahmen zahlreicher spannender Kooperationen mit Künstlern wie Konstantin Wecker, Wolfgang Dauner, Charlie Mariano, Klaus Doldinger, Mercedes Sosa oder Joan Baez hat das vielfach ausgezeichnete Quartett bis heute wiederholt seine außergewöhnliche Klasse unter Beweis gestellt. Ob in Europa, Nordamerika, Afrika oder Asien – mit der ungeheuren Energie, die sie mit ihrer Musik freisetzt, fasziniert die virtuose Viererbande aus München Zuhörer auf der ganzen Welt. Nach der Devise „Wir machen das, was wir bei unseren Lehrern nicht gelernt haben“ umkreisen die Mitglieder des Modern String Quartet den geheimen Kern ihrer Kunst und stoßen dabei in bislang ungehörte Sphären vor. Schon früh haben sie eine unverwechselbare Art des Zusammenspiels entwickelt und sich auf dieser Basis ein vielfältiges Repertoire erarbeitet. Darin weist ihnen die Kunst der freien Improvisation und der so respektvolle wie selbstbewusste Umgang mit fest ausformulierten Kompositionen den Weg in gleichermaßen unbekannte wie faszinierende Klanglandschaften. Eine eindeutige, dogmatische Zuordnung des Ensembles zum Bereich der Modernen Klassischen Musik oder zur Welt des Jazz ist definitiv nicht möglich. Denn als Streichquartett bilden Joerg Widmoser, Winfried Zrenner, Andreas Höricht und Thomas Wollenweber zwar einerseits die hohe Spielkultur und Tradition klassischer Kammermusik ab, andererseits stehen sie jedoch als Jazz-Formation in der Nachfolge dessen, was Duke Ellington einmal unter der Bezeichnung „zeitgenössische Musik“ so zusammenfasste: Musik am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, mit den richtigen Leuten. Das Modern String Quartet erfüllt diesen Anspruch mit einem breit gefächerten Repertoire, zu dem neben zahlreichen Eigenkompositionen ebenso Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart oder Igor Stravinsky, aber auch Stücke von Philip Glass und Steve Reich gehören. Hinzu kommen Songs von George Gershwin, John Lennon und Paul McCartney, Sidney Bechet, Miles Davis u.v.a. Vor diesem Hintergrund wird deutlich: Für das Modern String Quartet ist „Crossover“ nicht nur ein Wort. Hier geht es um kreative Grenzüberschreitungen, um künstlerische Bewegung und intellektuelle Beweglichkeit. In ihren schier anarchischen Instrumental-Aktionen zelebrieren die vier Streicher die innovative Weiterentwicklung kammermusikalischer Konzepte auf dem Boden der Tradition als unaufhaltsames work in progress.
6. September (Kunstnacht) – 29. September 2024 Einführung: 6.9., 20:30 Uhr
Samstag, 7.9., 16:30 Uhr: Klang-Performance mit Josip Pavlov und Künstlerinnengespräch
Judith Grassl
Judith Grassl – Four Rooms II, acrylic on canvas, 170x150cm, 2021
Judith Grassl – Four Rooms III, acrylic on canvas, 170x150cm, 2021
JUDITH GRASSL
Judith Grassls Malereien sind Schichtungen: Überlagerungen von Farbe und Form, Motiven und Perspektiven, virtuellen und realen Räumen. Bildfragmente verbinden sich zu visuellen Architekturen und Hyperräumen, Fragen nach Zeit und Wandel werden inszeniert. In ihrer Malerei erforscht Judith Grassl Wahrnehmung sowie wechselseitige Bezüge von Bildern und beleuchtet deren gesellschaftlichen Kontext sowie dessen Veränderung.
Judith Grassl – Meeting point (Gifts), acrylic on canvas, 170 x 150 cm, 2021
Judith Grassl – Four Rooms I, Acrylic on canvas, 170 x 150 cm, 2021
Viola Relle
Viola Relle reizt gezielt die Möglichkeiten ihrer keramischen Materialien aus. Auf diese Weise gelingt es ihr, zerbrechliche Elemente gröberen bedrohlich entgegenzusetzen und diese zu verbinden, mal raffiniert verspielt, mal brutal konsequent, immer erhöht einfühlsam. Ihre Keramiken besitzen ein eigentümliches Flirren oder Wabern – je nach der Geschwindigkeit der Wahrnehmung.
Art X Augsburg zeigt vom 16. Juni bis 20. Juli 2024 im Projektraum augsburg contemporary Arbeiten von Claudia Desgranges und Angelika Hoegerl Mit „Schnittstellen“ geht das Netzwerkprojekt „Art X Augsburg“ in die nächste Runde. Vom 16. Juni bis 20. Juli 2024 ist die Ausstellung im Projektraum augsburg contemporary in der Bergstraße 11 in Augsburg-Göggingen zu sehen. Kooperationspartner ist dieses Mal die Neue Galerie Landshut, die Arbeiten von Angelika Hoegerl zeigt. Die gastgebende Galerie Zweigstelle Berlin präsentiert Werke von Claudia Desgranges. Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 16. Juni um 11.00 Uhr sind Angelika Hoegerl und die beiden Kuratoren Franz Schneider (NGLA) und Andreas Stucken (ZB) anwesend. Es besteht die Gelegenheit zu einem Künstlerin- / Kuratorengespräch.
Claudia Desgranges Claudia Desgranges (*1953, lebt und arbeitet in Köln) ist in Ihrer Malerei beeinflusst vom abstrakten Expressionismus, der Farbfeldmalerei und dem amerikanischen Minimalismus. Der Bildträger der Arbeiten ist Aluminium, das unsichtbar mit Abstand gehalten auf den Ausstellungswänden flach zu schweben scheint. Der Untergrund schimmert mit metallenen Reflexen durch zarte Farbschichten und entfaltet ein eigenes Vexierspiel des Lichtes und der Farben.
Zeitstreifen und Composite Paintings gehören zu den markantesten Werkgruppen von Claudia Desgranges. In ihren Zeitsreifen komponiert die Künstlerin oszillierende Farbsequenzen und Leerräume, die je nach tagesform eher flächig oder im Stakkati erscheinen. In den Composite Paintings bringt die Künstlerinzwei oder mehr bemalte Aluminiumplatten zu einer Bildkomposition zusammen. Der meist unterschiedliche Abstand der Platten zur Wand unterstreicht die Tiefenwirkungder Arbeiten und ihre Objekthaftigkeit. Die Serie der Rough Cuts, die bei augsburg contemporary gezeigt wird, besteht aus einzelnen „Farbschnitten“, die zu einer Komposition zusammengefügt werden. Allein durch die lasierende Überlagerung einiger sehr breiter, durchgezogener Pinselstriche generiert das Material Farbe von selbst einen Reichtum feinster Farbmodulationen und Kontraste wie hell – dunkel, leuchtend – stumpf, warm – kalt. Die fast monochromen Flächen erscheinen schwebend, unendlich, und immateriell. Sie wirken als farbige Gesamtkomposition, aber auch als Einzelbilder und erzeugen gegensätzliche Assoziationen wie Nähe und Weite, Flüchtigkeit und Bewegung, Gegenwart und Unendlichkeit.
Angelika Hoegerl Die Arbeiten von Angelika Hoegerl (*1962, lebt und arbeitet in Utting am Ammersee) zeichnen sich durch eine geometrische Formensprache aus, die auf der intensiven Auseinandersetzung mit historischen Architekturplänen, insbesondere Grundrissen gotischer Kathedralen, beruht. Sie erforscht die grundlegenden Prinzipien der Gewölbebaukunst, indem sie die Systeme der Kreuzrippengewölbe analysiert und so die architektonischen „Essenzen“ unserer Baugeschichte freilegt. Verschiedene Kreuzrippenstrukturen und Gewölbekreuzungen, die aus Grundrissen extrahiert werden, modifiziert und kombiniert sie zu Wandreliefs. In ihren neueren Arbeiten verbindet sie die wesentlichen Elemente der mittelalterlichen Gewölbearchitektur mit den modernen Tragwerkskonstruktionen des italienischen Baumeisters Pier Luigi Nervi. Die Leichtigkeit dieser raumgestaltenden Elemente setzt sie vorwiegend mit textilen Materialien um, die sie zur Verkleidung und Ummantelung ihrer architektonischen Strukturen verwendet. Dabei treffen Materialien wie z.B. Kunstleder-Autohimmelstoff auf hellblauen Samt oder auch Dachpappe wird mit glänzenden Futterstoffen kombiniert. Ein weiteres textiles Material ist transparente Organza-Seide in zarten Farbtönen, die sie wie das Transparentpapier der Architekten nutzt und darauf in mehreren Schichten übereinander liegende Grundrisszeichnungen anfertigt, die ein zusätzliches Genre in ihrem Werk darstellen. Die sichtbaren Überlagerungen der Zeichnung und der Stofffasern ergeben einen Moiré-Effekt, der zudem aus bestimmten Perspektiven eine plastische Wirkung erzeugt.
Geöffnet ist die Ausstellung im Projektraum augsburg contemporary, Bergstraße 11, 86199 Augsburg, während der Eröffnung am Sonntag den 16. Juni von 11 bis 16 Uhr und anschließend bis 20. Juli jeweils freitags und samstags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung. Kontakt: Zweigstelle Berlin | Fon: +49(0)8251/871630 | Mail: info@zweigstelle-berlin.de Infos zum Projekt und Terminvereinbarung: www.augsburg-contemporary.de „Art X Augsburg“ ist ein loses Netzwerkprojekt für Bildende Kunst im Projektraum augsburg contemporary in Augsburg-Göggingen. Die gastgebende Galerie Zweigstelle Berlin sowie kulturelle Institutionen und Galerien aus Augsburg und Umgebung zeigen jeweils paarweise neue Positionen.
Isabelle Dyckerhoff, O. T., 2023, 80 x 70 cm (unframed)
Isabelle Dyckerhoff, O. T., 2022, Oil on Cotton, 130 X 120 (unframed). Fotos: Florian Huth; VG Bildkunst 2024
Isabelle Dyckerhoff
Wie kann man Farbe malen? Um diese zentrale Frage kreisen die Werke der Malerin Isabelle Dyckerhoff. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten steht dabei die materielle Präsenz von Farbe, ihre Ausdruckskraft und räumliche Wirkung. Durch experimentelle Vorgänge des Aneinandersetzens, Überlagerns und Wegnehmens von Farbe bzw. Farbflächen gelangt Dyckerhoff zu einer Positionierung, und somit zu der von ihr gewünschten Bildaussage. Jede Farbe steht dabei mit der daneben, der dahinter und der darüber liegenden in Zusammenhang, und natürlich in Zusammenhang mit dem Ganzen. Dyckerhoffs Farben können die Leinwand in relativ regelmäßigen rechteckigen Formen, einem Raster oder Muster ähnlich, bespielen, oder ganz sparsam gesetzt die Frage stellen: Wie viel wenig ist genug, damit ein Bild als Bild funktioniert?
Weiter zeigt die Künstlerin ein Konvolut an Arbeiten auf Papier, die sich mit dem Seriellen, Repetitiven beschäftigen, sowie Übermalungen auf Zeitschriften-Ausrissen, die zum größten Teil eigens für die Ausstellung in Landshut erarbeitet worden sind.
FLORIAN ECKER
Florian Ecker, „Portionierung“ Schwarzer Granit auf Eisenstab, gebraucht, angeschnitten über 2 Achsen, Schnittwinkel 70° zum Original, 80 x 80 x 12 cm, ungebrochen in allen Ebenen.
Florian Ecker, „unbetitelter Barren 6“ 2023, Skulptur aus der Serie Portionierungen, Carrara Marmor gebraucht, angeschnitten über 3 Achsen, Schnittwinkel 70° zum Original 14 x 79 x 38 cm
Florian Ecker
„Was ist Skulptur? Wie entsteht ihre Präsenz, was ist ihr Inneres, wo ihr Ursprung und ihre Aura? In der Betrachtung der Skulptur von innen heraus erfasst man ihre Materialität, empfindet ihr Volumen und sieht ihre Ausstrahlung in den Raum.“ So formuliert Florian Ecker die Grundüberlegungen zu seiner Arbeit.
In einem experimentellen Werkprozeß entstehen auf diese Weise Spuren, die sich aus einem komplexen Geflecht aus persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen einerseits und materialtechnischen und wahrnehmungspsychologischen Erkenntnissen andererseits zusammensetzen. Oft entziehen sie sich der visuellen Eindeutigkeit. Dabei spielen Eckers Arbeiten auf sensible Weise mit Erwartungen, Sinnfälligkeiten und subjektiven Bildwelten des Betrachters. Stets positionieren sich seine Skulpturen im Raum, indem sie unterschiedlichste feinsinnige, soziale, politische und architektonische Bezüge eröffnen. Im Spannungsfeld zwischen Masse und sublimem Empfinden erfasst der Betrachter so auf intuitive Weise die Relation zwischen Skulptur und der sie umgebenden Raum.
Skulpturales Bild 2023, Skulpturen, Unikate aus der Werkreihe ‚Skulptural‘, Carrara Marmor, angefärbt zum weiter Färben, Dimension ca. 36 +/- cm, variabel, rückseitig signiert. Fotos: Künstler. VG Bildkunst
3. Mai (Eröffnung) – 26. Mai 2024 Do 18 – 20, Fr – So 15 – 18 Uhr
Finissage mit Sekt und Selters inkl. Künstlergespräch am Sonntag, 26. Mai ab 16:00 Uhr.
Mike Anna (Breda, NL) wird anwwesend sein.
Stichting IDFX präsentiert zwei junge Künstler aus Breda, die sich zwischen Objektkunst, Video und Installation bewegen. „Elastic Saliva“ (etwa mit „elastischer Speichel“ zu übersetzen,) bildet das fluide Medium zwischen analogen, digitalen und virtuellen Welten, wo sich Traditionelles mit Aktuellem ebenso vermischt wie Fakten und Fiktion.
MIKE ANNA
Mike Anna nimmt Elemente aus allen möglichen Wissenstraditionen auf: Kunst, artificial intelligence, volkstümliche Weisheit, Videospiele und Formen von Spiritualität. Indem er diese unterschiedlichen Arten des „Wissens“ zusammenführt, entfalten sich ihre Grenzen und Überschneidungen in poetischen Gesten.
In „MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game)“, der Installation, die Mike Anna für die Neue Galerie Landshut geschaffen hat, erkundet er den utopischen Traum vom Leben in einer abgelegenen, sich selbst versorgenden Hütte im Wald. MMORPG“ befasst sich mit den Vorzügen und Grenzen von analogen und digitalen Oasen und damit, wie sie einen sicheren Hafen für das private Ausleben unserer Träume, Ängste und Sehnsüchte bieten. Dabei verweist er immer wieder auf die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Welt- und Seinszuständen und auf deren Schnittstellen: Auge, Hand und Mund. Metaphorisches Medium hierfür ist der „elastische Speichel“, der Körper und Maschine, Analoges und Digitales, Organisches und Anorganisches miteinander verbindet.
BENJAMIN SCHOONES
Dies ist auch bei Benjamin Schoones zu beobachten. In seinen Objekten und installativen Arbeiten werden alltägliche, industrielle Massenartikel durch thermische und mechanische Einwirkungen verformt, verflüssigt und in neue Bedeutungsweisen transformiert. In einem ständigen Spiel von Neuanordnung, Überarbeitung und Wiederholung von Materialien und Aktionen wirft er Fragen von Entfremdung, Produktion und Verteilung auf. Im Gotischen Stadel verbinden sich die einzelnen Elemente an manchen Stellen so sehr mit dem Raum, dass dort der Eindruck von zustandsüberschreitenden Synapsen entsteht.
Die farbkräftigen Elemente wiederum, bei denen Vorgefundenes durch Erwärmung und Verformung zu skulpturalen Objekten weiterentwickelt wurde, werden in unterschiedlichen und wechselnden Formationen zusammengebracht und in Konstruktionen platziert, die im Zusammenhang mit dem Raum ganz unterschiedliche Assoziationen zulassen und sich deshalb nur zu temporären Strukturen und Installationen verfestigen.
Dies gilt für die gesamte Ausstellung: Alle Elemente fügen sich zu einer vielstimmigen Erzählung, die sich immer wieder neu konkretisiert und doch stets in Frage gestellt werden kann.
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