5. April – 28. April 2024 Fr – So 15 – 18 Uhr, Do 18 – 20 Uhr
Eröffnung am Freitag, 5. April, 19:30 Uhr
Jörg Bachhofer
Aufgezeichnet mittels Kohle und Graphit schweben Linien, Striche, Strukturen und Zeichen in Bildräumen, oszillieren teils fragile, teils kräftige Gebilde zwischen zweiter und dritter Dimension, zwischen Fläche und Raum. Ein Vorrat von einfachen, ja minimalistischen Zeichen, eingepasst in oft leere Bildräume bildet das Grundgerüst eines steten Wechsels von Festigkeit und Auflösung, Stillstand und Bewegung… So entstehen lediglich Anmutungen von Landschaftsräumen, von Meer, von instabilen Flugkörpern oder Booten. Dabei steht das Spiel mit den Möglichkeiten der Zeichnung, der Linie und der Fläche im Zentrum von Bachhofers künstlerischer Arbeit, die sich zwischen äußerster Reduktion und dicht gewebten, komplexen Kompositionen bewegt. (H. Göller)
Joseph Stephan Wurmer
Im weiten Spannungsfeld zwischen Transparenz und Geschlossenheit, Außen und Innen, offenbaren die Holzskulpturen von Joseph Stephan Wurmer eine stille kontemplative Kraft gepaart mit differenziert gesetzten Bewegungsimpulsen. Idee und Werkstoff als so wesenhafte wie genau kalkulierte Einheit bilden die Basis für Raumachsen, Strukturen und damit verbundene Perspektiven, die den Arbeiten innewohnen. Im Dialog mit geometrisch archaischen Ordnungsprinzipien öffnet das Werk Blickachsen und Denkräume, die sich auf universelle Weise mit dem Kreislauf der Natur verbinden. Konstruktives und organisches Wachstum, Bewegung und Licht fügen sich zur umfassenden Einheit. (Birgit Möckel)
Für ihre künstlerische Arbeit hat Inge Gutbrod mit dem Werkstoff Wachs ein in der bildenden Kunst selten bearbeitetes Material gewählt. Im Umgang mit diesem Werkstoff hat es die Künstlerin zu einer einzigartigen Meisterschaft gebracht; sie kennt die verschiedenen Nuancen seines Grundstoffes Paraffin und dessen Eigenschaften ganz genau und weiß, diese für ihre jeweiligen Anliegen einzusetzen. In immer neuen Werkreihen experimentiert und spürt sie dem Werkstoff nach. Ihre Ausstellung „take a bath in my light-soaked bodies Vol. 1″ war im Januar 2024 in der Kunsthalle Schweinfurt zu sehen. In Fortführung dazu bespielt sie nun den Gotischen Stadel auf der Mühleninsel mit matt leuchtenden Wachsobjekten, weich fließenden, sich schlängelnden, sanft wogenden Gebilden, die sich im Raum verteilen, auf Podesten, an Stellagen deponiert sind, von der Decke hängen, aus der Wand greifen. Daneben zeigt sie poetische Material-Assemblagen und mit fließendem Wachs bearbeitetes Papier, das schwebend den Raum einnimmt. Höhepunkt der Ausstellung „Take a bath in my light-soaked bodies, Vol. 2“ ist im Obergeschoß die gleichnamige raumgreifende Installation aus lichtdurchfluteten Wachskörpern, die eine derartige Energie in sich sammeln und verströmen, dass sie die Essenz des Schaffens von Inge Gutbrod beinahe körperlich vermitteln: Farbe und Licht. Inge Gutbrod (*1963 in Nürnberg) studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und war Meisterschülerin bei Prof. Werner Knaupp. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet sie in Fürth.
Die Kunst von Inge Gutbrod – ARD Mediathek / BR Frankenschau. (bis 07.05.24)
in Zusammenarbeit mit Galerie Nanna Preußners, Hamburg
VERENA FREYSCHMIDT
Die künstlerische Arbeit von Verena Freyschmidt (*1975) bewegt sich im Bereich von Zeichnung, Malerei und Wandinstallation. Sie verwendet vorwiegend Papier, Schere und Farbe. Ihre mit Tusche und Farbstiften gezeichneten Linien, Strukturen und Formationen sind Gesehenem und Erinnertem entnommen, das sie in neue Zusammenhänge setzt. Es entstehen teilweise großformatige Papierschnitte, die gleichermaßen freie künstlerische Schöpfungen sind wie Anmutungen an die Natur. Gleich organischen Prozessen erobern fraktale Zufallsstrukturen, die durch Schütten und Abdrücken von Farbe entstehen, wachsend den Raum, Schicht für Schicht werden die Strukturen bearbeitet und am Schluss beschnitten. Bei ihr entsteht Raum durch Schnitte und Überlagerungen des Papiers. Nach dem Studium der Geschichte und Kunstpädagogik in Gießen hat sie Kunst studiert, erst in Mainz, im Anschluss an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Helmut Federle.
Polychrome Rhizome, 2019, Tusche und Farbsift auf beschnittenem Papier, montiert auf Papier, 50 x 40 cm
Red Rhizome VII, 2022, Tusche und Farbsift auf beschnittenem Papier, montiert auf Papier, 50 x 40 cm
„Für Tilmann Zahn ist die Farbe ein starker Bedeutungsträger und zentraler Aspekt der künstlerischen Komposition. Gleichzeitig ist die Farbigkeit seiner Arbeiten nicht das Ergebnis eines klassischen Malaktes, sondern das Resultat eines Vorgangs, der sich vom Künstler nicht in allen Einzelheiten steuern lässt: Büttenpapier wird in Ölfarbe getränkt, bis es vollständig von ihr durchdrungen ist. Die Eigendynamik dieses Prozesses hinterlässt eine Färbung, in der die Tiefe des Farbtons variiert und fleckige Spritzer zurückbleiben. Tilmann Zahn zeichnet feine Linien auf das Papier, und es bildet sich ein Lineament aus Bleistift und Graphit als Spur eines Aktes, der als Geste des Einschreibens betrachtet werden kann. Zeichnung und Linie sind somit Ausdruck gedanklicher wie emotionaler Eingebungen und künstlerischer Visionen. Sie sind Äusserungen zwischen Andeutung und Konkretem. Manchmal sind Buchstaben und Textfragmente lesbar, oft jedoch nur rekonstruierbar – und meistens nicht einmal das … Er überlässt uns der Abfolge von gedanklichen Verknüpfungen, die sich aus hoffnungsvollen Utopien und glanzvollen Träumen ebenso speisen wie aus der verhängnisvollen Absurdität der Hybris – es bleiben Erkenntnis und Wehmut…“
Paula von Sydow, 2014
Trümmerstück 27, 2022, Bleistift, Graphit und Öl auf gerissenenem Papier, 60 x 50 cm
Trümmerstück 26, 2022,Bleistift, Graphit und Öl auf gerissenenem Papier, 60 x 50 cm
planparallel zeigt neue druckgrafische Projekte und Multiples ihrer Künstler*innen Yvon NGASSAM, ststs, Annu Vertanen, Jerry Zeniuk, Bernd Zimmer.
sowie: Women at Work/Women at Thought“ Elisabeth Daxer, Olga Golos, Ingrid Ledent, Gesa Puell, Laia Marti Puig.
Eröffnung am Freitag, 24. November 2023, um 19:30 Uhr Ausstellungsdauer: 25. November – 17. Dezember 2023 Fr – So 14:00 – 17:00 Uhr, Do 18 – 20 Uhr
(Ein)führung in das Projekt „Women at Work/Women at Thought“ Gesa Puell mit Franz Schneider am Freitag, 15.12.2023 um 18 Uhr
Ingrid Ledent, Mindstream of Consciousness
Künstler*innen, die sich intensiv mit der künstlerischen Druckgrafik beschäftigen, haben schon immer die technischen Grenzen ausgelotet und neben den Vorzügen der Reproduktion die Druckgrafik mit ihrer eigenen künstlerischen Sprache weiter entwickelt. Seit in den letzten Jahrzehnten die Möglichkeiten der Vervielfältigung einfacher und kostengünstiger geworden sind, konzentrieren sich Künstler*innen zunehmend auf die Besonderheiten des Holzschnittes, der Radierung und der Lithografie. Unikate, installative Arbeiten, Collagetechniken, große Formate rücken ins Rampenlicht und behaupten ihren Platz neben Editionen, Künstlerbüchern und klassischen Mappenwerken. Zum vierten Mal zu Gast in der Neuen Galerie Landshut, zeigen Joe Holzer und Gesa Puell vom Verlag planparallel neue druckgrafische Projekte und Multiples ihrer Künstler*innen Yvon NGASSAM, ststs, Annu Vertanen, Jerry Zeniuk und Bernd Zimmer. Darüber hinaus wird das Projekt „Women at Work/Women at Thought“ vorgestellt, in dem die Künstlerinnen IElisabeth Daxer, Olga Golos, Ingrid Ledent, Gesa Puell und Laia Marti Puig der Frage nachgehen, woher ihr spezieller Blick auf die druckgrafischen Techniken und die Entwicklung ihrer druckgrafischen Werke herrührt. Einige installative Arbeiten werden stellvertretend für das Projekt und die Positionen hier in Landshut gezeigt.
(Keiyona C. Stumpf: Memento Vivere I , Ausschnitt)
Keiyona C. Stumpf, Carolin Ott, Christoph Möller, Hans Fischer, Stefanie Brehm
kuratiert von Stephanie Gilles, M.A.
Vernissage: FR, 20.10., 19.30 Uhr
20.10. – 12.11.2023 DO 18 – 20 und FR – SO 14 – 17 Uhr
unser Beitrag zum Keramikjahr (150 Jahre Keramikschule Landshut)
Anlässlich des 150. Geburtstages der Keramikfachschule Landshut hat die Neue Galerie Landshut e.V. fünf innovative KünstlerInnen eingeladen, die auf ganz unterschiedliche Weise mit den Werkstoffen Keramik und Porzellan umgehen: Keiyona C. Stumpf und Carolin Ott beschäftigen sich mit der Vielfalt und Komplexität natürlicher Formen und deren nicht selten morbider Schönheit. Hans Fischer und Christoph Möller bewegen sich als Bildhauer und Modellierer an den Grenzen der Abstraktion und gestalten Objekte von kraftvoll haptischer Ursprünglichkeit. Einen malerischen Ansatz hingegen verfolgt Stefanie Brehm: sie dreht und baut sich ihren Malgrund in Form von Tonsäulen und kreiert mit Hilfe einer Sprühpistole Farbenfeuerwerke von eindrücklicher Prägnanz.
Keiyona C. Stumpf wurde 1982 in München geboren und lebt heute dort sowie in der Region Augsburg und in den USA. Sie durchlief keine klassische Keramikerausbildung. Mit dem Werkstoff Ton kam Stumpf während ihres Studiums an der Akademie der Bildenden Künste München bei Norbert Prangenberg und Markus Karstieß in Berührung. Im Jahr 2016 schloß sie ihr Studium ab.
Fasziniert von den formalen Möglichkeiten, die der Ton bietet, begann sie, das Werden und Vergehen der Natur in eigene, ja geradezu eigenwillige Schöpfungen zu transformieren. Stumpf wurde bereits vielfach ausgezeichnet und ist seit 2020 mit einer Arbeit in der Sammlung Goetz vertreten. Das Bayerische Nationalmuseum München widmet ihr bis Ende Oktober 2023 eine Einzelausstellung mit dem Titel „Unverblümt“.
Carolin Ott
Die Künstlerin und Biologin Carolin Ott hat an der Muthesius Kunsthochschule Kiel als Meisterschülerin von Kerstin Abraham im Sommer 2023 ihren Masterabschluß erlangt. Sie verknüpft auf bestechende und überaus geistreiche Weise die Themenfelder Kunst und Naturwissenschaft, indem sie mit ihren kunstvollen Schöpfungen ein imaginäres Ökosystem entwickelt.
Vegetabile Grundformen und zoologische Baupläne amalgamieren bei ihr zu neuen Wesensformen, die naturhafte Wachstumsprozesse detailgetreu nachahmen. Der Betrachter sieht sich hybriden Wesen gegenüber, die mit ihren beweglichen Tentakeln, Zähnen, wabernden Zellen, Blütenständen, Hörnern und Schnäbeln an fleischfressende Pflanzen erinnern, und sich in installativen Setzungen Räume erobern, an Wänden emporkriechen oder auch als Solitär auf ein Beutetier zu warten scheinen.
Christoph Möller
Der gebürtige Frankfurter Christoph Möller lebt heute in Dießen am Ammersee. Er begann seine Ausbildung zum Keramiker bei Horst Kerstan in Kandern. Sein beruflicher Weg führte ihn anschließend zu Jörg von Manz nach Gottsdorf. Nach dem frühen Tod des Lehrmeisters übernahm Möller nicht nur dessen Werkstatt, sondern auch die traditionelle Geschirrproduktion und führte diese bis zum Jahr 1982 erfolgreich fort. Dann wandte er sich von der traditionellen Gebrauchskeramik ab. Seit 1995 ist er ausschließlich bildhauerisch tätig.
Als Plastiker hat er sich der Abstraktion verschrieben, ohne seine Leidenschaft für die traditionelle Keramik aus den Augen zu verlieren. In den Keramikwelten Christoph Möllers offenbart sich eine spielerisch- bedeutungsvolle Paradoxie. Seine Artefakte entziehen sich jeder klaren Definition und sind doch erfüllt von assoziativer Gegenständlichkeit.
Hans Fischer
Hans Fischer lebt seit 1983 in Passau. Mit seiner Frau Maria führt er eine eigene Werkstatt als freischaffender Künstler. Die Ausbildung zum Keramiker absolvierte er bei Jörg von Manz, bevor er in verschiedenen Keramikwerkstätten im In- und Ausland arbeitete. Der vielfach ausgezeichnete Künstler ist seit 2006 Lehrbeauftragter für Plastisches Gestalten am Lehrstuhl für Kunsterziehung an der Universität Passau. Im Rahmen eines Workshops gab er vor einigen Jahren sein Wissen auch an die SchülerInnen der Landshuter Keramikfachschule weiter.
Hans Fischer bedient sich einer breiten Palette an Ausdrucksmöglichkeiten und Techniken. Einerseits verwurzelt in der traditionellen Gebrauchskeramik, reizen ihn immer auch die bildhauerischen Möglichkeiten, die der elementare Werkstoff Ton bietet. Mit Leidenschaft verfolgt er sein Grundanliegen, den Tonklumpen, dieses urtümliche Material, zu erforschen und dessen Formbarkeit auszuloten.
Stefanie Brehm
Stefanie Brehm, Jahrgang 1980, studierte zunächst Soziologie, bevor sie sich an der Berufsfachschule für Keramik in Landshut zur Keramikerin ausbilden ließ. Ab 2006 studierte sie Kunstpädagogik und an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Norbert Prangenberg und Markus Karstieß Freie Kunst. 2022 erhielt sie vom renommierten Europäischen Keramikzentrum in Oisterwijk (Niederlande) ein Stipendium als Artist- in- Residence. Stefanie Brehm lebt und arbeitet in der Nähe von Bamberg.
Die Bildhauerin vereint handwerkliches Talent und malerische Begabung auf bestechende Weise, dreht und baut sie sich doch ihren Malgrund in Form von konvexen Scheiben und zum Teil mannshohen Tonsäulen selbst und bemalt sie mit Hilfe einer Sprühpistole. Die Künstlerin bevorzugt dabei Farben von starker Leuchtkraft. So entstehen Farbfeuerwerke von eindrücklicher Präsenz, die auch als „Rundbild“ gelesen werden können.
Eine Minute und dreißig Sekunden ist die durchschnittliche Länge, die für einen Beitrag in einem Nachrichtenblock vorgesehen ist. Die Künstlerin Monika Huber fotografiert seit über zehn Jahren täglich Bilder aus Nachrichtenbeiträgen, die von Protest, Aufruhr, Krieg, Gewalt und deren Folgen zeugen. Sie speichert die Bilder digital, druckt sie aus und überarbeitet sie mit den Mitteln der Malerei und Zeichnung. Über die Jahre ist so ein Archiv entstanden, das eine „Grammatik“ der Nachrichtenbilder offenlegt und uns zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Krisenberichterstattung in Fernsehnachrichten einlädt. Die Auswahl von über 100 Bildern aus dem Archiv wird begleitet von Beiträgen, die das Archiv Einsdreissig aus kunsthistorischer, philosophischer, politikwissenschaftlicher und journalistischer Perspektive verorten.
Mit Beiträgen von
Ernst van Alphen, Mieke Bal, James W. Davis, Antje Kapust, Ute Schaeffer und Ulrich Wilmes. Vorwort von Bernhart Schwenk.
Eröffnung am Freitag, 8. September (Kunstnacht) 20:30 Uhr
9. September – 1. Oktober 2023
DO 18 – 20, FR – SO 15 – 18 Uhr
INGE JAKOBSEN
Malerei und Objekt
„Gleichklang“ und „ Komplementarität“ sind die tragenden Themen der ausgestellten konkret anmutenden Arbeiten. Malerische und formale Gegensätze ergänzen sich, widersprechen, vibrieren, energetisieren, schaffen imaginäre oder auch reale Räume. Inge Jakobsen, 2023
ELVIRA LANTENHAMMER
Siteplan
Lantenhammer bewegt sich in der Tradition der Farbfeldmalerei, und folgt mittlerweile hrem ganz eigenen Weg der insbesondere von ihrer Beschäftigung mit östlicher Philosophie und dem Zen-Buddhismus geprägt ist. Sie untersucht ausgehend von der Beschäftigung mit der Farbmaterie und der handwerklichen Anwendung die Wirkung von Farbe.
Lageplan (siteplan) ist der Sammelbegriff für Elvira Lantenhammers abstrakten Werke. 1996 entwickelt die Künstlerin diesen Begriff für sich. Der Lageplan ist ein „Aktionsraster“, das sich durch Offenheit auszeichnet und den Farben neue Räume erobert.
28. Juli – 20. August · DO 18 – 20, FR – SO 15 – 18 Uhr
Die Ausstellung „Cross Over“ präsentiert aktuelle Arbeiten von Annegret Bleisteiner und Toni Wirthmüller. Nach vorangegangenen Projekten in Maastricht, Dachau und München ist dies eine nächste Station in ihrer künstlerischen Zusammenarbeit.
Das Konzept der Kooperation beinhaltet ein sich von Ort zu Ort weiterentwickelndes System aus der Durchdringung von Körper, Raum und Bewegung. In dieser Work-in-Progress-Verfahrensweise reagieren Bleisteiner und Wirthmüller auf die vorgegebenen Situationen mit Bildern, Zeichnungen, installativen Interventionen und Video-Projektionen.
Annegret Bleisteiner
In ihren Installationen verdichtet Annegret Bleisteiner eine Fülle von uns bekannten Gegenständen und Materialien zu farbenfrohen Raumexplosionen. Dafür greift die Münchner Künstlerin auf die schier unerschöpfliche Palette unserer Alltags- und Konsumkultur zurück. Ganz bewusst lotet sie die Grenzen des (Er-)Fassbaren aus und erschafft lebendige, mahnende, spannungsreiche Räume voller Polarität und Widerspruch, zwischen high and low Culture, großer Kunst und Wegwerfware.
Toni Wirthmüller
Gebrauchte Kleidungsstücke und eine Mixtur aus verschiedenen Stofflichkeiten sind das Trägermaterial für die meist dominierende Farbe Rot in Toni Wirthmüllers raumgreifenden Assemblageanordnungen. Der menschliche Körper spielt eine wichtige Rolle in dieser Arbeit – die textilen Hüllen machen verborgene Spuren gelebten Lebens und intime Verfasstheiten sichtbar, immer verknüpft mit der Geschichte derer, die sie einmal getragen haben. Durch die Methode der Fragmentierung, Montage und Überlagerung mit fotografischen Zitaten vollzieht Wirthmüller einen dekonstruierenden Aneignungsprozess, wodurch eine wirkmächtige Suggestivkraft entsteht.
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