Kategorie: Archiv

Adidal Abou-Chamat in Breda

bei Expo @ idee fixe, Breda NL


In Between

Expo @ IDFX
Duits-Syrische kunstenaar Adidal Abou-Chamat in uitwisselingsproject met Neue Galerie Landshut
za 02 nov ’13 tot zo 24 nov ’13
1e Verdieping Vlaszak 2

Van zaterdag 2 november tot en met zondag 24 november 2013 organiseert Stichting Idee-fixe in een uitwisselingsproject met Neue Galerie Landshut uit Landshut (D), een expositie met de Duits-Syrische kunstenaar Adidal Abou-Chamat, 1957 (Munchen).

De tentoonstelling zal bestaan uit grote autonome fotowerken en een video-installatie. In haar meest recente werk hanteert zij sterk autobiografische thema’s. Waarmee zij voortbouwt op eerdere onderwerpen waarin zij sociale en culturele ontwikkelingen in de maatschappelijke positie van de seksen onderzocht. Zij stelt zich hierbij de vraag of er zoiets bestaat als ‚etnisch verschil‘. Door middel van onder andere fotografie en video legt zij in haar beelden de complexheid bloot van politieke, conflictueuze situaties in het Midden-Oosten. Vanuit verschillende invalshoeken belicht. Het werkelijke thema is ‚Borderlines‘. Dreiging , twijfel en weerstand weerspiegelen in haar beelden.

Abou-Chamat is persoonlijk aanwezig bij de opening op zaterdag 2 november. Franz Schneider van Neue Galerie Landshut, die speciaal voor deze gelegenheid naar Breda komt, zal de tentoonstelling openen. Publiek kan op deze avond tot een uur of 22.00 u de expositie bekijken en met de kunstenaar hierover van gedachten wisselen.

Abou-Chamat volgde diverse studies waaronder de studie Ethnolgie aan de Ludwig-Maximilian Universität te Munchen. Een studie beeldende kunst aan het Chesterfield College of Art, in Edinburgh. Ook ging in New York studeren aan de State University.

In Londen volgde zij nog het Royal College of Art. Nam zij deel aan solotentoonstellingen bij diverse galerieen, zoals Gedok Galerie in Munchen (2008), de Neue Galerie Landshut in Landshut (2011) en Galerie Christa Burger in München (2011), nam zij deel aan groepstentoonstellingen, onder meer bij Galerie 68/11 in Keulen en ontving zij voor haar oevre diverse prijzen.

Informatie: www.idfx.nl en www.ngla.de Locatie Vlaszak 2, 1e verdieping. Opening: zaterdag 2 november om 20.00 u. Verder te bezoeken van do t/m zo van 14.00 tot 17.00 u en op afspraak.
http://www.idfx.nl/nl/agenda/duits-syrische-kunstenaar-adidal-abou-chamat-uitwisselingsproject-met-neue-galerie-landshut#sthash.YzhNLPLD.dpuf

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LOEK GROOTJANS

STORAGE FOR DISTORTED MATTER

LOEK GROOTJANS
STORAGE FOR DISTORTED MATTER (Case C.G. / N.G.J.)5. Mai – 27. Mai 2012

Kuratiert von Dorien Eggink und Paul Hagenaars,
Stichting Idee Fixe, Breda (NL)
Eröffnung am Freitag, 4. Mai 2012, 20:00 Uhr

Do – S0 15:00 – 18:00 Uhr
Führungen auf Anfrage

Am Montag, den 21.5. 2012 ab 18:00 Uhr zeigt die Neue Galerie in einer Feierabendschau eine Waschaktion sowie nonstop bis 21:00 Uhr niederländische Kurzfilme, die auch ohne Sprachkenntnisse zu verstehen sind. Der Eintritt ist frei.

mit freundlicher Unterstützung durch die Botschaft der Niederlande in Berlin,
die Stadt Landshut und die Sparkasse Landshut

Storage for Distorted Matter
Speicher fuer verwandelte Materie


Loek Grootjans (1955) studierte Fotografie, Malerei und Philosophie. Er wurde zunächst bekannt als Maler von monochromen Leinwänden. Doch in den letzten Jahren hat er zunehmend auf den Kontext fokussiert, in dem seine Arbeit präsentiert wird. Hier untersucht er das Verhältnis des Kunstwerks mit seinem Raum, seinem Urheber, der Gesellschaft und der Öffentlichkeit. Grootjans ‚Arbeit zeigt sich in ständig wandelnden Formen, welche Installationen, Performances (oft mit Schauspielern, Statisten und Künstlern), Wandbilder, Zeichnungen, Texte und Publikationen umfassen. Diese Werke werden als die „Abteilungen“ einer Stiftung vorgestellt: die ‚Foundation for the Benefit of the Aspiration and the Understanding of Context“.

Grootjans sucht intensiven Kontakt mit der Öffentlichkeit und will die Diskussion über Kunst im Allgemeinen und seine Arbeit im Speziellen anregen. Sein Ansatz ist philosophisch und poetisch, aber immer auch von einem humorvollen Radikalismus, der an das Absurde grenzt.
Im Jahr 2008 begann Grootjans mit dem Aufbau seines „Storage for Distorted Matters“ (Speicher für verwandelte Materie).
Die Ausstellung „Case CG / NGJ“ in der Neuen Galerie Landshut ist Teil dieses Speichers, eine Installation über die Erinnerung Grootjans anhand seiner verstorbenen Eltern. Grootjans trug alle Kleider seiner Eltern zusammen. In der Neuen Galerie wird diese Kleidung gewaschen. Das Wasser wird gesammelt und in Flaschen abgefüllt. Diese werden wiederum – als Teil dieses Work in Progress – im Museum Bommel van Dam (NL) gezeigt werden, außerdem in der Ausstellung „Kunst- und Wunderkammer – Revisited“ in Landshut.

Loek Grootjans hat an vielen Orten im In-und Ausland, darunter Barcelona, Madrid, München und Paris ausgestellt. Einzelausstellungen hatte er zuletzt im Museum De Pont in Tilburg, im Museum Bommel van Dam in Venlo sowie im SMAK in Gent. Im Jahr 2009 wurde seine Arbeit neben einer Reihe von Arbeiten Marcel Broodthaers in der IKOB, Museum für Zeitgenössische Kunst, in Eupen gezeigt.

Die Ausstellung STORAGE FOR DISTORTED MATTERS (Case CG / NGJ) – „Speicher für verwandelte Materie“ in der Neuen Galerie Landshut ist Teil dieses Speichers, eine Installation über die Erinnerung Grootjans anhand seiner verstorbenen Eltern.
Grootjans hat alle Kleider seiner Eltern zusammengetragen. In der Neuen Galerie wird diese Kleidung gewaschen. Das Wasser wird gesammelt und in Flaschen abgefüllt. Diese werden wiederum – als Teil dieses Work in Progress – im Museum Bommel van Dam (NL) gezeigt werden, außerdem in der Ausstellung „Kunst- und Wunderkammer – Revisited“ in Landshut.

Einfuehrung duch die Kuratoren
Dorien Eggink & Paul Hagenaars

Willkommen zur achten Auflage im Austausch zwischen der Stichting Idee-fixe aus Breda und der Neuen Galerie Landshut.
Wir stellen Ihnen heute den Künstler-Philosophen Loek Grootjans vor, der in Breda und Vlissingen, Holland lebt.

Die Installation, die Loek Grootjans hier zeigt, dreht sich um Erinnerungen. Er nennt sie “Speicher für verwandelte Materie”.

Unser Universum besteht aus Erinnerungen. Wir können bis zu den Anfängen unserer Zeit zurückschauen. Erinnerungen sind über das ganze Universum verstreut.
Hier auf unserer Erde können wir aber auch die Erinnerungen vergangener Zeiten um uns wahrnehmen. Wir können die Repräsentationen verlorener Zivilisationen finden, wir können erfahren, wie Pflanzen oder wie Bäume aus verlorenen Zeiten von ihre Entwicklung erzählen.
Auch Loek Grootjans bewahrt Erinnerungen für uns. Das Projekt begann er 2008. Wie bei “Lost light in Case PM” (verlorenes Licht im Fall PM), wo er nach dem “verlorenen Licht” der Gemälde von Piet Mondriaan forschte.
Oder beispielsweise in dieser Installation in der Neuen Galerie. Hier extrahiert er Erinnerungen an seine verstorbenen Eltern, und er versucht, diese Erinnerungen im Form von übrig gebliebenen Molekülen zu bewahren, die noch in der Kleidung seines Eltern erhalten – sind als eben “verwandelte Materie”.

Loek Grootjans wäscht die Kleider und sammelt das Wasser, in dem die Reminiszenzen seiner Eltern aufgelöst sind. Er füllt das Wasser in Flaschen ab, etikettiert diese und archiviert sie, als ob er sie für spätere Zivilisationen aufbewahren wurde die dann alle möglichen Informationen daraus ziehen wurden. Möglicherweise Informationen, die wir jetzt noch gar nicht verstünden.

Paul Hagenaars & Dorien Eggink

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Renate Balda | Inge Dick | Sonia Costantini

let sounds be themselves



RENATE BALDA | INGE DICK | SONIA COSTANTINI

let sounds be themselves

Eröffnung am Freitag, 29. Juni 2012, 20:00 Uhr
Einführung: Stephanie Gilles, M.A.
30. Juni – 22. Juli 2012
Do – So 15:00 – 18:00 Uhr

Führungen auf Anfrage

Sounds von Hans Balda

Feierabendschau am Dienstag, 10. Juli 2012, 18:00 – 21:00 Uhr

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Kunst- und Wunderkammer – revisited

Strategien der Welterschließung und Erkenntnissuche in der aktuellen Kunst


Einladung zur Eroeffnung der Ausstellung

am Donnerstag, 2. August, 19:00 Uhr in der Großen Rathausgalerie

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Chris Bierl, Burkard Bluuemlein, Daniel Braeg, Judith Egger, Michael von Brentano,
Heribert Friedl, Christian Frosch, Loek Grootjans, Tina Haase, Klaus Heid,
Christoph Hessel, Christoph Kern, May Snevoll von Krogh, Doris M. WuuergertBegrüßung Oberbürgermeister Hans Rampf (oder dessen Vertreter/in)
Einführung durch die Kuratoren



Ausstellung:

3. – 26. August 2012

_
Ausstellungsorte:Große Rathausgalerie Landshut, Altstadt 315 (Eingang Grasgasse), 84028 Landshut:
Di–So, 14–18 Uhr, Sa 11-18 UhrKunst- und Wunderkammer auf der Burg Trausnitz, Burg Trausnitz 168, 84036 Landshut:
tgl. 9–18 UhrMuseen der Stadt Landshut in der Stadtresidenz, Altstadt 79, 84028 Landshut:
Di–So, 9–18 UhrOrganisation: Neue Galerie Landshut e.V.,
in Zusammenarbeit mit der Stadt Landshut,
den Museen der Stadt Landshut,
dem Bayerischen Nationalmuseum, München,
sowie der Kunstkammer Georg Laue, MünchenKuratiert von Stephanie Gilles, Anke Humpeneder-Graf, Franz SchneiderGefördert durch den Kulturfonds Bayern

 

Kunst- und Wunderkammer – revisited

In Auseinandersetzung mit der auf der Burg Trausnitz zu entdeckenden Kunst-und Wunderkammer der Wittelsbacher zeigt die Neue Galerie Landshut aktuelle künstlerische Positionen, die sich inhaltlich, methodisch und teilweise auch formal auf die Welterschließungsstrategien und die Erkenntnissuche der Kunst- und Wunderkammern des 16. bis 18. Jahrhunderts beziehen.
An mehreren Ausstellungsorten entspinnt sich so ein spannungsvoller Dialog zwischen Objekten früherer Epochen und künstlerischen Arbeiten der Jetzt-Zeit.



Große Rathausgalerie Landshut

http://www.landshut.de/thema/kunst-museen-und-kultur/kulturelle-einrichtungen/grosse-rathausgalerie.html


Kunst- und Wunderkammer auf der Burg Trausnitz

http://www.bayerisches-nationalmuseum.de/index.php?id=73


Museen der Stadt Landshut – Sammlungen in der Stadtresidenz

http://www.landshut.de/thema/stadtverwaltung/referat-1/staedtische-museen/standorte-und-ausstellungen/ausstellung-in-der-stadtresidenz.html


Kunstkammer Georg Laue, München

http://www.kunstkammer.com/home3.html

 

Kunst- und Wunderkammer – revisited

Strategien der Welterschließung und Erkenntnissuche in der aktuellen Kunst


Burkard Blümlein, Einladungskarte zur Ausstellung „Landshuter Gespräche“ in der Neuen Galerie Landshut, 2008, 14,8 x 10,5 cm

Diese Ausstellung versammelt 14 künstlerische Positionen, welche sich inhaltlich, methodisch und teilweise auch formal auf die Welterschließungsstrategien und die Erkenntnissuche der Kunst- und Wunderkammern der Renaissancezeit und der Raritätenkammern der Barockzeit beziehen. Sie vereinen intellektuelle mit sinnlichen, analysierende mit assoziativen Erkenntnis-Strategien. Was alle Künstler verbindet, ist die Ablehnung affirmativer Setzungen zugunsten einer eher subversiven, forschenden Fragehaltung.

Man findet Strategien des Zusammentragens und Sammelns, des Katalogisierens und Kategorisierens, des Erprobens, Forschens und Analysierens. Sie werden kombiniert mit solchen des Staunenmachens, des Assoziierens, der Analogiebildung und anderen Formen des „Wilden Denkens“, wie es Claude Lévi-Strauss nannte.

Künstler
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May Snevoll von Krogh


Keramische Skulptur

Landshuter Kunstnacht am 7. September 2012, 19:00 – 23:00 Uhr

Eröffnung: Freitag, 7. September 2012, 20:30 Uhr
Einführung: Stephanie Gilles, M. A.

8. – 30. September, Do – So 15:00 – 18:00 Uhr

Die norwegische Künstlerin May Snevoll von Krogh arbeitet mit einem Material, das gemeinhin dem Kunsthandwerk zugeordnet wird: der Keramik. Doch fertigt sie keine kunstvollen Gefäße sondern figurative Skulpturen, die sie als Installation in Szene setzt. Ihre Plastiken leben von der beklemmenden Diskrepanz zwischen dem naturschön Dargestellten und der verstörenden Wirklichkeit des Motivs, das sie sich wählt.

Am Montag, den 17. September zeigt die Neue Galerie Landshut außerdem in ihrer Feierabendschau von 17:00 bis 20:00 Uhr nonstop Kurzfilme norwegischer Künstler.

Keramische Skulptur
May Snevoll von Krogh (N)

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Nichts wird so sein wie vorher

Dagmar Pachtner
»Nichts wird so sein wie zuvor«
[ ‚Niets zal hetzelfde zijn • Nothing will ever be the same ] •
detail of installation • stainless steel – mirror surface, acrylic glass, w 300 cm, h 30 cm, red light • 2012 •
ETALAGE Innercity • Stichting Idee-fixe, Breda • Artist Exchange Project with Neue Galerie Landshut e. V. •
Opening 18.10. 2012 20:00 central station of Breda • 18.10. – 13.11.2012, 24h/d •

photo: Rolf Sturm •


http://www.idfx.nl/nl/project/etalage

 

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Doris Hahlweg | Uli Zwerenz


die Form der Farbe

Doris Hahlweg
Uli Zwerenz

Zur Eröffnung am Freitag, 26. Oktober 2012, 20:00 Uhr
sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen!

Einführung: Franz Schneider

27. Oktober – 18. November 2012
Do – So 14:00 – 17:00 Uhr

Feierabendschau mit Führungen durch die Ausstellung:
Dienstag, 13. November 2012, 17:00 – 20:00 Uhr

Doris Hahlweg | Uli Zwerenz
die Form der Farbe


Doris Hahlweg

Öl auf Aluminium

Uli Zwerenz

Öl auf Leinwand

Doris Hahlwegs Arbeiten erscheinen wie geologische Schichtungen, Sedimente von Zeit, die in langwierigen Abläufen entstehen. Dadurch bilden sie Formen, die das Material, aus dem sie bestehen, überwinden und beinahe zu entschweben scheinen. Bei Uli Zwerenz ist das Material sehr viel handfester, greifbarer, ja eigentlich ist es das Material, welches das Bild formt. Es entsteht eine gewachsene, manchmal fast chaotische Räumlichkeit, die in der Farbigkeit stattfindet.
Während Uli Zwerenz stets nur an einem Bild arbeitet, die Farben und Formen auf der Leinwand nass in nass miteinander verknüpft und vermischt, entstehen bei Doris Hahlweg mehrere Bilder gleichzeitig. Schicht legt sich über Schicht, das Aluminium verhindert, dass sich die Farben, dass sich das Bild vernetzt, und erst über die getrocknete Farbschicht wird die nächste gesetzt.
Während dies ein strukturierteres Vorgehen voraussetzt, wählt Uli Zwerenz den komplizierten Weg: Er weiß am Anfang noch nicht, wohin es geht und beschreibt die Sinnfrage im Chaos. Dieses Chaos überlässt jedoch niemals dem Zufall das Feld: es nützt ihn vielmehr schöpferisch für den nächsten Schritt – was immer ein konzentriertes Wahrnehmen, Innehalten und Entscheiden voraussetzt.
So entstehen bei beiden Künstlern Schöpfungen im wahrsten Sinne des Wortes. Sie sind reine Farbe, Form und Material.
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Edition Karbit


nur 3 Tage in Landshut!

7./8./9. Dezember

Eröffnung: Freitag, 7. Dezember ab 20:00 Uhr
Samstag, 8. Dezember, 11:00 – 18:00 Uhr
Sonntag, 9. Dezember, 11:00 – 18:00 Uhrsowie bereits Fr, 30. Nov., Sa, 01. Dez. und So, 02. Dez.
im Atelier Hefele/Hottner München,
Thalkirchnerstraße 80/Rgb./UG

Die „Edition Karbit“ ist eine Initiative von Münchner Künstlern, die ohne den Umweg über die Galerienlandschaft den direkten Weg zu ihrem Publikum suchen. Gute Kunst zu erschwinglichen Preisen anzubieten – das ist das Ziel.

2009 forderten Theresia Hefele und Oliver Hottner zum ersten Mal Künstlerfreunde auf, sich an der Edition zu beteiligen. Die Randbedingungen waren für alle gleich: Gleiche Größe: 18 x 24 cm – gleiche Auflage: 12 Stück – und gleicher Preis (270.- EUR pro Exemplar in Landshut).

Im Dezember 2009 durften Theresia Hefele und Oliver Hottner dann in ihren Atelierräumen über 30 Arbeiten Münchner Künstler präsentieren, die ausschließlich für diese Edition hergestellt worden sind: Zeichnungen, Malerei, Drucke, Objekte und Fotografie.

Bestärkt durch den Erfolg und die Resonanz dieser Ausstellung beschlossen sie, das Projekt im jährlichen Turnus weiterzuführen.
2012 wird die Edition auch in der Neuen Galerie Landshut an einem Wochenende zu sehen sein.

Folgende Künstler sind vertreten:
Thomas Bechinger, Nigin Beck, Martin Dessecker, Hedwig Eberle,
Martin Fengel, Anna Friedel, Klaus v. Gaffron, Ekkeland Götze,
Katharina Gaenssler/Bernd Kuchenbeisser, Ioan Grosu,
Doris Hahlweg, Andrea Hanak, Elias Hassos, Theresia Hefele,
Benedikt Hipp/Elisabeth Reitmeier, Oliver Hottner, Frank Hutter,
Janos Fischer, Anna Kiiskinen, Vincent Mitzev, Susanne Pittroff,
Manfred Saga, Martin Schneider, Eva Schöffel, Yukara Shimizu,
Conny Siemsen, Andreas Stetka, Florian Thomas, Olaf Unverzart,
Albert Weiß, Oliver Westerbarkey, Martin Wöhrl, Uli Zwerenz

Mit freundlicher Unterstützung durch
Stadt Landshut, Sparkasse Landshut, Kultureferat der Landeshauptstadt
München, Werner Murrer Rahmen, München, Knoblich GmbH, München


Edition Karbit

http://www.editionkarbit.de

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Martin Paulus | Willi Weiner

HALS


Martin Paulus | Willi Weiner

„HALS“ – ein Zyklus: Bilder & Plastiken

zur Ausstellung erscheint ein Katalog

Eröffnung: Freitag, 14. Januar 2011, 20:00 Uhr
Einführung: Stephanie Gilles, M.A.
Hierzu sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen!

15. Januar – 6. Februar 2011 do – so 14:00 – 17:00 Uhr

Am 06. 02. 2011 um 18 Uhr liest Martin Paulus aus seinem neuen Buch
»SILBER AM HIMMEL«

mit freundlicher Unterstützung durch Stadt Landshut und Sparkasse Landshut

Martin Paulus


»Er aber bewahrt als ein lebendes Gefäß die Erinnerung . . .«
Mircae Cartarescu, Die WissendenDer Zyklus »Hals« von Martin Paulus und Willi Weiner folgt den Spuren des holländischen Barockmalers Frans Hals
(* um 1580 in Antwerpen; † 1666 in Haarlem).

Die entstandenen Bilder und Plastiken lassen das Werk des Niederländers neu aufscheinen und finden in ihm ihren eigenen Bezug zur Vergangenheit.

Zu einem ersten Dialog der beiden Künstler kam es 1995 mit der in der Galerie Josephski-Neukum gezeigten gemeinsamen Arbeit »Äsops Rätsel«.

Willi Weiner

Einfuehrung
Stephanie Gilles, M. A.

Bereits zum zweiten Mal treten Martin Paulus und Willi Weiner in einen künstlerischen Dialog zueinander und mit der Vergangenheit.
Realisierten sie doch bereits 1995 in der Galerie Josephsky in Issing das Projekt „Äsops Rätsel“, das sich unter anderem auf Bilder des flämischen Barockmalers Jakob Jordaens bezog.
Angestossen durch die Ausstellung der Hypo Kunsthalle zu Frans Hals 2009 entstanden in den letzten beiden Jahren die Arbeiten, die Sie heute sehen können.

Haarlem, wir schreiben das Jahr 1664: der 81-jährige Frans Hals macht sich daran, zwei seiner berühmtesten Werke zu schaffen: die beiden Gruppenporträts der „Regenten und Regentinnen des Oudemannenhuis“.
Aus dem dunklen Bildhintergrund stechen ausdrucksstark gestaltete Gesichter, Hände und weiße Krägen leuchtend hervor. Durch seine raffinierte, auf wenige Bildelemente konzentrierte Gestaltung lenkt der Holländer die Blicke des Betrachters auf das Maßgebliche und offenbart ihm so einen verblüffenden, geradezu psychologischen Einblick in die Charaktere der Porträtierten.
Frans Hals erfasste bereits damals die Möglichkeiten des Assoziativen, die in der zeitgenössischen Kunst zur Selbstverständlichkeit geworden sind und nutzte diese bahnbrechenden Erkenntnisse bewusst zur Charakterisierung seiner Porträtierten. Nicht mehr die perfekte Textur von Haut und Stoffen war maßgeblich, sondern das Einfangen von Gestik, Mimik, Physiognomie.

Betrachtet man sich die Arbeiten von Martin Paulus und Willi Weiner hier in den Räumen der Neuen Galerie, so kann man nicht umhin, sie als Hommage an Frans Hals zu sehen.
Jeder auf seine Weise, Paulus meist mit Dispersionsfarbe und Ölpastellkreide auf Nessel, Leinwand oder Holz, Weiner durch seine aus Cortenstahl geschweißten Plastiken und seine Papierarbeiten versuchen sich dem Barockmaler Hals aus heutiger Sicht zu nähern. Betrachtet man die künstlerischen Werke, wird offenbar, daß den beiden daran gelegen ist, eine Brücke zu schlagen, eine Kontinuität aufscheinen zu lassen, die wir gerade im Hier und Jetzt oft vergessen: Die kunsthistorische Tradition als Grundlage, aus der sich Entwicklung, aus der sich Neues, aus der sich Innovatives in der Kunst speist.
Martin Paulus wählt sich für seine Auseinandersetzung mit dem Thema „Frans Hals“ ausschließlich ein Gruppenporträt des Alten Meisters bzw. Ausschnitte daraus, nämlich die bereits erwähnten „Regentinnen des Oudemannenhuis“. Er nimmt uns mit auf eine Zeitreise, die aus dem Dunkel der Geschichte bis hinein in die Gegenwart führt. „zeitgenössische Kunst, so sagt er einmal sinngemäß, ist zu sehr dem Stempel NEU verpflichtet. Mir ist an einer Rückbesinnung gelegen. Und so nähert er sich dem Thema „Hals“ behutsam und lässt eine Zwiesprache mit einem Gemälde aus alter Zeit entstehen. Das Ausloten dessen, was heute nicht mehr mit den Mitteln der Vergangenheit darstellbar ist, führt Paulus zu seinen konzeptuellen Ansätzen und Ausdrucksformen. Dabei malt und zeichnet er nicht gegen Vergangenes an, sondern findet DURCH die Vergangenheit zu einer, zu SEINER zeitgemäßen Interpretation.
Pinsellasur über Pinsellasur trägt der Maler Paulus auf, bis der Bilduntergrund jene Tiefenwirkung besitzt, die es dem mit Ölpastellkreide arbeitenden ZEICHNER Paulus ermöglicht, akzentiuerte Umrisse, Gesichter, Hände, Kragen und Stulpen wie aus einem Nebel auftauchen zu lassen.
27 unterschiedliche Arten von Schwarz hat Vincent van Gogh, dessen Frühwerk, man denke an die Kartoffelesser, ohne Frans Hals nicht denkbar wäre, in der Malerei seines Vorbildes ausgemacht und die 5 Grundfarben, die Paulus intuitiv wählt, scheinen Schicht um Schicht das Geheimnis dieser Schwarztöne freizulegen. Der Entstehungsprozess seiner, also Paulus, Bilder verdankt sich dabei einem intuitiven Erspüren, einem experimentellen Automatismus. Für den Betrachter bleibt auf diese Weise das Kunstwerk offen, wie Umberto Eco es ausdrückt. Und nur so bietet es dem Betrachter die Möglichkeit, durch seinen eigenen Erfahrungsschatz einen ganz individuellen Zugang zum jeweiligen Kunstwerk zu bekommen.

Martin Paulus gelingt mit seinen sensiblen Arbeiten nicht nur eine Rückbesinnung. Gleichzeitig gibt er ihnen wie auch dem rezipierten Hals Bild eine Heimat im Bergerschen Sinne. Meinte doch der große Kunstkritiker, der im Sommer 2010 im Rauthauskeller in einer Ausstellung zu sehen war: „Was gemalt ist, überlebt im Schutzraum des Bildes, im Schutzraum des Gesehen worden seins. Die Heimat eines wahren Bildes ist dieser Schutzraum.“

Eine ganz andere Herangehensweise an das Thema Hals zeigt der Bildhauer Willi Weiner. Auch er greift sich Ausschnitte, Versatzstücke heraus, auch er kommt durch eine extreme Reduktion der Mittel zu einer gültigen Aussage, doch während Paulus sich für Farbwirkungen und das spannungsreiche Wechselspiel zwischen Malerei und Zeichnung interessiert, geht es Weiner in Zeichnung wie bei der Plastik um den Begriff des Porträts und das Ausloten von Möglichkeiten der Individualisierung im Hier und Jetzt.
Seine in der Ausstellung gezeigten Hohlplastiken sind aus 1mm dickem Cortenstahl kalt geformt, geschweißt und in Teilen weiß lackiert. Auffallend ist, daß die Schweißnähte nicht wie bei vielen anderen Künstlern üblich, getilgt werden. Der Endstehungsprozess wird nicht verschleiert, er ist selbstverständlicher Teil des Ganzen, ja findet sogar als gestalterisches Element Einsatz.

Weiners künstlerische Formen- und Gedankenwelt kreist um die Durchdringung der Begrifflichkeiten Außen und Innen, Hohlraum und Masse sowie deren assoziativer Aussagekraft.
Was also wäre für ihn naheliegender, als sich beim Thema Frans Hals des HALSES und dessen „DRUMHERUM“, des Kragens anzunehmen?

Die Plastiken wie auch die teilweise gefalteten, in Mischtechik ausgeführten Bilder dieses Dialogs sind voller hintergründigem Witz, ohne dabei ihre Ernsthaftigkeit einzubüßen. Wählt Weiner sich doch Kragenformen aus unterschiedlichen Bildern des Großen Meisters und setzt sie als PORTRÄT in Szene. Der Kragen selbst ist Porträt, ist Gesicht und somit unverwechselbar. Folgerichtig und –  – betrachterfreundlich -ordnet er den Kragen auch die Namen ihres jeweiligen Trägers zu. Wer sich ein Aha- Erlebnis gönnen will, der sollte also die Hals Gemälde „Aletta Hanemans“, „Die Vorsteherinnen des Altmännerhauses“ oder auch „Pieter Cornelisz van der Morsch“ googeln. Der Aha- Effekt funktioniert natürlich nur, wenn Sie vorher auch den Katalog dieser Ausstellung gekauft haben oder, noch besser, eine der Arbeiten selbst!
Willi Weiner ist ein Meister im Vertauschen von Dichte und Leere, im Spiel von Positiv und Negativ. Vielleicht am Nachdrücklichsten gelingt ihm die Umsetzung seiner Überlegungen bei „Pieter Cornelisz van der Morsch“: An dünnen Drähten befestigt, schwebt diese Plastik im Raum und wirkt doch nicht verloren. Nicht- Sichtbares trifft hier auf scheinbar Sichtbares, Stoffliches auf Nichtstoffliches. Phantasie vermischt sich mit real Existentem zu einem imaginären Ganzen. Des Kaisers Neue Kleider mit umgekehrten Vorzeichen oder, wie der Kunsthistoriker Peter Anselm Riedl, der in Landshut durch seine Arbeiten über Fritz Koenig bekannt ist, es ausdrückt: „Weiner begnügt sich nicht damit, außergewöhnliche Perspektiven zu eröffnen; er materialisiert unmögliche! Indem er Anschauung, Wissen und Phantasie verknüpft, findet er Lösungen, die unter entsprechenden Bedingungen rezipiert sein wollen.“

Die suggestive und assoziative Kraft und Aussagefähigkeit zeitgenössischer Kunst stellen Weiner wie auch Paulus, jeder auf seine Weise, eindrücklich unter Beweis.
Das Ergebnis ihrer Arbeit ist ein spannungsreicher Brückenschlag zurück ins 17. Jahrhundert. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit der Ausstellung!

Stephanie Gilles

Silber am Himmel
Lesung von Martin Paulus

Mit einer Lesung beendet die Neue Galerie Landshut ihre Ausstellung „HALS“ von Martin Paulus und Willi Weiner. Am Sonntag, 6. Februar um 18:00 Uhr liest der Maler und Schriftsteller Martin Paulus aus seinem neuesten, im Januar erschienenen Buch „Silber am Himmel“.

Moritz Holfelder (BR) schrieb über Paulus‘ neueste Arbeiten: „Wie Ennio Morricone evoziert Martin Paulus Erinnerungen, Kindheitsassoziationen, Gedächtnisfetzen und nutzt dafür die großen Erinnerungsmedien des 20. Jahrhunderts, den Film und die Fotografie, interpretiert sie neu, führt sie zurück ins viel bedächtigere, langsamere Medium der Malerei. Nun sind persönliche, impressionistische Texte dazugekommen, sprachliche Spaziergänge, lyrische Momentaufnahmen mit knappen, treffenden Worten.“

Zuletzt hatte Paulus 2008 sein Buch „Die Alben“ im renommierten Triptychon-Verlag veröffentlicht, welcher auch Henry James‘ „Die Aspern-Schriften“ in einer gefeierten Auflage neu herausgebracht hat.

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